Deutschland erstmals unter Löw bis zuletzt gefordert

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Nach dem Ausrutscher in Dublin muss Deutschlands Fußball-Nationalmannschaft unter Bundestrainer Joachim Löw erstmals bis zum letzten Gruppenspiel um die Qualifikation für ein großes Turnier kämpfen.

Am Sonntag fehlt zu Hause gegen Georgien (20.45 Uhr) noch ein Punkt, um bei der EM in Frankreich 2016 fix dabei zu sein. An einem Erfolg in Leipzig zweifelt im Lager des Weltmeisters niemand.

"Regenerieren und dann am Sonntag ein Feuerwerk. Die Fans haben sich das verdient. Und wir sind uns das schuldig", meinte Verteidiger Jerome Boateng vor dem unfreiwilligen Showdown.

Götze fehlt gegen Georgien

Gegen die Georgier hat Deutschland bisher auch immer gewonnen. Es darf auch ohne den verletzten Mario Götze ein Sturmlauf des Weltmeisters erwartet werden.

Letztmals hatte Deutschland vor der Qualifikation zur EM 2004 unter Teamchef Rudi Völler Druck bis zum Schluss. Damals wurde die Quali erst durch ein 3:0 gegen Island Realität.

Auf dem Weg zu den EM 2008 und 2012 (u.a. gegen Österreich) war das Ticket unter Löw ebenso vorzeitig gelöst worden wie vor den WM-Turnieren 2010 und 2014 (u.a. gegen Österreich).

Direktes Duell zwischen Polen und Irland

Löw mahnte gegen Georgien vor allem mehr Konzentration in der Chancenverwertung ein. Beim 0:1 in Irland ließ Deutschland gute Möglichkeiten ungenutzt.

"Ich denke, dass wir einfach lernen müssen, obwohl wir in der Regel viele Tore erzielen und uns viele Chancen herausspielen, dass wir die Chancen auch nutzen müssen", sagte der Bundestrainer.

Mehr Spannung als in Leipzig verspricht wohl das direkte Duell zwischen Polen und Irland um den zweiten EM-Fixplatz in der Gruppe D. Die Polen vertrauen in Warschau auf die Überform von Robert Lewandowski.

Lewandowski jagt Quali-Torrekord

Der Bayern-Angreifer hat in der Quali-Kampagne bereits zwölfmal getroffen. Auf den diesbezüglichen Rekord des Nordiren David Healy aus dem Jahr 2008 fehlt ihm noch ein Treffer.

Polen würde schon ein 0:0 oder 1:1 zum Weiterkommen reichen, jedes Unentschieden ab 2:2 würde zugunsten der Iren sprechen. Mit Rechenspielen wollte sich Shane Long, Irlands Siegestorschütze gegen Deutschland, jedoch nicht beschäftigen.

"Wir sind gut genug, um auch in Polen zu gewinnen", sagte der Stürmer von Southampton. Verzichten muss Irland auf den am Knie verletzten 39-jährigen Torhüter-Routinier Shay Given. Mit dabei sind die zuletzt gesperrten Mittelfeldspieler Glenn Whelan und James McClean.

Ungarn kämpft um das EM-Ticket

Um zwei Fixplätze für Frankreich geht es am Sonntag noch in zwei weiteren Gruppen.

Rumänien verteidigt in Pool F auf den Färöern einen Ein-Punkt-Vorsprung auf Ungarn, das bei Schlusslicht Griechenland im Einsatz ist.

Die Ungarn könnten sich selbst im Fall eines wahrscheinlichen rumänischen Sieges aber immer noch als bester Gruppendritter fix für die EM qualifizieren. Spitzenreiter Nordirland ist bereits durch.

Muss Dänemark ins Play-off?

In Gruppe I ist Dänemark bereits zum Zuschauen verurteilt. Die spielfreien Skandinavier liegen als Zweiter hinter den uneinholbar voran liegenden Portugiesen noch einen Punkt vor Albanien.

Die noch nie bei einem EM-Turnier teilnahmeberechtigten Albaner könnten somit mit einem Sieg beim noch sieglosen Schlusslicht Armenien an den Dänen vorbeiziehen.

Ein Remis in Eriwan würde Dänemark hingegen reichen, Albanien müsste sich mit dem Play-off abfinden.

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