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Moldawien ärgert großen Bruder, Schweden siegt

Russlands Fußball-Nationalteam ist in der EM-Qualifikation zum zweiten Mal hintereinander ohne Sieg geblieben.

Die Truppe von Teamchef Fabio Capello musste sich nach dem 1:1 in Schweden am Donnerstag nun am Sonntag im Heimspiel gegen Moldawien mit demselben Ergebnis begnügen.

Die Russen verloren damit auch die Gruppe-G-Führung an die ÖFB-Auswahl, die Montenegro in Wien hochverdient 1:0 besiegte.

Wenig los vor der Pause

Die Russen taten sich in Moskau gegen die Moldawier, die am Donnerstag Österreich 1:2 unterlegen waren, von Beginn an ziemlich schwer, konnten sich vor der Pause nur eine Topchance erarbeiten.

Denis Scherijschew wurde beim Abschluss bedrängt und schoss knapp neben das Tor (15.). Die Gäste verteidigten geschickt, versuchten allerdings auch das eine oder andere Mal selbst Akzente zu setzen, wie in Minute 41, wo Alexandru Gatcan aus guter Position das Tor verfehlte.

Nach dem Seitenwechsel nahm der Druck der Hausherren zu, sie wurden auch deutlich gefährlicher. Ein Dsagojew-Fallrückzieher misslang, den Nachschuss aus bester Position setzte Denis Gluschakow über das Tor (54.).

Sieben Minuten später ging ein Dsagojew-Volley vom 16er daneben. Bei einem Dsijuba-Kopfball, bei dem nur Zentimeter fehlten, hatten die Russland-Fans schon den Torschrei auf den Lippen (64.).

Per Elfmeter zur Führung

Jubeln durften sie allerdings kurze Zeit später. Artem Dsijuba wurde im Strafraum gefoult und verwertete den verhängten Elfmeter selbst souverän zur Führung (73.).

Völlig überraschend kam der Außenseiter aber noch zurück, gab quasi postwendend die richtige Antwort. Nach Dedov-Flanke köpfelte Alexandru Epureanu genau ins Eck ein (74.). Damit gab es im ersten direkten Pflichtspiel-Duell der beiden Mannschaften keinen Sieger.

"Zwei Punkte verloren"

Die Erfolgsserie der Russen in Heimspielen unter Teamchef Fabio Capello ist gegen die Moldawier gerissen. Zuvor hatte man alle sechs Heimpartien in der Ära des Italieners für sich entschieden. "Leider haben wir zwei Punkte verloren", resümierte Capello nach der Partie enttäuscht.

"Wir wussten, dass Moldawien kein leichter Gegner ist, diese Mannschaft verteidigt sehr gut. Sie haben mit zehn Mann verteidigt und schnell gekontert", meinte der Teamchef des WM-Gastgebers 2016. Capellos Experiment, gegen den Außenseiter einige Stammspieler zu schonen, ging gegen die mit fünf Russland-Legionären angetretenen Moldawier nach hinten los.

"Wir waren sehr gut organisiert. Hingabe und Fleiß haben uns das Unentschieden ermöglicht. In Zukunft wird sich auch die spielerische Qualität verbessern", sagte der Moldawien-Teamchef Alexandru Kurteyan, der sich mit seiner Truppe auch beim 1:2 am Donnerstag gegen Österreich teuer verkauft hatte.

Erster Sieg der Schweden

Schweden hat indes im dritten Spiel den ersten Sieg gefeiert. Die ungeschlagene Truppe von Teamchef Erik Hamren gab sich am Sonntag erwartungsgemäß gegen Liechtenstein keine Blöße, siegte auch ohne Zlatan Ibrahimovic verdient mit 2:0 (1:0).

Die Schweden waren im Gegensatz zum 1:1 gegen Russland am Donnerstag in der Friends Arena in Solna von Beginn an klar tonangebend. Die Liechtensteiner waren in der eigenen Hälfte eingeschnürt, konnten sich kaum befreien, verteidigten allerdings auch geschickt.

Die Führung der Hausherren kam deshalb nur etwas glücklich zustande. Ein Abschluss von Erkan Zengin wurde von Ivan Quintans unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht (34.).

Durmaz macht den Sack zu

Quasi mit Wiederbeginn machte die Hamren-Truppe den Sack endgültig zu. Goalie Cengiz Bicer brachte den Ball bei einem Abschlag nicht weg und Jimmy Durmaz konnte das runde Leder zum 2:0 ins leere Tor befördern (46.).

Die Schweden haben damit im direkten Duell mit Liechtenstein weiterhin eine weiße Weste, in der Qualifikation für die EURO 2008 in Österreich und der Schweiz hatten sie zu Hause 3:1 und auswärts 3:0 gewonnen.

Die Schweden (5), die am 15. November in Montenegro (4) zu Gast sind, sind damit punktgleich mit Russland, zwei Zähler fehlen nach drei Spielen auf Tabellenführer Österreich (7).

England feiert Pflichtsieg

In der Gruppe E feierte England den erwarteten Pflichtsieg in Estland.

Beim knappen 1:0 in Tallinn gegen ab der 48. Minute in Unterzahl agierende Hausherren avancierte Wayne Rooney mit seinem Goldtor in Minute 74 zum Matchwinner.

Die Engländer haben damit nach drei Spielen das Punktemaximum auf dem Konto.

In der Gruppe C holte die Ukraine mit einem 1:0 gegen Mazedonien ihren zweiten Sieg im dritten Spiel.

De Gea im Spanien-Tor

Die Spanier, mit David de Gea anstelle des zuletzt unsicher gewesenen Iker Casillas im Tor, kehrten nach dem 1:2 in der Slowakei am Donnerstag wieder auf die Siegerstraße zurück.

David Silva mit einem herrlichen Abschluss mit links ins Eck (27.) beendete schon in der ersten halben Stunde die Befürchtungen einer neuerlichen Schlappe des Titelverteidigers. Paco Alcacer erhöhte nach Silva-Vorarbeit noch vor der Pause auf 2:0 (42.).

Nach dem Seitenwechsel konnte endlich auch Diego Costa seine eigene Torsperre im Nationalteam beenden, im siebenten Anlauf gelang ihm sein Premierentreffer (69.). Juan Bernat sorgte für den Schlusspunkt (88.).

Slowaken makellos

In der Tabelle änderte sich aber nichts. Die Spanier haben genauso wie die mit 1:0 gegen Mazedonien siegreich gebliebenen Ukrainer sechs Punkte auf dem Konto. Spitzenreiter ist nach wie vor die überraschend starke und makellose Slowakei nach einem 3:1-Erfolg in Weißrussland.

Matchwinner war Marek Hamsik mit einem Doppelpack (65., 84.), den dritten Treffer steuerte Stanislav Sestak (91.) bei. Rapids Goalie Jan Novota saß bei den Siegern einmal mehr auf der Bank.

Kampl mit Assist

Über ein Erfolgserlebnis durfte sich auch Kevin Kampl freuen. Der Salzburg-Mittelfeldspieler feierte mit Slowenien einen 2:0-Auswärtssieg in Litauen.

Milivoje Novakovic erzielte beide Treffer (33., 37.), wobei Kampl beim zweiten Tor die Vorarbeit leistete. Die Slowenen liegen damit in der Gruppe E punktgleich vor Litauen (je 6) und hinter England (9) auf Rang zwei.

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