Alcacer stiehlt Costa die Show

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Als Englands Retter wollte sich der Kapitän am Sonntag nicht feiern lassen. Beinahe wäre Wayne Rooney bei seinem Goldtor zum 1:0 in Estland nicht einmal mehr auf dem Spielfeld gestanden.

Dank seines Freistoßtreffers in der 74. Minute ist das englische Nationalteam in der EM-Qualifikation aber weiter ohne Punkteverlust.

Den Rekord im Visier

"Ich habe über die Jahre gezeigt, dass ich Tore schießen kann", versicherte Rooney. Bei 43 an der Zahl hält er im Nationalteam. Der englische Rekord von Legende Bobby Charlton steht bei 49 Treffern, Rooney ist mittlerweile die Nummer drei der Bestenliste. "Es ist kein großes Ziel, das ich mir gesteckt habe. Aber ich denke, ich kann das schaffen", sagte der 28-Jährige von Manchester United.

Rooney hatte in Tallinn bereits einige Chancen ausgelassen. Dass er ihn unmittelbar vor seinem Tor bereits auswechseln wollte, dementierte Teamchef Roy Hodgson. "Er hätte mehr Tore schießen können, aber es war ein unglaublich wichtiger Treffer. Wir waren schon leicht frustriert", erklärte der Cheftrainer. "Wir hatten genug Chancen, wir hätten höher gewinnen müssen."

Immerhin liegen die Engländer ohne Gegentreffer an der Spitze der Gruppe E. Das kann Europameister Spanien nicht von sich behaupten. Die Spanier erfüllten zwar mit einem 4:0 in Luxemburg ihre Pflichtaufgabe, liegen in Gruppe C aber weiter zwei Zähler hinter der nach einem 3:1 in Weißrussland immer noch makellosen Slowakei.

Wachablösung im spanischen Kasten

Im spanischen Tor löste Rooneys Klubkollege David De Gea den zuletzt mehrmals indisponierten Routinier Iker Casillas ab. In der Offensive stiehlt Youngster Paco Alcacer langsam dem hochgelobten Chelsea-Star Diego Costa die Show. Der 21-Jährige von Valencia erzielte in Luxemburg auch bei seinem dritten Quali-Einsatz einen Treffer.

Costa dagegen ließ erneut Chancen in Hülle und Fülle aus, ehe ihm doch noch sein erster Länderspieltreffer gelang. "Wenn ein Spieler mit so viel Enthusiasmus auftritt wie er, dann wird er irgendwann belohnt", lobte Teamchef Vicente del Bosque den gebürtigen Brasilianer, der sich im Vorjahr für Spanien entschieden hat.

Für Chelsea trifft Costa wie am Fließband, das Nationalteam dagegen kann sich auf seinen Shooting-Star verlassen. "Man darf nicht vergessen, dass man als Stürmer auch von seinen Mitspielern und ihren Pässen abhängig ist", betonte Alcacer. Auch er habe nach seinem Treffer alles daran gesetzt, Nebenmann Costa zu unterstützen. "Jeder weiß, was für ein großartiger Spieler er ist."

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