2008 scheiterten die Gastgeber leider ebenfalls früh

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Dass man auch im eigenen Land eine Fußball-EM gewinnen kann, haben Spanien (1964), Italien (1968) und Frankreich (1984) gezeigt.

Häufig endeten die Turniere aus Sicht der Gastgeber aber mit einem frühen Ausscheiden wie im Fall Polens und der Ukraine, die dem Beispiel von Österreich und der Schweiz 2008 folgten und in der K.o.-Runde nicht mehr vertreten sind.

  • Frankreich 1960:

Die Franzosen führten im Halbfinale bereits mit 3:1 und 4:2 gegen Jugoslawien. Nach drei Gegentoren in nur drei Minuten (75./77./78.) verloren sie aber noch mit 4:5. Auch im Spiel um Platz 3 gegen die Tschechoslowakei gab es eine Niederlage.

  • Spanien 1964:

Spanien gewann das Finale gegen Titelverteidiger Sowjetunion mit 2:1. Bis 1976 wurden die EM-Endrunden allerdings nur mit vier Teams und in vier Spielen (Halbfinale, Spiel um Platz 3, Finale) ausgetragen. Das machte es für die Gastgeber einfacher.

  • Italien 1968:

Der glücklichste Sieg der EM-Geschichte. Im Halbfinale gegen die UdSSR siegten die Italiener erst per Losentscheid, im Finale retteten sie sich mit einem späten Tor gegen Jugoslawien in ein Wiederholungsspiel. Das gewann der Gastgeber 2:0.

  • Belgien 1972:

Genau wie die Sowjetunion im Finale war auch Belgien in diesem Turnier gegen die deutsche Jahrhundert-Elf um Beckenbauer, Netzer und Gerd Müller chancenlos. Der Torjäger erzielte beide Treffer zum deutschen 2:1-Sieg, Belgien wurde immerhin Dritter.

  • Jugoslawien 1976:

Bei diesem Turnier ging jedes Spiel mindestens in die Verlängerung. Die Jugoslawen hatten im Halbfinale zunächst gegen Deutschland Pech (2:4 n.V.) und dann im Spiel um Platz 3 gleich nochmals gegen die Niederlande (2:3 n.V.).

  • Italien 1980:

Erstmals nahmen an einer EM acht Mannschaften teil. Italien verpasste das Finale gegen Deutschland nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses. Die Belgier hatten in der Vorrunde zwar genauso viele Punkte geholt, aber zwei Tore mehr geschossen.

  • Frankreich 1984:

Noch nie dominierte eine Mannschaft ein Turnier so wie Frankreich die Heim-EM 1984. Die Gastgeber gewann alle Vorrundenspiele und auch das Finale gegen Spanien (2:0) locker. Nur im Halbfinale gegen Portugal hatten sie zuvor etwas Glück.

  • Deutschland 1988:

Das 1:2 im Halbfinale gegen die Niederlande war eine der bittersten Niederlagen der deutschen Fußball-Geschichte. Marco van Basten schoss eine Minute vor Schluss das entscheidende Tor. Die Niederländer sahen es als Rache für das WM-Finale von 1974 an und holten auch den Titel.

  • Schweden 1992:

Als einzigem Team gelang den Schweden ein Sieg gegen den späteren Sensations-Europameister Dänemark. Im Halbfinale war dann aber gegen Deutschland Schluss.

  • England 1996:

Wieder verlor England ein Elfmeterschießen - und wieder passierte es gegen Deutschland. Die legendären Gruppen-Siege gegen Schottland (2:0) und die Niederlande (4:1) waren damit umsonst.

  • Niederlande und Belgien 2000:

Die Belgier verabschiedeten sich schon nach der Gruppenphase. Und auch für die Niederlande wurde die Heim-EM zur Enttäuschung: Halbfinal-Aus nach Elfmeterschießen gegen Italien.

  • Portugal 2004:

Die Gastgeber verloren das Eröffnungsspiel gegen Griechenland, schlugen dann aber Spanien, England und die Niederlande. Im Finale verlieren Figo und Co. zum zweiten Mal gegen die sensationellen Griechen.

  • Schweiz und Österreich 2008:

Für beide Gastgeber war das Turnier schon nach der Gruppenphase vorbei. Die Schweizer gewannen immerhin ihr letztes Spiel gegen Gruppensieger Portugal, Österreich holte nur einen Punkt gegen Polen.

  • Polen und Ukraine 2012:

Wieder kamen beide Ausrichter nicht über die Gruppenphase hinaus. Polen scheiterte sieglos mit zwei Punkten. Für die Ukrainer waren drei Zähler nicht genug zum Weiterkommen.

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