Platini hofft auf "Fußballfest"

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Platini hofft auf "großes Fußballfest"

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UEFA-Präsident Michel Platini blickt der am Freitag beginnenden EM in Polen und der Ukraine mit großer Vorfreude entgegen.

"Ich hoffe auf ein großes Fußballfest. Ich bin sehr angetan davon, wo wir heute stehen. Es war eine große Herausforderung. Beiden Ländern war anfangs wohl nicht ganz bewusst, was die Organisation einer EURO bedeutet", sagte der 56-jährige Franzose am Mittwoch.

Zuvor hatte er wahlweise "eine wunderbare EM", einen "Meilenstein" des europäischen Fußballs oder auch "ein großes Turnier" prophezeit.

Viele Probleme im Vorfeld

Allerdings steht die Final-Arena von Kiew, deren Fertigstellung immer wieder verzögert wurde und ein Vielfaches der anfangs angesetzten Kosten verschlang, sinnbildlich für all die kleinen und schwerwiegenden Probleme der vergangenen Monate.

Es ist noch gar nicht so lange her, da waren die Zweifel an der ersten EM im ehemaligen Ostblock so groß, dass sogar ein Turnier-Entzug erwogen wurde. "Ja, es gab Probleme, es gibt Probleme", sagte Platini zwei Tage vor dem ersten Spiel zwischen Co-Gastgeber Polen und Griechenland (Freitag, 18.00 Uhr).

Immer wieder beteuerte der Europameister von 1984, all die Schwierigkeiten mit Infrastruktur, politischen Verhältnissen und überteuerten Hotelpreisen ernst zu nehmen.

Platinis erste "eigene" EURO

Schließlich steht auch Platini in der Verantwortung. Seit 2007 ist der frühere Weltklasse-Kicker Präsident der UEFA. Das Turnier 2008 in Österreich und der Schweiz hat er quasi von seinem schwedischen Vorgänger Lennart Johansson geerbt. Die EURO 2012 ist auch Platinis EURO.

"Es ist meine zweite EURO als Präsident, aber eigentlich die erste so richtig", sagte der 56-Jährige am Dienstag bei der offiziellen Eröffnung des Internationalen Sendezentrums IBC auf dem EXPO-Gelände der polnischen Hauptstadt.

Platini anfangs kein Freund von Polen/Ukraine

Platini selber stimmte damals nicht für Polen und die Ukraine, wie er mittlerweile offen einräumt. In der Vergangenheit äußerte er auch mehr als einmal seinen Missmut über den Stand der Vorbereitungen in den beiden Gastgeberländern. Einen "Fehler" nannte er die EM-Vergabe an Polen und die Ukraine sogar.

"Es war von Anfang an eine Herausforderung, dort ein so großes Turnier durchzuführen - für uns und für die Länder. Es war nicht einfach. Wir wissen, dass wir dort nicht Verhältnisse wie in Deutschland, Frankreich oder England haben", formulierte er es jetzt.

Die Zweifel sollen spätestens mit dem Anpfiff zu Polen - Griechenland der Vergangenheit angehören. "Wir sind bereit. Ab Freitag sprechen wir hoffentlich nur noch über Fußball", sagte Platini am Mittwoch. Die UEFA hat ihren Beitrag geleistet.

Rekord-Preisgeld für Europameister

Auf den neuen Europameister wartet ein Rekord-Preisgeld, der Dachverband schüttet eine Prämie von insgesamt 196 Millionen Euro an die 16 Teams aus, zwölf Millionen Euro mehr als 2008 und 73 Millionen mehr als 2004 in Portugal.

Der Europameister 2012 kann auf eine Summe von bis zu 23,5 Millionen Euro kommen - und auch ansonsten soll die EURO 2012 ein Turnier der Superlative werden.

1,4 Millionen Fans werden nach offiziellen Angaben in den Stadien erwartet, mit 150 Millionen Live-Zuschauern auf der ganzen Welt rechnet der Verband. In mehr als 200 Ländern werden die 31 Partien übertragen.

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