Aufmacherbild

LAOLA1-Einzelkritik zu Ajax - Red Bull Salzburg

Was für eine Leistung!

RB Salzburg gewinnt im Sechzehntel-Finale der Europa League das Hinspiel bei Ajax Amsterdam mit 3:0 und stößt damit die Tür in die Runde der besten 16 Teams ganz weit auf.

Der österreichische Spitzenreiter liefert in den Niederlanden eine Glanzleistung ab und gewinnt auch in dieser Höhe verdient.

Die Spieler der "Bullen" in der LAOLA1-Einzelkritik:

 

PETER GULACSI

Der Ungar musste sich in dieser Partie mehr als Fußballer denn als Torhüter beweisen. Zu halten gab es für ihn nämlich nur in der 43. Minute beziehungsweise in der Nachspielzeit etwas – da konnte sich der RBS-Schlussmann auszeichnen. Bei Rückpässen seiner Mitspieler ließ sich Gulacsi nie in Bedrängnis bringen und wirkte stets konzentriert und sicher. Eine tadellose Vorstellung, in der keine Highlights nötig waren.

 

CHRISTIAN SCHWEGLER

Der Schweizer spielte eine unglaubliche Partie. Wenn er draufging, um früh anzupressen, resultierte das in den meisten Fällen in Ballgewinnen für die "Bullen". Der Däne Fischer hatte überhaupt keine Möglichkeiten, seine Stärken auszuspielen. Im Kurzpassspiel praktisch fehlerlos und mit seinen mittlerweile legendären Einwürfen eine Waffe in vermeintlich harmlosen Momenten.

 

ANDRE RAMALHO

Der Brasilianer war nicht ganz so abgebrüht wie sein Nebenmann Hinteregger und zeigte vor allem zu Beginn der Partie immer wieder kleine Unsicherheiten. Wenn er die Viererkette verließ, um zu attackieren, verlor er zu viele Zweikämpfe. Dafür konnte Ramalho in der Offensive immer wieder für Gefahr sorgen. Etwa, als er in der fünften Minute nach einem Freistoßtrick eine tolle Möglichkeit ungenützt ließ. Seine Vorstöße mit dem Ball stellten die Ajax-Zentrale vor Probleme.

 

MARTIN HINTEREGGER

Eine Glanzleistung Hintereggers, der eine staubtrockene Partie spielte. Egal, welcher Ajax-Offensivmann auf ihn traf, bei dem Kärntner war fast immer Endstation. Kopfballstark, kompromisslos am Boden und sicher im Spiel nach vorne. Wenn ein Kritikpunkt gesucht werden müsste, wäre es die Gelbe Karte wegen wiederholten Foulspiels (42.)

 

ANDREAS ULMER

Der Oberösterreicher hatte es die meiste Zeit mit dem dribbelstarken Krkic, der sich als einer der besseren Ajax-Spieler erweisen sollte, zu tun. Doch Ulmer ließ sich nie aus der Ruhe bringen und gewann die entscheidenden Zweikämpfe. Seine Vorstöße sorgten für viel Unordnung auf der rechten Abwehrseite der Niederländer.

 

KEVIN KAMPL

Der Slowene hatte seine Szenen, insgesamt hat er aber schon bessere Leistungen gebracht. Das soll jedoch keineswegs bedeuten, dass er sich schwach präsentierte. Das Assist zum 2:0 durch Mane fällt unter die Kategorie Traumpass und auch seine Chance in der 53. Minute erarbeitete er sich im Alleingang. Was das Anpressen betrifft, war Kampl einmal mehr überaus aktiv, doch offensiv ist von ihm eben schon mal mehr gekommen.

 

STEFAN ILSANKER

Hatte es zu Beginn ein wenig den Anschein, als ob er mit de Jong so seine Probleme bekommen könnte, steigerte sich der Salzburger von Minute zu Minute. Er gewann im Zentrum viele wichtige Zweikämpfe, nicht zuletzt mit dem Kopf, und war im Spielaufbau aktiver als Leitgeb. Seine riskanten Pässe in die Tiefe waren oft gefährlich, aber nicht immer präzise genug.

 

CHRISTOPH LEITGEB

Defensiv tat der Steirer das, was man von ihm erwartet – im Zentrum die Räume eng machen und den Gegner sofort stören, sobald Salzburgs erste Pressinglinie überwunden ist. In der 19. Minute holte sich der Blondschopf eine eher unnötige Gelbe Karte tief in der gegnerischen Hälfte ab. Dafür konnte er mit einem guten Schuss für Gefahr sorgen (28.). Defensiv stark, doch im Spiel nach vorne nur wenig vorhanden. In der 83. Minute ersetzt ihn Berisha.

 

SADIO MANE

Der Senegalese war an den ersten beiden Treffern maßgeblich beteiligt. Die Elfersituation leitete er mit einem seiner vielen Dribblings ein, ehe er zu Alan, der schließlich gefoult wurde, abspielte. In der 21. Minute durfte er dann selbst über einen Treffer jubeln, als er vor Goalie Cillessen die Nerven bewahrte und diesen umkurvte, bevor er den Ball ins leere Tor schob. Auch sonst eine ausgezeichnete Vorstellung Manes, der beim aggressiven Pressing seines Teams stets konzentriert mitarbeitete.

 

ALAN

Der Brasilianer absolvierte ein unfassbares Laufpensum und stellte die Ajax-Abwehr im Spielaufbau regelmäßig vor unlösbare Aufgaben. In der 13. Minute holte er den Elfmeter, der zum 1:0 führte, heraus. Sonst ließ Alan aber ein wenig seine zuletzt gezeigte Kaltschnäuzigkeit vermissen – von seinen Chancen (28., 41., 52., 80.) hätte er zumindest eine verwerten können.

 

JONATAN SORIANO

Der Katalane avancierte mit seinem Doppelpack zum Mann des Spiels. In der 14. Minute verwandelte er den Elfmeter eiskalt. Ungleich spektakulärer war sein Treffer zum 3:0 in der 35. Minute. Der Angreifer zog unmittelbar nach dem Überqueren der Mittellinie ab und überhob Goalie Cillessen – ein Traumtor, das noch in zahlreichen Highlight-Videos zu sehen sein wird, und insgesamt sein neunter EL-Treffer in dieser Saison. Wie seine Nebenmänner im Pressing sensationell und ständig unterwegs. In der 77. Minute wurde er durch Robert Zulj ersetzt.

 

ROBERT ZULJ - Zu kurz eingesetzt

 

 

 

 

VALON BERISHA - Zu kurz eingesetzt

 

 

 

 

DUSAN SVENTO - Zu kurz eingesetzt

 

 

 

 

Harald Prantl

 

Mehr zum Thema Zum Seitenanfang»