Die Schweizer spielten weiter und trafen. Eine Aktion, in der sich die Hintermannschaft etwas zu naiv präsentierte.

Für mich war das kein regulärer Treffer. Ich hätte geglaubt, dass man das international schon sieht, weil es für mich ganz klar war. Trotzdem kann man das verhindern, das wissen wir auch. Aber es ist nichts passiert.“ Dank Branko Boskovic!

Boskovic' Verbundenheit mit den Fans

Denn der Schock hielt nur drei Minuten an, ehe der montenegrinische Altmeister die Rapidler erlöste und mit seinem wichtigen Treffer wieder auf die Siegerstraße führte.

Ich war zur rechten Zeit am rechten Ort“, gab sich der Filigrantechniker, der im Gegensatz zum Spiel gegen Salzburg wieder für Brian Behrendt in die Startelf rutschte, gewohnt bescheiden.

Ich habe nur daran gedacht, den Ball ins Tor zu befördern. Als der Schiedsrichter das Tor regulär gegeben hat, war ich einfach überglücklich. Schlussendlich war es das spielentscheidende Tor.“

Der Torjubel fiel ausgelassen aus und führte die Nummer 32 direkt über die Laufbahn zu den im Happel-Stadion weit entfernten Fans.

Weil die Fans so wichtig sind. Ich feier meine Tore immer auf diese Art und Weise, außer sie sind auf der anderen Seite und ich kann nicht mehr laufen. Sonst will ich mit den Fans feiern. Der lange Weg ist sonst kein Problem. Wenn man trifft, ist das leicht. Ich würde zwei Meilen laufen.“

Nach Kiew muss Boskovic definitiv nicht laufen. Denn dort findet schon bald jenes „Finale“ statt, dass man sich vor diesen 90 Minuten nicht einmal in den Mund zu nehmen traute.


Alexander Karper

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