"Es gibt schlechtere Tage"

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"Es gibt schlechtere Tage"

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Weltmeister Deutschland hat am Freitagabend Polen an der Spitze der EM-Qualifikationsgruppe D abgelöst.

Das Team von Joachim Löw siegte in Frankfurt gegen Robert Lewandowski und Co. mit 3:1.

"Gut gelöst"

"Drei Punkte zu machen, war das Allerwichtigste. Insgesamt kann ich sehr zufrieden sein", erklärte der DFB-Trainer nach dem wohl wichtigsten Sieg seit dem WM-Finale. "Die Mannschaft hat es gut gelöst."

Thomas Müller mit seinem Quali-Tor Nummer sechs (12. Minute) und Mario Götze (19.) mit einer Einzelaktion brachten die Deutschen früh in Führung.

Polens Stürmerstar Lewandowski machte mit seinem Anschlusstor (36.) das muntere Spiel vor 48.500 Fans im ausverkauften Frankfurter Stadion lange spannend, ehe Götze (82.) mit dem zweiten Doppelpack seiner Länderspielkarriere für den krönenden Abschluss sorgte.

"Es gibt schlechtere Tage"

"Es gibt schlechtere Tage", resümierte der Matchwinner hochzufrieden.

Löw sprach im Anschluss von einem "wahnsinnig intensivem Spiel", das sein Team verdient gewonnen habe. "Die Mannschaft hat das, was wir wollten, wirklich gut umgesetzt. Für die Polen war es einfach schwer, Zugriff auf uns zu bekommen", sagte der 55-Jährige, der aber die nachlassende Konzentration vor dem gegnerischen Tor kritisierte.

"Wir haben auch einige Chancen liegengelassen. Nach der ersten Halbzeit hätte es 3:0 stehen können - plötzlich stand es 1:2."

Lob für Hector

Das Debüt von Liverpool-Legionär Emre Can, der in seiner Heimatstadt als Rechtsverteidiger auflief, sah Löw insgesamt positiv. "Im Verlauf des Spiels hat er sich gut eingefunden", betonte der DFB-Coach. Schon ein Stück weiter in der internen Hierarchie ist Jonas Hector vom 1. FC Köln.

Immer deutlicher zeichnet sich der Schützling von Peter Stöger als dauerhafte Lösung auf der linken Seite ab. Er mache "immer einen sehr guten Eindruck", urteilte Löw.

Müller ortet Verbesserungspotenzial

"Wir müssen noch ein bisschen stabiler spielen, dass wir nicht so viele Fehlpässe spielen", ortete Torschütze Müller Verbesserungspotenzial. "Aber alles in allem sind wir natürlich zufrieden, gegen den stärksten Gegner der Gruppe gewonnen zu haben."

Sein Bayern-Angriffspartner Lewandowski hingegen trauerte den eigenen vergebenen Chancen nach: "Mit etwas Glück hätten wir ein Unentschieden erreichen können."

Sein Trainer wiederum zog relativ zufrieden Bilanz. "Wir haben alles riskiert und fast den Ausgleich gemacht. Es kann keine Rede von einer Niederlage sein", meinte Adam Nawalka.

Ticket schon in Glasgow

Während auf die Polen nun die Pflichtaufgabe gegen Gibraltar wartet, kann Deutschland ziemlich entspannt nach Schottland reisen, wo am Montagabend in Glasgow möglicherweise schon das Direkt-Ticket für die EM-Endrunde 2016 in Frankreich gebucht werden kann.

Drei Spieltage vor dem Ende der Qualifikation liegt der Weltmeister mit 16 Punkten an der Spitze der Gruppe D vor Polen (14), Irland (12) und den Schotten (11).

Nächster Rückschlag für die Griechen

Die einst so stolze Fußball-Nation hat am Freitagabend den nächsten Dämpfer hinnehmen müssen. Nach der 0:1-Niederlage in Georgien müssen sich die Schotten zunächst auf den Zweikampf mit Irland um den dritten Platz und damit um die Teilnahme an den Barrage-Spielen konzentrieren.

Im Match um Platz zwei braucht man schon einen Sieg gegen Polen im direkten Duell sowie eine Dosis Schützenhilfe.

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