„Basel hat definitiv unser Spiel analysiert und versucht, die beste Lösung, gegen uns zu spielen, vorzubereiten. Wenn sie glauben, das ist die beste Art und Weise, weil sie kein Tor kassiert haben, haben sie es gut gemacht. Wir hatten aber sehr wohl Chancen, um zu treffen“, erinnerte Torhüter Peter Gulacsi daran, dass nicht nur Basels Kompaktheit, sondern auch das eigene Unvermögen einen Treffer verhinderten.

Grundsätzlich ist es aber wohl eine Anerkennung, dass der FCB vor heimischem Publikum sehr zurückgezogen agierte.

„Das liegt an unseren Leistungen in letzter Zeit. Die Gegner stellen sich immer besser ein, es wird immer schwerer. Wir müssen einfach schauen, dass wir noch dominanter werden und uns noch mehr Torchancen erspielen“, erklärte Robert Zulj, der kritisierte: „Ich glaube, dass nach vorne hin mehr gegangen wäre. Wir haben das in letzter Konsequenz nicht gut gespielt.“

Yakin: „Haben Gegner sehr gut beobachtet“

Yakin jedenfalls wollte in der Nachbetrachtung nichts von einem geplanten Rückzugsgefecht wissen: „Wir haben den Gegner sehr gut beobachtet, wo die Stärken liegen. Aber wir wollten uns nicht nur auf die Defensive konzentrieren. Wenn man die Spieler vom Profil her sieht, waren doch sehr viele Offensive auf dem Platz. Wir wollten im Heimspiel sicherlich versuchen, ein Tor zu erzielen. Wichtig war in diesem Spiel das Gleichgewicht.“

Vor dem Anpfiff habe er seinen Spielern geraten, geduldig zu bleiben und auch mal ins Pressing zu gehen, wenn es die Salzburger zulassen: „Aber das hat nichts gebracht, weil die Bälle postwendend wieder zurück in unsere Hälfte kamen. So entstanden sehr viele Zweikämpfe und Standards, die wir gut gemeistert haben.“

Man darf gespannt sein, mit welcher Marschroute der 39-Jährige seine Mannschaft im Rückspiel auf das Feld schicken wird. Gut möglich, dass sie sich nur unwesentlich von jener im Hinspiel unterscheiden wird.

„Optimistisch, aber sicher nicht überheblich“

Salzburg verfügt in einer Woche somit nicht nur über das Heimrecht, sondern nun auch über Erkenntnisse bezüglich der Basler Herangehensweise.

Die Zuversicht von Schmidt ist nach dem ersten Kräftemessen ohnehin ungetrübt: „Wenn ich nicht optimistisch bin nach dem, was meine Mannschaft in den vergangenen eineinhalb Jahren gezeigt hat, wer dann? Wir wissen, dass wir es nicht geschenkt bekommen und Basel auch nächste Woche alles tun wird, um weiterzukommen. Aber ich denke positiv, und dass ich es meiner Mannschaft zutraue, ist logisch. Unsere Leistung in diesem Spiel macht uns selbstbewusst und optimistisch, aber sicher nicht überheblich.“


Aus Basel berichtet Peter Altmann

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