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Niederländer wollen Auftaktpleite vergessen machen

Nach den Pleiten zum Auftakt der EM-Qualifikation sind die Niederlande, Bosnien-Herzgewonia und Türkei am Freitag ganz auf Sieg eingestellt.

Für "Oranje"-Neo-Coach Guus Hiddink sind im Heimspiel gegen Kasachstan jedenfalls nur drei Punkte denkbar.

"Große Klubs sollten nicht zwei Spiele hintereinander verlieren. Das gilt ebenso für 'Oranje'", erklärte er unmissverständlich.

"Es gibt keinen Grund zur Panik"

Das Team um Starkicker Arjen Robben hatte in Gruppe A überraschend den Qualistart in Tschechien mit 1:2 vergeigt.

Robben, der die Partie nur vor dem Fernseher erlebt hatte, hat vor seinem Comeback keine Unruhe im Team ausgemacht.

"Freitag vor eigenem Publikum werden wir Schärfe und Aggressivität an den Tag legen. Und wenn wir am Montag in Island gewinnen, dann sind wir auf dem richtigen Weg, und wir sind wieder in der Nähe, wo wir sein müssen. Es gibt keinen Grund zur Panik", befand er, stellte jedoch auch klar:

"Aber jeder muss erkennen, dass wir nicht Wettkämpfe gewinnen, nur weil wir Dritte bei der WM geworden sind."

Erneut Defensive statt Offensiv-Feuerwerk?

Nach sportlich erfolgreichen Auftritten bei der Weltmeisterschaft in Brasilien sehnen sich die Fans nach erfrischendem Offensivfußball.

Den hatte Hiddink zwar angekündigt, setzte aber in Prag zur allgemeinen Verwunderung zunächst auf das defensive 5-3-2-System seines Vorgängers Louis van Gaal.

"Ich mische mich nicht in die Taktik ein. Ich bin Spieler, der Trainer und sein Team bestimmen die Taktik", erklärte Superstar Robin van Persie zu den anhaltenden Diskussionen.

Türkei mit dem Rücken zur Wand

Diskussionen löste auch die 0:3-Auftaktschlappe der Türkei in Island aus, vor dem Heimspiel gegen Tschechien steht man bereits unter großem Druck.

Bitter für Coach Fatih Terim, dass er sechs Spieler verletzt vorgeben muss.

Island, das die WM erst im Play-off verpasste, darf sich jedenfalls Hoffnungen machen, nach dem Gastspiel in Lettland weiter Tabellenführer zu sein.

Italien im Aufwind, Pirlo im Kader

Scheinbar rund läuft hingegen alles bei Italien, das bei der WM blamabel in der Gruppenphase ausgeschieden war.

In Gruppe H steht die Mannschaft von Antonio Conte nach dem 2:0-Auftaktsieg in Norwegen gegen Aserbaidschan vor einer vermeintlich leichten Aufgabe.

Nach seinem Rücktritt vom Rücktritt ist auch Mittelfeldstratege Andrea Pirlo wieder dabei, der von Conte überraschend nachnominiert wurde.

Mario Balotelli ist dagegen erneut nicht im Kader. Mehr Spannung verspricht das Duell zwischen Bulgarien und Kroatien, die beide ihre Auftaktpartien gewinnen konnten. Norwegen tritt mit dem 15-jährigen Martin Ödegaard auf Malta an.

Erster Auftritt für Belgien

In Gruppe B hat WM-Viertelfinalist Belgien gegen "Zwerg" Andorra in Brüssel seinen ersten Pflichtspielauftritt.

Das eigentliche Aufaktmatch in Israel war aufgrund der unsicheren Lage im Gastgeberland auf März 2015 verschoben worden, nun sind bei Eden Hazard und Co. drei Punkte fix eingeplant.

Die schwierigste Aufgabe kommt Wales um Real-Superstar Gareth Bale zu, das Bosnien-Herzegowina empfängt.

Denn die Balkan-Kicker mit Sturm-Graz-Akteur Anel Hadzic stehen nach der überraschenden 1:2-Heimniederlage gegen Zypern zum Auftakt gleichsam unter dem Zwang zur Wiedergutmachung.

Israel mit Austria-Goalgetter Omer Damari startet auf Zypern in die Quali.

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