"Die Überzeugung hat gefehlt"

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Altach glaubt nach Hinspiel-Patzer weiter an EL

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Der SCR Altach hat sich im Play-off-Hinspiel zur Europa-League am Donnerstag in Innsbruck CF Belenenses Lissabon knapp 0:1 (0:1) geschlagen geben müssen.

Ausschlaggebend war aber nicht die Stärke des Gegners, sondern die eigene Fehlanfälligkeit in der ersten Hälfte, die Belenenses für den entscheidenden Treffer nützte.

Eine lebendige zweite Hälfte gibt jedoch Hoffnung für das Rückspiel.

Altach legte gegen Belenenses einen klassischen Fehlstart hin, den man nicht mehr wettmachen konnte.

"Wir waren in der ersten Halbzeit nicht couragiert genug. Wir hatten zu viel Respekt vor der Situation in die Gruppenphase aufsteigen zu können", analysierte Trainer Damir Canadi nach einer für seine Stimmbänder strapaziösen Partie im Tivoli-Stadion.

"Es hat die Überzeugung gefehlt"

"Es hat die Überzeugung gefehlt. Wir sind etwas zu nervös ins Spiel gegangen", befand auch Hannes Aigner. "Das Passspiel war sehr schlecht, dadurch haben wir überhaupt keinen Zugriff gehabt", sagte Patrick Seeger.

Jedenfalls machte man so einen Gegner stark, der zwar technische Raffinesse und taktische Abgebrühtheit andeutete, jedoch von einem Spitzenteam weit entfernt ist.

Nach der Führung durch den überraschend als Stürmer beginnenden Tiago Caeiro (13. Minute), einem Geschenk der Altacher Hintermannschaft, kontrollierte Belenenses zwar das Spiel, verabsäumte es aber nachzulegen.

Das bemängelte auch Trainer Ricardo Sa Pinto, der sich dennoch zufrieden zeigte. In der zweiten Hälfte beschränkte sich die Truppe des früheren portugiesischen Teamstürmers nur noch auf das Verwalten des Vorsprungs.

Schlussoffensive zu spät

Das machten die Portugiesen aber sehr gut. Was Altach mit überschaubaren Mitteln versuchte, reichte gegen die kompakt stehende Defensive der Gäste nicht. Bei den Kombinationen im Umkreis des Strafraums fehlte meist die letzte Genauigkeit, insgesamt mangelte es an kreativen Ideen.

So probierte man es oft mit wenig brauchbaren Flanken oder Weitschüssen. Der Turbo, den die Vorarlberger in den letzten zehn Minuten zündeten, brachte nichts mehr ein.

Der Glaube an den Aufstieg

Was jedoch bleibt, ist die Erkenntnis, dass man Belenenses durchaus knacken kann. "Was mich gefreut hat, ist, dass die Mannschaft in der zweiten Halbzeit gelebt hat. Allerdings hat uns vorne die Durchschlagskraft gefehlt", meinte Canadi, der davon überzeugt ist, dass Altach auch auswärts reüssieren kann.

"Wenn wir in Portugal ein Tor schießen, bin ich überzeugt davon, dass wir noch den Aufstieg schaffen."

"Der Gegner hat bis auf das Tor auch keine großartigen Möglichkeiten herausgespielt", meinte Altach-Verteidiger Andreas Lienhart, der vor dem Treffer die Abseitsfalle aushebelte.

"Wir haben schon gezeigt, dass wir auch auswärts gewinnen können", spielte Seeger auf den 4:1-Sieg in der dritten Qualifikations-Runde bei Vitoria Guimaraes an. Damit am Donnerstag (22.30 Uhr) in Lissabon ein ähnliches Bravourstück gelingt, darf sich aber ein Stolperstart wie in Innsbruck nicht wiederholen.

Sa Pinto warnt

Auch Sa Pinto warnte davor, ob des Resultats von einer sicheren Sache auszugehen. "Für mich ist das wie ein 0:0. Wir müssen das Spiel gewinnen. Es ist noch lange nichts entschieden", erklärte der 42-Jährige, der für Altach viel Lob übrig hatte.

"Sie haben in der zweiten Hälfte begonnen, mit Herz zu spielen, und haben das Spiel eng gemacht."

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