Rooney verpasst komplette EM-Gruppenphase

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Hiobsbotschaft für Wayne Rooney und die englische Nationalmannschaft.

Der Stürmer wird von der UEFA-Disziplinarkomission nach seiner Roten Karte im EM-Qualifikationsspiel in Montenegro (2:2) für drei Spiele gesperrt.

Damit verpasst der Superstar die komplette Gruppenphase der EM 2012 in Polen und der Ukraine - wenn nicht sogar die komplette Endrunde.

Nerven weggeschmissen

Der Angreifer von ManUnited hatte im Quali-Spiel rund 20 Minuten vor Ende der Partie die Nerven verloren.

Als Miodrag Dzudovic den Ball abschirmt und der 25-jährigen Engländer keine Chance mehr auf den Ball hat, schlägt der Heißsporn nach.

Dem deutschen Schiedsrichter Wolfgang Stark blieb keine andere Wahl und musste Rooney vom Platz stellen.

Der englische Verband (FA) hat nun drei Tage Zeit, Einspruch gegen die Entscheidung einzulegen. Aufgrund der Schwere erscheint das als sicher.

FA wartet ab

Die FA selbst kommuniziert, dass sie erst einmal die vollständige Begründung für die Höhe der Sperre abwarte, ehe sie weitere Schritte einleitet.

Der aktuelle Status quo hat natürlich auch für Teamchef Fabio Capello Auswirkungen.

Der Italiener wird Rooney bis zur EM in keinem Freundschaftsspiel aufbieten. Außer das Urteil wird doch noch revidiert.

Pogatetz...

Hierzulande gibt es dafür einen prominentes Beispiel: ÖFB-Teamspieler Emanuel Pogatetz sah im letzten, unbedeutenden WM-Quali-Spiel 2005 gegen Nordirland (2:0) Rot und wurde für zwei Spiele gesperrt.

Weil Österreich bis zur Heim-EURO kein Pflichtspiel austragen musste, wäre der nunmehrige Hannover-Legionär bei den ersten zwei Gruppenspielen gesperrt gewesen.

Letztlich wurde die Strafe revidiert, Pogatetz konnte alle drei Partien spielen.

Das Problem aus Rooneys Sicht: Weil es sich um ein WM-Quali-Spiel handelte, hob die FIFA die Sperre auf. Hier müsste es die UEFA tun.

...und Arshavin

Einen noch ähnlicheren Fall gibt es aber, dieser macht dem ManUnited-Star bedingt Hoffnung.

Russlands Andrei Arshavin flog im letzten EM-Quali-Spiel 2007 gegen Andorra aus demselben Grund wie Rooney gegen Montenegro vom Platz.

Der Russe kassierte damals aber "nur" zwei Spiele und konnte zumindest im dritten Gruppenspiel noch Akzente setzen. Darauf könnte Rooney hoffen.

Nicht das erste Mal...

Es wäre übrigens nicht das erste Mal, dass der Torjäger Einsatzminuten bei einer Endrunde verpasst.

Bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland wurde Rooney im Viertelfinale gegen Portugal nach einem Tritt ebenfalls ausgeschlossen.

Damals verpasste der Stürmer "nur" den Rest der Partie, stiegen die Portugiesen doch ins Halbfinale auf.

Sollte England 2012 nicht ins Viertelfinale kommen, würde Rooney zum zweiten Mal in Folge Zuschauer bei einer EURO sein.

Die "Three Lions" hatten sich nämlich für die Endrunde 2008 in Österreich und der Schweiz nicht einmal qualifiziert...

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