WAC verschafft sich gute Ausgangslage

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Der WAC hat bei seinem Debüt im Europacup einen Sieg gefeiert.

Die Kärntner gewannen am Donnerstag das Zweitrunden-Hinspiel der Europa-League-Qualifikation auswärts gegen den weißrussischen Tabellenvierten Shakhtyor Soligorsk dank eines Treffers von Jacobo (62.) mit 1:0 und haben sich damit eine gute Ausgangsposition für das Retourmatch am kommenden Donnerstag in Klagenfurt verschafft.

Beim entscheidenden Tor leistete Neuerwerbung Thomas Zündel die Vorarbeit. Der Ex-Grödiger setzte sich auf der rechten Seite durch und spielte den Ball zur Mitte, wo zunächst Manuel Weber, von Gegenspielern bedrängt, ein Luftloch schlug. Davon profitierte Jacobo, der goldrichtig stand und aus wenigen Metern einschob.

Soligorsk harmlos

In der ersten Hälfte hatte vor rund 3.500 Zuschauern in Soligorsk noch relativ wenig auf einen Sieg der Gäste hingedeutet. Auf dem holprigen Rasen präsentierte sich der WAC in seinem ersten Saison-Pflichtspiel zunächst in der Offensive harmlos und kam vor dem Halbzeitpfiff zu keiner nennenswerten Chance.

Doch auch die Möglichkeiten der mitten in der Meisterschaft stehenden Hausherren hielten sich in Grenzen: Goalie Alexander Kofler war bei Distanzschüssen von Dimitri Komarowski (8., 32.) zur Stelle, ein Versuch von Juri Kowalew in der 15. Minute ging aus kurzer Distanz am langen Eck vorbei.

Nach dem Seitenwechsel fanden die Wolfsberger besser ins Spiel - erste Belege dafür waren ein gefährlicher Vorstoß von Zündel (48.) und ein von Soligorsk-Goalie Wladimir Buschma parierter Jacobo-Kopfball (58.).

Erster österreichischer Sieg in Soligorsk

Nach dem Tor des Spaniers hatte die Elf von Coach Dietmar Kühbauer keine allzu große Mühe, den Vorsprung über die Zeit zu bringen und damit als erste österreichische Mannschaft in Soligorsk zu gewinnen.

In der weißrussischen Stadt hatte es davor für Ried und Sturm Graz jeweils nur zu Unentschieden gereicht.

Für die Kärntner wäre sogar noch ein höherer Sieg möglich gewesen, allerdings verfehlten Schüsse von Silvio (67.) und Jacobo (72.) ihr Ziel.

Kühbauer sehr zufrieden

"Ich bin mit dem Sieg sehr zufrieden, wenn man bedenkt, dass wir zum ersten Mal im Europacup gespielt haben und sehr viele Europacup-Debütanten in der Mannschaft gestanden sind", erklärte Coach Didi Kühbauer nach der Partie und analysierte: "In der ersten Hälfte war ich im Großen und Ganzen mit unserer Leistung nicht einverstanden. In der Pause habe ich den Spielern mitgeteilt, dass es keinen Grund gibt, das Spiel nicht in die Hand zu nehmen. In der zweiten Hälfte waren wir besser und haben verdient gewonnen."

Ein höherer Sieg wäre auch seiner Meinung nach drinnen gewesen."Aber wenn wir glauben, dass die Sache schon erledigt ist, wäre das gefährlich. Wir haben noch ein schweres Rückspiel", warnt Kühbauer.

Sein Gegenüber Sergey Nikiforenko trauerte indes der ersten Halbzeit nach. "Wir hätten aufgrund der ersten Hälfte das erste Tor machen müssen. Das Tor war für den Gegner ein psychologischer Vorteil, wir haben dann keine passende Antwort gefunden", meinte er Soligorsk-Trainer. Auch für ihn ist die Entscheidung noch nicht gefallen. "Aber der Aufstieg ist noch nicht verloren. Wir werden auch im Auswärtsspiel unsere Möglichkeiten bekommen. Die Chancen, weiterzukommen, sind genauso hoch wie vor dem Spiel", blieb Nikiforenko optimistisch.

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