Deutschland kommt mit blauen Auge davon

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Fußball-Weltmeister Deutschland hat sich am Mittwochabend in Kaiserslautern mit einem 2:2 (1:1) gegen Asienmeister Australien begnügen müssen.

In weiteren Freundschaftsspielen gewann Dänemark gegen die USA (Co-Trainer Andreas Herzog) dank drei Toren von Nicklas Bendtner 3:2 (1:1), und Georgien, am Sonntag auswärts nächster EM-Quali-Gegner der Deutschen, feierte einen 2:0-(0:0)-Heimsieg über Malta. Schottland gewinnt das britische Duell gegen Nordirland mit 1:0.

Perfekter Start

Deutschland ging vor 47.106 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion in der 17. Minute nach Khedira-Vorarbeit durch Dortmund-Star Marco Reus in Führung. Danach ließ das Team von Joachim Löw Chancen auf eine höhere Führung aus und musste in der 40. Minute den Ausgleich hinnehmen.

Nach einer Burns-Flanke setzte sich James Troisi im Kopfball-Duell mit Startelf-Debütant Jonas Hector durch und bezwang Neuer-Ersatzmann Ron-Robert Zieler im DFB-Tor.

Nach der Pause kam es noch schlimmer für die Gastgeber, als Mile Jedinak einen Freistoß über die Mauer zur australischen Führung ins Tor zirkelte (50.). Nach dem Rückstand verstärkten die Deutschen zwar den Druck, wurden aber nur selten gefährlich.

Podolski empfiehlt sich

Die stark ersatzgeschwächten Australier hatten dagegen im Konter eine hochkarätige Möglichkeit auf das 3:1, als Mathew Leckie nach einer Oar-Flanke mit seinem Kopfball an der Außenstange scheiterte (71.).

Der erst acht Minuten zuvor eingewechselte Lukas Podolski, der viel Schwung ins Spiel brachte, bewahrte die Deutschen schließlich mit seinem Ausgleichstreffer nach Schürrle-Vorlage vor einer Blamage.

"Wir hätten in der ersten Hälfte nach dem 1:0 nachlegen müssen, in der zweiten Hälfte haben wir dann nachgelassen", lautete der treffende Kommentar von Khedira nach dem Match.

Trauer vor dem Spiel

Vor dem Anpfiff hatte es eine Gedenkminute für die Opfer des Flugzeug-Absturzes in Frankreich gegeben. Die deutschen und australischen Spieler trugen zudem Trauerflor. Weltmeister Benedikt Höwedes hielt bei der deutschen Hymne ein schwarzes Schild mit der Aufschrift "Haltern trauert" vor sich. Der Schalker kommt aus der Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen, die viele Opfer zu beklagen hatte.

Der Absturz einer Germanwings-Maschine mit vielen deutschen Staatsbürgern am Dienstag hatte auch das DFB-Team "tief betroffen" gemacht, wie Teammanager Oliver Bierhoff berichtet hatte. Noch vor den Nationalhymnen wurde zudem des verstorbenen deutschen Internationalen Wolfram Wuttke gedacht, der in Kaiserslautern ein Idol war

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