Der vom Amateur zum Profi beförderte defensive Mittelfeldspieler fing im Mittelkreis einen Ball ab, umkurvte inklusive dem Schlussmann vier Gegenspieler und schob lässig ein.

„Ich muss das Gelächter meiner Mannschaftskollegen hören, dass ich sonst einer bin, der nur durch seine Gewaltschüsse auffällt. Aber wenn ich den Platz habe und das Tempo mitnehmen kann, bin ich auch für solche Tore gut“, zeigte Behrendt, was in ihm steckt.

Dass der Gegner immer wieder versuchte, mit unfairen Mitteln dagegenzuhalten, Tritte auszuteilen und den Schiedsrichter zu kritisieren, brachte Rapid an diesem Abend nicht aus der Fassung.

„Damit haben wir gerechnet, darauf waren wir eingestellt. Es war eine gute Reaktion von uns, dass wir uns nicht provozieren lassen haben“, sprach Hofmann stellvertretend für das Team.

Guardiola-Biographie zur Einstimmung

Vor allem für einige junge Spieler geht mit ihrer erstmaligen Teilnahme an der EL-Gruppenphase ein großer Wunsch in Erfüllung.

„Für einen Fußballer gibt es nichts Schöneres, als international zu spielen. Das haben wir erreicht, jetzt bereiten wir uns auf die Gruppenphase vor“, schwärmte Schaub, der sich auf dem Rückflug nach Wien mit der Biographie von Pep Guardiola - seines Zeichens CL-Starter mit Bayern München - schon einmal auf seine internationale Feuertaufe vorbereitete.

„Es ist schön zu sehen, dass diese Mannschaft, die nächsten Schritte machen kann, mit der größeren Herausforderung Gruppenphase. Wir werden Gegner haben, gegen die unsere Mannschaft weiter wachsen kann. Das ist toll für uns alle“, merkte Sportdirektor Helmut Schulte an.

Während Behrendt und Landsmann Schulte einem deutschen Gruppengegner nicht abgeneigt wären, wünschen sich die anderen unisoni attraktive, aber auch machbare Gegner. „Das ist immer das Schönste“, wusste Hofmann.

Wie groß die Vorfreude auf die sechs Gruppenspiele ist, bringt Sabitzer am treffendsten auf den Punkt:

„Jeder junge Spieler entwickelt sich auf hohem Niveau weiter, das sind genau solche Spiele. Jeder Fußballer ist für die Champions bzw. Europa League geboren, von der träumt jeder.“


Aus Tiflis berichtet Alexander Karper

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