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Capellos Rücktritt als Teamchef wirft Fragen auf

Da ging er also.

Fabio Capello ließ nach seinem Rücktritt als Teamchef (hier geht's zur Story) nicht nur die englische Nationalmannschaft, sondern auch seine Wohnung in London zurück und flüchtete aus dem Land.

Zurück bleiben viele offene Fragen.

Warum zu diesem Zeitpunkt? War die Absetzung von John Terry als Kapitän tatsächlich der ausschlaggebende Punkt? Und wer folgt dem Italiener bei den "Three Lions"?

Capello hält sich bedeckt

Von einer italienischen Nachrichtenagentur wird der ehemalige Trainer von Real Madrid und Juventus Turin mit folgenden Worten zitiert:

"Ich verlasse England und werde nicht mehr dazu sagen." Der Maestro hält sich somit bedeckt und legt seine Zeit auf der "Insel" ad acta.

Sein Sohn Pierfilippo nennt die Gründe für die Verschwiegenheit.

"Ich habe mit meinem Vater gesprochen und er ist okay. Zur Zeit werden wir nichts sagen, weil das mit der FA so abgemacht ist. Wir werden sehen, wie es weitergeht und uns dann womöglich dazu äußern. Es ist noch zu früh, zu sagen, was er in Zukunft machen wird."

Redknapp in Pole Position

In den letzten Wochen und Monaten wurde der 65-Jährige immer wieder mit dem russischen Millionärs-Klub Anzhi Makhachkala in Verbindung gebracht.

Im Mutterland des Fußballs werden bereits Stimmen nach einem Nachfolger laut. Bereits am 29. Februar trifft England in einem Freundschaftsspiel in London auf die Niederlande.

Dort soll U21-Teamchef Stuart Pearce auf der Bank Platz nehmen - interimistisch.

Glaubt man englischen Medienberichten, steht Capellos Nachfolger aber bereits ante portas. Der meist genannte Name ist dabei jener von Tottenham-Manager Harry Redknapp.

Sogar Teamspieler sprechen sich für den 64-jährigen Trainerfuchs aus.

Rooney und Co. sprechen sich für Tottenham-Coach aus

Man-United-Stürmer Wayne Rooney ließ via Twitter ausrichten:

"Bitter enttäuscht, dass Capello zurückgetreten ist. Guter Typ und Top-Trainer. Es braucht einen Engländer, um ihn zu ersetzen. Für mich wäre das Harry Redknapp."

Auch Englands ehemaliger Manager Sven-Göran Eriksson favorisiert gegenüber "BBC" seinen Trainerkollegen bei den Spurs.

"Ich denke, Redknapp wäre eine sehr, sehr gute Wahl. Er ist Engländer; er kennt seinen Fußball."

"Er macht bei Tottenham einen großartigen Job und hat das bisher bei jedem Team toll gemacht", ergänzt der Schwede.

Hodgson, Mourinho, Wenger?

Tottenham, derzeit hinter Manchester City und United sensationell Dritter in der Premier League, will seinen Feldherren allerdings nicht verlieren. Auch wenn es vor der anstehenden EURO wohl im Sinne des Landes wäre.

"Harry muss sich entscheiden, ob er den Job will oder bei Tottenham bleibt. Ich bin mir sicher, er ist nicht der einzige Kandidat", äußerte sich Tottenham-Geschäftsführer Sir Keith Mills.

Derzeit kursieren in den englischen Medien bereits einige große Namen, die bei einer Absage Redknapps das Steuer übernehmen könnten.

Roy Hodgson, Alan Pardew, Stuart Pearce, Jose Mourinho oder Arsene Wenger? Bei dem einen oder anderen sind die Chancen eher gering.

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