Später Schock für den DFB, spätes Glück durch CR7

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Weltmeister Deutschland hat in der EM-Qualifikation das Siegen verlernt.

Nach der bitteren 0:2-Pleite zuletzt in Polen kam die DFB-Auswahl am Dienstag in Gelsenkirchen gegen Irland im Topspiel der Gruppe D nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus.

Die Deutschen mussten dabei erst in Minute 94 den Ausgleich hinnehmen. Die Iren hielten damit ihren Drei-Punkte-Vorsprung auf den Weltmeister.

DFB-Team nur Dritter

Deutschland ist punktegleich mit Schottland (je 4) nur Dritter und hätte damit vorerst kein Fixticket für die Endrunde. Die Schotten erkämpften sich in Polen dank Toren von Shaun Maloney (18.) und Steven Naismith (57.) ein 2:2-Remis. Für den nach Punkten mit Irland gleichaufliegenden Tabellenführer (je 7) waren Krzysztof Maczynski (11.) und Arkadiusz Milik (76.) erfolgreich.

DFB-Teamchef Joachim Löw war gegenüber der 0:2-Pleite in Polen zu Umstellungen gezwungen. Für die nicht fitten Christoph Kramer und Andre Schürrle rutschten Matthias Ginter und Julian Draxler in die stark ersatzgeschwächte Mannschaft. Die Deutschen hatten vor der Pause mehr als 60 Prozent Ballbesitz, wirkten allerdings im Spiel nach vorne größtenteils ideenlos und konnten die irische Abwehr nur selten echt in Bedrängnis bringen.

Die gefährlichste Aktion war ein Weitschuss von Erik Durm aus mehr als 30 Metern, der an die Latte knallte (5.). Der Rest waren nur Halbchancen, die DFB-Truppe war nicht zwingend genug.

Nicht weltmeisterlich

Zur Pause brachte Löw Lukas Podolski als frische Kraft. Weltmeisterlich präsentierte sich die neuformierte DFB-Truppe aber weiterhin nicht. Goalie Manuel Neuer musste bei einer McGeady-Hereingabe vor Robbie Keane retten (49.). Sonst waren aber die Hausherren gefährlicher,

Irland-Tormann David Forde rückte immer mehr in den Mittelpunkt. Chancen von Karim Bellarabi (53.), Toni Kroos (55.) und Thomas Müller (56.) konnte er noch vereiteln, in Minute 71 war der Bann aber gebrochen. Kroos konnte sich den Ball herrichten und traf aus rund 20 Metern via Innenstange zum 1:0.

Die Iren gaben aber nicht auf und drängten in der Schlussphase auf den Ausgleich. Durm konnte im Rutschen einen Hoolahan-Abschluss in höchster Not noch in den Corner ablenken (85.). Das 1:1 fiel aber trotzdem noch. O'Shea war in seinem 100. Länderspiel schneller als Mats Hummels und vollendete Volley kurz vor dem Schlusspfiff (94.).

"Ein schwieriges Spiel"

"Ich glaube in den letzten Minuten waren wir naiv. Es war ein schwieriges Spiel, Irland stand mit allen Leuten hinten drinnen, wir hätten das Spiel ruhig und konzentriert zu Ende bringen müssen", sagte Deutschlands enttäuschter Teamchef Joachim Löw.

Die Deutschen bauten ihre ungeschlagene Pflichtspiel-Heimserie auf 18 Partien auf. Gegen Irland sind sie in Bewerbspielen sechs Partien unbesiegt, dabei gab es je drei Siege und Remis. Freuen konnten sie sich darüber aber keinesfalls.

Ronaldo rettet Portugal

In der Gruppe I rettete Superstar Cristiano Ronaldo Portugal (zum Auftakt 0:1 gegen Albanien) vor einem kapitalen Fehlstart. In Kopenhagen erzielte der Real-Madrid-Superstar in Minute 95 per Kopf den Goldtreffer beim 1:0 gegen Dänemark.

Es war sein 51. Treffer im 116. Länderspiel. Die Dänen hatten bei einem Eriksen-Stangenschuss Pech (34.). Die Parallelpartie zwischen Serbien und Albanien musste kurz vor der Pause wegen einer Schlägerei auf dem Spielfeld abgebrochen werden.

Erster Sieg für die Schweiz

In der Gruppe F liegt Nordirland mit drei Siegen an der Spitze. Das Team von Michael O'Neill bezwang nach den Färöern und Ungarn auch Griechenland (2:0). Die Nordiren, die sich noch nie für eine EM qualifizieren konnten, kamen zu ihrem ersten Sieg überhaupt in Griechenland.

Nach dem frühen 1:0 doppelte Kyle Lafferty nach einem blitzschnell ausgetragenen Konter in der 51. Minute nach. Verfolger Rumänien gewann in Finnland 2:0, Ungarn siegte auf den Färöern knapp 1:0.

In der Gruppe E schaffte die Schweiz im dritten Anlauf den ersten Sieg. Haris Seferovic (10., 23.), Blerim Dzemaili (30.) und Xherdan Shaqiri (79.) machten den 4:0-Pflichterfolg in San Marino perfekt.

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