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Capello trauert Sieg in Schweden nach

Russlands Teamchef Fabio Capello hat nach dem 1:1 seines Teams am Donnerstag in Schweden zwei verlorenen Punkten nachgetrauert.

Die Russen sind in der Österreich-Gruppe G zwar weiterhin Tabellenführer, hatten in Stockholm aber mehrmals den zweiten Sieg im zweiten Spiel auf dem Fuß.

Am Sonntag geht es zu Hause gegen Moldawien weiter, Schweden empfängt Liechtenstein.

"Nicht glücklich mit dem Ergebnis"

"Ich bin glücklich mit der Leistung, aber nicht glücklich mit dem Ergebnis", betonte Capello. "Wir hatten genug Chancen, um dieses Tor zu erzielen. Es gab viele Momente, die für Schweden wirklich, wirklich gefährlich waren." Eine Heimniederlage im Spitzenspiel hätte die Schweden nach dem 1:1 zum Auftakt in Österreich bereits in Bedrängnis gebracht.

Wie im Wiener Prater kämpften sich die Skandinavier aber nach einem Rückstand zurück. "Ich bin wieder sehr glücklich über unsere Einstellung. Wir sind gut gestartet, aber das 0:1 hat sich wie ein Schlag in die Magengegend angefühlt", meinte Teamchef Erik Hamren. "Wir haben einen Elfmeter vergeben, trotzdem sind wir zurückgekommen. In den letzten 20 Minuten waren wir auf den Knien, aber wir haben die Sache geregelt und einen wichtigen Punkt geholt."

Nach Ibrahimovic auch Toivonen verletzt

Die Chance vom Punkt ließ Sebastian Larsson aus, weil Superstar Zlatan Ibrahimovic wegen seiner anhaltenden Fersenprobleme ebenso wie Mittelfeldspieler Albin Ekdal (Zehenprobleme) zuschauen musste. Der Heilungsverlauf sei zwar gut, der Einsatz von Ibrahimovic aber auch gegen Liechtenstein fraglich. "Wir hoffen auf gute Nachrichten", erklärte Hamren.

Zumal sich die Personalsituation im Angriff vor dem Heimduell mit dem Außenseiter weiter zugespitzt hat. Ola Toivonen, Klubkollege des Ex-Austrianers Philipp Hosiner bei Stade Rennes und statt Ibrahimovic an vorderster Front aktiv, schied kurz nach seinem Ausgleichstreffer mit einer Oberschenkelverletzung aus und dürfte einige Wochen nicht zur Verfügung stehen.

Pauritsch: "Schweden ist gewarnt"

Dass Liechtenstein kein Selbstläufer ist, bekam Österreichs Sonntag-Gegner Montenegro zu spüren, der in Vaduz trotz klarem Chancenplus nicht über ein torloses Remis hinauskam. "Schweden ist gewarnt. Wir haben den ersten Punkt gemacht, dadurch wird unsere Aufgabe wahrscheinlich noch ein bisschen schwieriger", meinte Liechtensteins österreichsicher Nationaltrainer Rene Pauritsch.

Seinen Landsleuten könnte der Steirer durch den Punktegewinn einen großen Dienst erwiesen haben. "In den ersten 20 Minuten haben wir das Glück schon ein bisschen in Anspruch nehmen müssen. In der Schlussphase hätten wir mit der einen oder anderen Situation aber sogar ein Siegestor erzielen können. Das macht mich wahnsinnig stolz", sagte Pauritsch. Montenegro sei nach den vielen vergebenen Chancen unsicher geworden.

Montenegro kann es nicht fassen

Teamchef Branko Brnovic hatte einige Stammkräfte geschont. Mirko Vucinic etwa kam erst zur Pause, auch dem Ex-Stürmer von Juventus Turin gelang der erlösende Treffer nicht. "Wir haben circa 25 Torchancen gehabt, aber keine verwertet", sagte Brnovic enttäuscht. "Ich habe das nicht für möglich gehalten. Aber ich glaube, dass auch andere Teams hier noch Punkte lassen werden."

Die verlorenen Zähler will sich Montenegro in Österreich zurückholen. "Was passiert ist, ist passiert. Wir schauen nach vorne. Unser Ziel war es, aus diesen zwei Spielen vier Punkte zu holen. Mit einem Sieg in Wien ist das noch immer möglich", betonte Brnovic. "Es wird nicht einfach, aber ich glaube daran, dass wir erfolgreich sein können."

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