England jubelt, Schweiz trauert

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Jubel auf der Insel, Entsetzen bei den Eidgenossen:

Nach dem Last-Minute-Knockout in der EM-Qualifikation ist die Schweiz mit Trainer Ottmar Hitzfeld erstmals seit zehn Jahren bei einem großen Fußball-Turnier nur Zaungast.

Dagegen löste England mit dem 2:2 in Montenegro als siebentes Team die Fahrkarte zur EM-Endrunde 2012 in Polen und der Ukraine.

Schweiz steht "hilflos" da

Die Schweiz musste nach einem 0:2 in Wales und Montenegros Last-Minute-Ausgleich gegen England die letzten Hoffnungen auf die EM-Teilnahme begraben.

"Wir sind um ein Endspiel beraubt worden. Jetzt stehen wir hilflos da", meinte Hitzfeld.

Seine Truppe bot in Cardiff allerdings auch keine EM-reife Vorstellung. "Es ist natürlich bitter, dass wir nicht an die Leistung vom letzten Spiel gegen Bulgarien anknüpfen konnten. Wir müssen diesen Rückschlag nun zusammen verarbeiten und nach vorne schauen", sagte Hitzfeld.

Jubel in Podgorica

Frenetisch gefeiert wurde in Podgorica, wo der eingewechselte Andrija Delibasic Montenegro mit seinem Ausgleichstor in der Nachspielzeit in die Relegation schoss.

Es war das erste Spiel für Trainer Branko Brnovic, der im September vom entlassenen Zlatko Kranjcar übernommen hatte.

"Ich muss Kranjcar danken und Dejan Savicevic (Verbandspräsident), sie verdienen beide den Lorbeer", sagte Brnovic.

England lässt Schmach vergessen

Die Engländer machten mit der vorzeitigen Qualifikation das Debakel von 2008 vergessen, als die Endrunde in Österreich und der Schweiz in letzter Minute verpasst worden war.

"Wir sind sehr glücklich, dass wir bei der EURO dabei sind", meinte Englands Coach Fabio Capello.

Ein Wermutstropfen war jedoch die Rote Karte für Stürmerstar Wayne Rooney nach einem rüden Foul an Miodrag Dzudovic.

Rooney bei EM gesperrt

"Ich habe ihm in der Kabine gesagt, dass dies ein dummer Fehler war. Er hat sich dafür entschuldigt", berichtete Capello.

"Es war aber kein Fehler, ihn aufzustellen", betonte der Italiener, "vor dem Spiel wirkte er ruhig und relaxed."

Capello hofft nun auf eine milde Strafe für den Torjäger von Manchester United, der den "Three Lions" bei der EM aber mindestens im ersten Spiel fehlen wird.

"Verrückter Wayne Rooney"

Die englische Presse jedenfalls machte Rooney zum Buhmann.

"Rooney wird immer noch von Dämonen heimgesucht", befand "The Guardian".

"Loony Wayne Rooney" ("Der verrückte Wayne Rooney") titelte gar das Boulevardblatt "Daily Star".

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