Eine klare Angelegenheit

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Dortmund schießt den Wolfsberger AC ab

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Für den WAC ist am Donnerstagabend das erwartete Aus in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League gekommen.

Die Wolfsberger unterlagen bei Borussia Dortmund verdient 0:5 (0:0) und schieden damit nach der 0:1-Heimniederlage mit einem Gesamtscore von 0:6 aus.

Mann des Spiels war Armeniens Superstar Henrikh Mkhitaryan mit einem lupenreinen Hattrick binnen 14 Minuten (73., 82., 86.).

Diesmal klarer Klassenunterschied

Zuvor hatten bereits Marco Reus (48.) und Pierre-Emerick Aubameyang (64.) für den Champions-League-Finalisten von 2013 getroffen.

Im Gegensatz zum Hinspiel vor einer Woche war diesmal der Klassenunterschied deutlich sichtbar, denn Dortmund dominierte vor 64.890 Zuschauern die Partie von Beginn weg klar.

Dass es zur Pause 0:0 stand, hatte der WAC in erster Linie seinem in absoluter Topform agierenden Schlussmann Alexander Kofler zu verdanken.

Nur eine WAC-Chance

In der 18. Minute kamen die Gäste aus Wolfsberg zu ihrer einzigen Chance im gesamten Match, doch Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek klärte nach Wernitznig-Flanke bei einem Silvio-Kopfball zum Corner.

Bei diesem unterlief Wernitznig ein Hoppala, da er ausrutschte und den Ball dadurch ins Torout beförderte (19.).

Danach spielte nur noch Dortmund: Bei einem Hummels-Heber rettete Boris Hüttenbrenner per Kopf (23.), anschließend entschärfte Kofler im Nachfassen einen abgefälschten Schuss von Gabuns Torjäger Aubameyang (24.), der wenig später auch bei einem Kopfball im WAC-Keeper seinen Meister fand (26.).

Auch im Duell mit Reus blieb Kofler erneut Sieger (38.) und hatte in Minute 40 Glück, dass der rumänische Schiedsrichter Ionut Marius Avram bei seinem klaren Strafraum-Foul an Reus nicht auf Elfmeter entschied.

Mkhitaryan mit Weitschuss-Hattrick

Nur 121 Sekunden nach dem Wechsel war aber auch Kofler machtlos, als Reus nach blitzschnellem Umschaltspiel über Ilkay Gündogan und idealem Querpass von Mkhitaryan mit einem Schuss ins lange Eck auf 1:0 stellte.

Das 2:0 leitete wiederum Gündogan mit einem Traumpass auf Aubameyang ein, der Kofler keine Chance ließ. Dann kam der große Auftritt von Mkhitaryan der seine ersten beiden Treffer mit perfekten Weitschüssen ins kurze Eck erzielte.

Auch beim Endstand traf der 26-Jährige aus der Distanz, wobei Kofler etwas die Sicht verstellt war.

 

Borussia Dortmund - Wolfsberger AC 5:0 (0:0)
Dortmund, Signal Iduna Park, 64.890 Zuschauer, SR Avram/ROM

1:0 (48.) Reus
2:0 (64.) Aubameyang
3:0 (73.) Mchitarjan
4:0 (82.) Mchitarjan
5:0 (86.) Mchitarjan

Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Sokratis, Hummels, Schmelzer - Gündogan (77. Bender), Weigl - Kagawa (65. Castro), Reus (77. Hofmann), Mchitarjan - Aubameyang

WAC: Kofler - Berger, Sollbauer, Hüttenbrenner, Palla - Standfest (86. Tschernegg) - Jacobo, Putsche (67. Trdina), Weber, Wernitznig (75. Zulj) - Silvio

Gelbe Karten: Reus bzw. Jacobo, Silvio

Stimmen zum Spiel:

Thomas Tuchel (Dortmund-Trainer nach seinem erfolgreichen Heimdebüt): "Unsere Passabstände waren zu weit in der ersten Halbzeit, da haben wir nicht gut gespielt. Die zweite Halbzeit war dann eine gute Reaktion auf die erste. Da haben wir gutes Gegenpressing gezeigt, viele Chancen herausgespielt und viele Tore gemacht. Da standen wir anders auf dem Feld, da waren wir viel disziplinierter, haben auch öfter zwischen die Linien gespielt. Dadurch kam die Lösung im Abschluss von alleine. Mkhitaryan ist ein Musterprofi, es ist eine große Freude, mit ihm zu arbeiten."

Henrikh Mkhitaryan (dreifacher Dortmund-Torschütze): "Wir haben viel gearbeitet und uns gute Chancen in der zweiten Halbzeit herausgespielt. Das hat funktioniert. Da haben wir das umgesetzt, was der Trainer von uns will."

Marco Reus (Dortmund-Torschütze): "Ich glaube, in der ersten Halbzeit haben wir kein gutes Spiel gezeigt. In der zweiten Halbzeit war es besser, weil wir auch umgestellt haben. Hintenraus war es dann einfach."

Dietmar Kühbauer (WAC-Trainer): "Heute war der Klassenunterschied deutlich erkennbar. In der ersten Hälfte haben wir noch gut verteidigt, doch in der zweiten Hälfte sind wir nach dem schnellen Gegentor zusammengebrochen. Mich ärgert vor allem, dass wir durch drei Weitschüsse Tore bekommen haben."

Alexander Kofler (WAC-Tormann): "Wir haben gewusst, dass Dortmund ein Gegner ist, der nicht in unserer Kategorie ist. Dortmund spielt einen schnelleren, besseren Fußball. In Klagenfurt hat man aber gesehen, dass, wenn man sie früh stört, dann kann man gegen sie ein gutes Ergebnis erzielen. Leider ist uns das heute nicht gelungen. Der Sieg war in dieser Höhe verdient."

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