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Spanien-Legionär Ivanschitz mit Tipps für Ex-Klub

Viermal hat Spanien-Legionär Andreas Ivanschitz bereits gegen Villarreal gespielt.

So klar wie die Verantwortlichen von Red Bull Salzburg sieht der ÖFB-Teamspieler die Favoritenrolle im Europa-League-Sechzehntelfinale nicht verteilt. "Ich sehe durchaus Chancen für Salzburg. Man braucht aber sicherlich zwei sehr gute Spiele", meinte Ivanschitz im Gespräch mit der APA.

Vergleichbare Spielanlage

Ivanschitz warnte seinen Ex-Klub vor dem Hinspiel am Donnerstag (21.05 Uhr) vor allem vor den spielerischen Qualitäten des Tabellensechsten der spanischen Liga. "Villarreal ist individuell sehr stark besetzt. Sie haben offensiv sehr quirlige und schnelle Spieler. Sie beherrschen das Spiel mit Ballbesitz, sie können bei Balleroberung aber auch rasch umschalten. Das kann gefährlich werden für Salzburg."

Die Spielanlage beider Teams sei einander nicht unähnlich. "Auch Salzburg hat das blitzartige Umschalten in den letzten Jahren verinnerlicht und hat schnelle Spieler, mit denen sie ihnen wehtun können", meinte Ivanschitz, der seit eineinhalb Jahren in Valencia für Levante spielt.

Villarreal sei höchstens leichter Favorit. Dabei hat auch der Burgenländer Gefallen am Klub aus der benachbarten Kleinstadt gefunden.

"Villarreal spielt mit den schönsten Fußball in Spanien", sagte Ivanschitz. "Sie spielen eine gute Rolle. Sie bringen auch immer wieder selbst sehr gute Spieler heraus, auch wenn die vielleicht nicht so einen großen Namen haben."

Spätstart in Österreich als Nachteil

Dazu befindet sich Villarreal im Gegensatz zu Salzburg voll im Meisterschaftsrhythmus. "Das kann ein Vorteil sein", meinte Ivanschitz. Allerdings fällt mit Kapitän Bruno Soriano wegen eines Wadenbeinbruchs ein Schlüsselspieler aus.

"Er ist so etwas wie der Kopf der Mannschaft", erklärte Ivanschitz. "Er ist schon sehr lange beim Verein und hat die Philosophie verinnerlicht."

Mit Vietto wartet auf Salzburg ein brandgefährlicher Stürmer

Eine besonders gefährliche Waffe sei Topstürmer Luciano Vietto. Dazu kommen neben dem Nigerianer Ikechukwu Uche der von Real Madrid ausgeliehene russische Flügelspieler Denis Cheryshev sowie die mexikanischen Gebrüder Jonathan und Giovani dos Santos (Villarreals "Welt-Auswahl").

"Aber alle Spieler sind spielstark, auch die Innenverteidiger", warnte Ivanschitz, der selbst mit Levante im Abstiegskampf festhängt.

Ivanschitz mit anderen Problemen

Nach vier Niederlagen in den vergangenen fünf Spielen fehlen dem Vorletzten bereits vier Punkte auf das rettende Ufer. "Es ist eine neue, unangenehme und schwierige Situation, in der sich auch Druck aufbaut", sagte Ivanschitz. "Aber es ist eine machbare Aufgabe. Ich bin nach wie vor zuversichtlich."

Der 31-Jährige hat seine Adduktorenprobleme überwunden, am Montag geht es gegen den direkten Konkurrenten Granada. "Es kommen jetzt wichtige Spiele, die wir gewinnen müssen", betonte Ivanschitz. "Ich werde versuchen, meinen Teil dazu beizutragen." Zukunftssorgen macht er sich nicht.

"Die volle Konzentration gilt jetzt dieser Situation. Alles andere wird sich im Sommer zeigen." Sein Vertrag bei Levante läuft bei ausreichend Einsätzen bis Juni 2016.

EM fest im Visier

Für diesen Zeitpunkt hat Ivanschitz noch ein anderes Ziel: die EM 2016 in Frankreich. Im ÖFB-Team war der Ex-Kapitän zuletzt nur noch auf Abruf nominiert worden. "Ich habe bis zum nächsten Länderspieltermin noch wichtige Aufgaben mit dem Klub. Aber es ist definitiv ein Ziel, wieder dazuzustoßen", versicherte Ivanschitz. "Ich bin optimistisch gestimmt."

69-mal hat der Mittelfeldspieler bisher das ÖFB-Trikot getragen, zuletzt im Juni in Tschechien (2:1). Seine Vertreter haben seither aber überzeugt, Österreich ist in der EM-Quali klarer Tabellenführer.

"Die Mannschaft hat sich eine überragende Ausgangsposition geschaffen. Ich hoffe, dass es so weitergeht und dass wir uns qualifizieren", sagte Ivanschitz. "Es geht im Nationalteam immer um das große Ganze, nicht um eine Einzelperson. Aber natürlich will ich dabei sein."

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