Titelverteidiger Spanien atmet nach fixer EM-Quali auf

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Nach vollendeter Qualifikation für die EM-Titelverteidigung hat Spaniens Teamchef Vicente del Bosque erst einmal durchgeatmet.

Exakt ein Jahr nach dem 1:2 in der Slowakei fixierte der regierende Europameister mit einem 4:0 gegen Luxemburg am Freitagabend das Ticket für Frankreich 2016.

"Es war eine sehr gute Qualifikation, aber wir haben bis zu einem gewissen Grad gelitten", sagte Del Bosque.

Nach Auftaktpleite doch noch souveräne Quali

Den Nimbus der Unbesiegbarkeit hat Spanien seit der für die Iberer vorzeitig beendeten WM in Brasilien verloren.

Im europäischen Ausscheidungsrennen präsentierte sich die "Seleccion" dann bis auf den Ausrutscher in Zilina wieder souverän.

Acht Siege in den bisherigen neun Spielen bei 22:3-Toren stehen zu Buche, am Montag wartet noch das Auswärtsspiel in der Ukraine.

In Logrono quälten sich die Spanier gegen kompakt stehende Luxemburger fast bis zum Pausenpfiff, ehe Santi Cazorla (42.) die fällige Führung besorgte.

Ein Doppelpack des für den verletzten Alvaro Morata eingewechselten Paco Alcacer (67., 80.) und erneut Cazorla (85.) sorgten für den Endstand.

Integration junger Spieler als Hauptziel

Juventus-Stürmer Morata wird die Reise nach Kiew aufgrund einer Muskelblessur nun ebenfalls nicht mitmachen wie Manchester Citys David Silva, der mit einer Bänderverletzung im Knöchel bereits nach zehn Minuten vom Spielfeld musste. Das Duo soll laut ersten Berichten zwei bis drei Wochen pausieren müssen.

Del Bosque wird in der Ukraine weiter versuchen, jüngere Profis in die Erfolgself vergangener Tage zu integrieren.

Die 22-Jährigen Morata und Alcacer (Valencia) gehören ebenfalls dazu wie Thiago Alcantara (24/FC Bayern) oder Isco (23/Real Madrid).

"Bezüglich unserer Art zu spielen und die Mannschaft zu verjüngen haben wir Fortschritte gemacht", meinte der 64-jährige Del Bosque.

Die Ukraine hofft am Montag jedenfalls auf unmotivierte Spanier. Im Fernduell mit der bei je 19 Zählern punktegleichen Slowakei geht es für die Osteuropäer um Platz zwei und den damit verbundenen EM-Startplatz.

Fernduell Ukraine gegen Slowakei

Die Slowaken verpassten das Frankreich-Ticket durch eine 0:1-Heimniederlage gegen Weißrussland, liegen aufgrund der direkten Duelle aber noch vor der Ukraine und haben außerdem mit dem Auswärtsspiel in Luxemburg die vermeintlich leichtere Aufgabe.

Die Ukraine könnte aber selbst bei einer Niederlage als bester Dritter der neun Quali-Gruppen bei der EM sein.

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