England jubelt nach Sieg gegen Weltmeister

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Englands Nationalmannschaft hat mit dem prestigeträchtigen 1:0-Testspielsieg gegen Welt- und Europameister Spanien am Samstagabend viel Selbstvertrauen getankt.

Von den Fans gefeiert wurden im Londoner Wembley-Stadion vor allem die "jungen Wilden".

Neben den Mittelfeldspielern Phil Jones (19/Manchester United) und Jack Rodwell (20/Everton) sowie dem Stürmer Danny Welbeck (20/Manchester United) imponierte vor allem auch der eingewechselte Kyle Walker (21/Tottenham).

"Können auf diesen Sieg aufbauen"

"Diese jungen Leute werden bei der EM eine wichtige Rolle spielen. Gegen Spanien haben sie Herz und Selbstvertrauen gezeigt", lobte Trainer Fabio Capello seine Youngsters.

Frank Lampard gelang vier Minuten nach der Pause das umjubelte Siegestor gegen die "Seleccion".

Der Chelsea-Profi warnte mit Blick auf die EM allerdings vor zu hohen Erwartungen. "Wir werden uns nicht aufs Dach stellen und schreien, dass wir Favorit sind. Aber auf diesen Sieg können wir aufbauen."

Auch ohne Rooney gut

Der erfrischende Auftritt der Engländer nährt bei Fans und Medien vor allem die Hoffnung, dass das Team auch ohne den für die gesamte Vorrunde gesperrten Stürmerstar Wayne Rooney eine erfolgreiche EM spielen kann.

"In Abwesenheit von Wayne Rooney, Steven Gerrard und John Terry hat das Team sehr variabel und gut organisiert gespielt", lobte "The Independent". "Sporting Life" sprach von "Furchtlosen Löwen".

Mit dem Erfolg beendeten die Engländer eine 31 Jahre währende Durststrecke. Erstmals seit Mai 1980 gewannen die "Three Lions" wieder gegen den amtierenden Weltmeister. Vor 31 Jahren hatte es in Wembley ein 3:1 gegen Argentinien gegeben.

Spanien bleibt gelassen

Für die Iberer setzte es dagegen schon die vierte Niederlage seit dem WM-Triumph von Johannesburg 2010.

"Verfluchte Freundschaftsspiele", titelte die Sportzeitung "Marca" am Sonntag.

Der 126. Länderspiel-Einsatz von Iker Casillas, mit dem der Tormann von Real Madrid mit Spaniens Rekord-Nationalspieler Andoni Zubizarreta gleichzog, geriet bei der unerwarteten Pleite der spielerisch überlegenen Iberer zu einer Fußnote.

Teamchef Vicente Del Bosque blieb gelassen. "Ich glaube nicht, dass es eine schlimme Niederlage war. Die Mannschaft hat alles gegeben, teilweise guten Fußball gespielt und das Spiel kontrolliert. Nur der Abschluss hat gefehlt", analysierte der 60-jährige Spanier.

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