Italien kann EURO klarmachen

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Squadra Azzurra vor letztem Schritt zur EURO

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Für Italien liegt das EM-Ticket zum Abholen bereit. Mit einem Sieg am Samstag in Baku gegen Aserbaidschan kann die noch ungeschlagene "Squadra Azzurra" schon vor der letzten Runde in der Qualifikations-Gruppe H nicht mehr aus den Top Zwei verdrängt werden.

Da Verfolger Norwegen Schlusslicht Malta zu Gast hat, dürfte der Gruppensieger erst im direkten Duell am Dienstag in Rom gekürt werden.

Der Dritte Kroatien (14 Punkte) muss im Kampf um eines der beiden Fixtickets auf Ausrutscher der Italiener (18) und Norweger (16) hoffen. Im Spiel eins nach der Entlassung von Teamchef Niko Kovac haben die Kroaten den Vierten Bulgarien in Zagreb zu Gast. Am Dienstag folgt mit dem Gastspiel auf Malta die deutlich leichtere Aufgabe.

"Haben genügend Spieler mit Qualität"

Die Italiener müssen ohne Lorenzo Insigne auskommen. Der Napoli-Stürmer spielte sich diese Saison mit fünf Toren in sieben Spielen in der Serie A in den Vordergrund, muss wegen einer Knieverletzung aber passen.

"Es ist schade, dass er nicht spielen kann, weil er in Topform war, aber es ist wichtig, dass man nicht von einem Spieler abhängig ist. Wir haben genügend Spieler mit viel Qualität", sagte AS-Monaco-Stürmer Stephan El Shaawary.

Das Toreschießen ist den Italienern bisher nicht leicht gefallen, in den jüngsten fünf Partien gelangen nur vier Treffer. El Shaawary selbst, der im Angriff beginnen dürfte, konnte bei Monaco diese Saison auch noch nicht richtig glänzen, in 13 Pflichtspielen brachte es der 22-Jährige nur auf zwei Tore, in der Liga hat er noch nicht getroffen.

Mit einem Sieg gegen den Tabellenfünften würden sich die 38 Pflicht-Heimspiele ungeschlagenen Italiener ein brisantes Endspiel gegen Norwegen ersparen. Leicht wird es aber nicht, in Italien gelang im ersten direkten Duell mit Aserbaidschan nur ein mühevolles 2:1.

Norwegen will Durststrecke beenden

Die Norweger wollen zum ersten Mal seit der EURO 2000 in Belgien und den Niederlanden wieder bei einem Großevent dabei sein. "Nach 16 Jahren wird es wieder einmal Zeit, wir haben es in der eigenen Hand. Wenn wir zweimal gewinnen, sind wir fix bei der EM", gab Mittelfeldspieler Jo-Inge Berget die Marschroute vor. Sollte es damit nicht klappen, müssen sie es wohl über das Play-off versuchen.

Das Play-off vermeiden ist auch das Ziel der Kroaten. In den entscheidenden zwei Spielen müssen sie aber ohne den verletzten Stürmer Mario Mandzukic auskommen. Sein Debüt könnte Salzburgs Innenverteidiger Duje Caleta-Car geben, der 19-Jährige wurde vom U21-Team nach oben befördert und steht erstmals im von Neo-Teamchef Ante Cacic betreuten A-Team.

In der Gruppe B scheint alles entschieden, da sowohl Tabellenführer Wales (18/am Dienstag) als auch Verfolger Belgien (17/Samstag) noch gegen das bisher chancenlose Schlusslicht Andorra antreten dürfen.

Die Waliser wollen sich aber bereits am Samstag im Auswärtsspiel gegen Bosnien-Herzegowina zum ersten Mal seit der WM 1958 für ein Großereignis qualifizieren. Dafür reicht in Zenica schon ein Punktgewinn. Israel (13), Bosnien (11) und auch Zypern (9) matchen sich um Rang drei.

Van Persie: "EM noch nicht abgeschrieben"

In der Gruppe A sind Island und Tschechien (je 19) bereits für die Endrunde qualifiziert. Die beiden Teams entscheiden nun den Fernkampf zwischen der Türkei (12) und der enttäuschende Niederlande (10) um den Play-off-Platz mit.

Am Samstag gastieren die Türken in Prag, während die Niederländer bei Schlusslicht Kasachstan antreten. Am Dienstag haben die "Oranjes" dann die Tschechen in Amsterdam zu Gast, zeitgleich tritt Island in Konya gegen die Türken an.

Robin van Persie, der in der Türkei bei Fenerbahce Istanbul sein Geld verdient, hat die EURO jedenfalls noch nicht abgeschrieben. "Fragen sie mich nicht warum, aber ich bin mir sicher, dass die Türkei noch Punkte abgeben wird. Es liegt also an uns, zweimal zu gewinnen, dafür müssen wir alles geben", sagte der Niederlande-Stürmer.

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