"Sein Fehler wird unglaublich aufgebauscht"

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Karl Daxbacher hat seine Entscheidung getroffen.

Öffentlich will der Austria-Trainer aber noch nicht bekanntgeben, wer am vierten Spieltag der EL-Gruppenphase gegen AZ Alkmaar (Do., 21:05 Uhr) im Tor steht.

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Vielmehr stellt sich der FAK-Coach demonstrativ hinter Pascal Grünwald beziehungsweise gegen die harte Kritik an ihm.

"Von sogenannten Superfans keine Aufmunterung"

„Es ist nichts Neues und immer wiederkehrend. Dennoch ist es interessant und erschreckend, wie von allen Seiten auf einen Spieler hingetreten wird, wenn er einen Fehler macht“, sagt der Niederösterreicher.

Der Trainer weiter: „Augenblicklich wird vergessen, was er vorher geleistet hat. Sein Fehler wird unglaublich aufgebauscht. Was mich erschreckt, ist, dass auch von den sogenannten Superfans keine Aufmunterung kommt.“

„Ein Spiegelbild der Gesellschaft“, schließt der 58-Jährige das Thema „Umgang mit Spielern“ ab.

Lindner im ÖFB-Team? "Wäre Sensation"

Der geringste Vorwurf sei innerhalb der Mannschaft passiert, lässt er wissen. Wie die bisherige Nummer eins mit der Situation umgehe? „Er akzeptiert seinen Fehler und ist mental stark genug, das zu schaffen. Er kommt damit ganz gut zurecht“, erzählt Daxbacher.

Dass seine Entscheidung letztlich auch Einfluss darauf haben könnte, ob Grünwald oder Heinz Lindner im Nationalteam den Vorzug bekommt, will der Coach nicht weiter kommentieren.

Nur so viel: „Wenn der Heinz spielen würde, wäre es eine Sensation, würde er nach nur einem Spiel sein Länderspiel-Debüt geben.“

Parits und Daxbacher nicht einig

Doch die Violetten müssen sich auch mit anderen Dingen beschäftigen. Etwa mit der Vorentscheidung in der Gruppenphase.

„Charkiw ist für mich durch, am Donnerstag entscheidet sich, wer als zweites Team aufsteigt“, lässt AG-Vorstand Thomas Parits wissen. Daxbacher sieht das ein wenig anders, ist sich nicht sicher, dass die Ukrainer praktisch schon weiter sind.

Zu viel will er darüber aber erst gar nicht spekulieren: „Wir dürfen nicht zu sehr auf die Tabelle schielen.“

"Es wird um nichts leichter als auswärts"

Nach dem 2:2 im ersten Duell schätzt er die Chancen folgendermaßen ein: „Wenn wir einen optimalen Tag und einen guten Spielverlauf erwischen, haben wir die Chance, zu gewinnen. Es wird aber um nichts leichter als auswärts.“

Alkmaar sei gut, aber sicher keine Übermannschaft, lässt Daxbacher ausrichten und erwartet einen selbstbewussten Gegner, der attackieren wird.

Welcher Tormann sich auf die offensiven Niederländer einstellen muss, darf mit Spannung erwartet werden.


Harald Prantl

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