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Europa-League-Match in Israel abgesagt

Der Anschlag auf einen Bus in Tel Aviv hat am Mittwoch bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) offensichtlich für ein Umdenken gesorgt.

Die UEFA sagte das Europa-League-Match zwischen Hapoel Kiryat Shmona und dem spanischen Erstligisten Athletic Bilbao in der israelischen Stadt Haifa rund 29 Stunden vor der geplanten Austragung wegen der "angespannten Sicherheitslage in der Region" ab.

Abflug mehrmals verschoben

Über eine Neuansetzung solle bis zum kommenden Wochenende entschieden werden, teilte die UEFA weiter mit.

Athletic hatte bei der für Donnerstag vorgesehenen Partie um die Sicherheit seines Teams gefürchtet. Die Basken verschoben am Mittwoch zweimal ihren Abflug nach Israel in der Hoffnung, dass die UEFA das Spiel absagen würde.

Die Entscheidung kam dann noch gerade rechtzeitig vor dem Start des von Athletic gecharterten Flugzeugs.

Sinneswandel der Verantwortlichen

Israel hatte zuvor die Sicherheitsbedenken der Basken zurückgewiesen.

Die israelische Botschaft in Madrid betonte nach Angaben der spanischen Nachrichtenagentur EFE, dass die Sicherheit der Athletic-Kicker und der Fans bei der Partie in Haifa in vollem Umfang gewährleistet sei. Auch die UEFA hatte zunächst keine Gefährdung gesehen.

"Dort herrscht Krieg"

Der Anschlag auf einen Bus in Tel Aviv dürfte nach spanischen Medienberichten den Ausschlag dafür gegeben haben, dass das Spiel dann doch abgesagt wurde.

Das Athletic-Team hatte in Tel Aviv landen und von dort mit dem Bus nach Haifa fahren wollen.

Mittelfeldspieler Oscar de Marcos sagte bereits vor der Spielabsage: "Dort herrscht Krieg, und das belastet uns schon ein wenig."

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