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Mehr Dynamik durch Drazans Rückkehr bei Rapid

Das Lazarett lichtet sich.

Mit Kapitän Steffen Hofmann und Muhammed Ildiz stehen nur mehr zwei Akteure auf der Verletztenliste der Hütteldorfer.

Trainer Peter Schöttel entschied sich abgesehen davon, die Mittelfeldspieler Thomas Prager und Boris Prokopic zu Hause zu lassen.

Denn für das letzte Auswärtsspiel in der Europa League bietet sich eine weitere Alternative an. Christopher Drazan steht erstmals nach längerer Zwangspause wieder im Kader der Hütteldorfer.

Zwei Rückschläge binnen weniger Monate

Ich bin froh, dass ich endlich wieder dabei sein kann“, gesteht der Flankenflitzer im Gespräch mit LAOLA1.

Ein Bändereinriss im linken Schultereckgelenk setzte den 22-Jährigen knapp ein Monat außer Gefecht. Just in jener Phase, als das Team seine Unterstützung besonders gebraucht hätte.

Von außen zuschauen zu müssen und nicht eingreifen zu können, war für Drazan keine leichte Situation. Vor allem, weil er nicht zum ersten Mal in dieser Saison verletzt w.o. geben musste.

Ich war anfangs eigentlich gut drauf. Dann hab ich als Erstes das mit dem Knie gehabt (Anm. d. Red.: ein Außenbandriss im Knie kostete ihn rund zwei Monate), dann war ich wieder dabei. Nach dem dritten Match habe ich mich schon wieder verletzt“, blickt der Außenspieler zurück.

Schöttel überließ Drazan die Entscheidung

Dieses Gefühl, der Mannschaft helfen zu wollen, obwohl es nicht geht, kennt Drazan nur zu gut. Umso erleichterter ist er vor seinem Comeback.

Es ist halt schon schirch, wenn man dauernd irgendwas hat. Aber ich habe jetzt gut trainiert, vor allem mit Dritan Baholi. Ich werde alles geben.“

Trainer Peter Schöttel überließ seinem Schützling die Entscheidung, ob dieser schon bereit ist, in Trondheim wieder anzugreifen.

Er hat das selber bestimmt, weil es bei einer Schulterverletzung immer auf den Schmerz ankommt. Im Moment schaut es gut aus, er ist auch im Training ein paar Mal draufgeflogen. Ich rechne damit, dass er 100-prozentig fit ist“, bestätigt der Chefbetreuer auf Nachfrage.

Schulter bestand Belastungstest

Ganz schmerzfrei ist Drazan laut eigenen Aussagen zwar noch nicht, der Drang wieder Fußball zu spielen und die Motivation, noch ein EL-Spiel in diesem Jahr auswärts zu erleben, treiben ihn aber an.

Ich spüre es noch ganz leicht, aber es ist kein Problem mehr“, meint der Offensivspieler, der schon im Mannschaftstraining an seine Grenzen ging.

Wie von Schöttel erwähnt, hielt die Schulter den Belastungen stand.

Ich glaube, es war wichtig für mich zu sehen, dass nichts passieren kann“, nimmt Drazan sein Comeback mit einem guten Gefühl in Angriff.

Mehr Dynamik mit Drazan

In den vergangenen Wochen war immer wieder davon die Rede, dass Rapid durch bestimmte Ausfälle an Dynamik verloren hat.

Mit der Rückkehr des im Doppelpack gegen Bayer Leverkusen gesperrten Guido Burgstaller und eben Drazan kommt wieder neuer Schwung in die Mannschaft.

Wir wollen auf jeden Fall punkten. Wir werden Vollgas geben und schauen, was herauskommt“, rechnet sich der Wirbelwind gegen Rosenborg Trondheim gute Chancen aus.

Trainer Schöttel wird es freuen, dass er im Finish der Herbstsaison auf Drazan bauen kann – im Sinne der Dynamik.


Aus Trondheim berichtet Alexander Karper

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