Anerkennung von allen Seiten für Alars Erfolgslauf

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Mit der personifizierten Torgefahr lebt es sich leichter.

Davon kann zur Zeit auch Rapid ein Liedchen singen. Geht es um entscheidende Tore, hat er seinen Fuß im Spiel: Deni Alar.

Der derzeitige Lauf des 22-jährigen Offensivspielers wurde mit dem sehenswerten und enorm wichtigen Auswärtstor bei der 1:2-Niederlage im Playoff zur Europa League gegen PAOK Saloniki fortgeführt.

Die Bilanz: Jeweils ein Tor in den letzten vier Spielen, fünf Treffer bewerbsübergreifend auf dem Konto. Der Ex-Kapfenberger ist derzeit Rapids Mann für die wichtigen Tore.

Alar setzte Lauf bei PAOK Saloniki fort

„Es ist hervorragend. Ich bin froh, dass ihm jetzt der Knopf aufgegangen ist. Das war ein wichtiges Tor für uns. Ohne dem wäre es ganz schwierig geworden. So haben wir gute Chancen“, geht der Dank von Mario Sonnleitner im Gespräch mit LAOLA1 an seinen steirischen Landsmann.

Alar ist es auch zu verdanken, dass Rapid überhaupt die Möglichkeit wahrnehmen kann, um den Einzug in die Gruppenphase zu kämpfen.

Im Hinspiel gegen Vojvodina Novi Sad hielt er sein Team mit einem Last-Minute-Treffer in der Nachspielzeit im Rennen.

Im Rückspiel im Hanappi-Stadion übernahm er bekanntlich bei einem Elfmeter in der 90. Minute die Verantwortung.

Bescheiden wie eh und je

Zusätzlich traf der Jungspund in der Liga gegen niemand Geringeren als RB Salzburg und Sturm Graz.

Weniger Worte, mehr Taten. So scheint die Devise der Offensivwaffe zu lauten. Denn nach außen hin bleibt er stets bescheiden.

„Für einen Stürmer ist jedes Tor wichtig. Wenn es so entscheidend ist, umso mehr. Aber wir müssen als Mannschaft funktionieren. Das klappt zurzeit.“

Trainer Peter Schöttel will auf seine personifizierte Torgefahr nicht verzichten und hofft, dass Alars Lauf noch lange anhält.

Zimmerkollege verrät Erfolgsgeheimnis

„Dann werden wir noch viele Spiele gewinnen. Zurzeit macht er halt die wichtigen Tore.“

In punkto Erfolgsrezept hält sich Rapids Nummer 33 bedeckt. Dafür enthüllt Torhüter Lukas Königshofer, der mit dem Topscorer auf Reisen das Zimmer teilt, ein bisher gut gehütetes Geheimnis.

„Ich sage ihm vor jedem Match, dass er ein Tor machen muss, sonst kriegt er Ärger mit mir. Er scheißt sich, glaube ich, ein bisschen an vor mir“, glaubt Rapids Stammkraft im Tor seinen ganz speziellen Beitrag zu Alars Lauf zu leisten.

Für diesen ist es in seiner aktuellen Form egal, ob er als Solospitze zum Einsatz kommt oder aber in der offensiv orientierten Dreierkettte dahinter.

„Gute Nase für Situationen“

Wie geschmeidig der U21-Teamspieler mit dem Ball umgehen kann, bewies er in Saloniki, als er seinen Gegenspieler düpierte und mit dem Außenrist ins Eck traf.

„Das Tor hat er stark gemacht“, lobt auch Sturm-Kollege Terrence Boyd, während Alar betont, dass der Außenrist-Schuss sehr wohl gewollt war.

In der Mannschaft genießt der Linksfuß größten Respekt, was Mario Sonnleitner mit folgenden Worten zum Ausdruck bringt:

„Er ist ein sehr fairer Spieler und gibt immer alles für die Mannschaft. Deni hat eine gute Nase für Situationen und weiß, wo der Ball hinfliegt. Und derzeit ist er eiskalt vor dem Tor.“

Geht es nach Rapid, könnte der Lauf der personifizierten Torgefahr ruhig noch ein paar Wochen länger andauern.


Alexander Karper

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