Portugal ist der erste Semifinalist

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Portugal hat dank Superstar Cristiano Ronaldo als erste Mannschaft den Aufstieg ins Semifinale der EM geschafft.

Der 27-Jährige erzielte am Donnerstag in Warschau in der 79. Minute per Kopf den Treffer zum verdienten 1:0-Viertelfinal-Sieg über Tschechien. Zuvor hatte der teuerste Fußballer der Welt, der nun bei drei Turniertoren hält, mit zwei Stangenschüssen Pech.

Anfangs kaum Chancen

Auf die Portugiesen wartet nun am kommenden Mittwoch in Donezk der Sieger des Duells zwischen Spanien und Frankreich, das am Samstag ebenfalls in Donezk steigt.

Die Truppe von Paulo Bento erwies sich über die meiste Zeit als klar stärkere Mannschaft, nur in der Anfangsphase gab es einige Leerläufe. Beide Teams starteten vorsichtig in die Partie, standen tief und versuchten die Räume für den Gegner so weit wie möglich einzuengen.

Chancen waren daher vor knapp 56.000 Zuschauern unter dem geschlossenen Dach des Nationalstadions vorerst Mangelware: Aufseiten der Tschechen, deren angeschlagener Star Rosicky nur auf der Bank saß, verpasste Baros in der 18. Minute eine Hereingabe von Darida knapp.

Ronaldo trifft die Stange

Portugal wurde nach etwa einer halben Stunde gefährlicher, auch weil sich Ronaldo immer besser in Szene setzte.

In der 33. Minute ging ein Fallrückzieher des Kapitäns ebenso einige Meter daneben wie in der 35. Minute ein Freistoß aus großer Distanz.

Kurz vor der Pause aber kam der Real-Madrid-Star einem Torerfolg erstmals ganz nahe, als er einen weiten Pass von Meireles sehenswert mitnahm und aus kurzer Distanz die Stange traf.

Zweite Halbzeit startet mit Aluminiumtreffer

In der 49. Minute scheiterte Ronaldo neuerlich an Aluminium - sein Freistoß klatschte von der Außenstange ins Out.

Kurz zuvor hatte der für den verletzten Postiga eingewechselte Almeida mit einem Kopfball aus aussichtsreicher Distanz das Ziel weit verfehlt.

Die Portugiesen blieben am Drücker: Cech musste bei Schüssen von Nani (58.) und Moutinho (64.) sein ganzes Können aufbieten, ein Kopfballtor von Almeida wurde zurecht wegen Abseits aberkannt (59.) und ein Nani-Schlenzer flog knapp über die Querlatte (74.).

Portugal am Drücker

Die Tschechen konnten sich nicht mehr aus der portugiesischen Umklammerung befreien und schienen nur noch auf ein mögliches Elfmeterschießen hinzuarbeiten.

Diese Einstellung sollte sich in der 79. Minute rächen. Nach einer Flanke von Moutinho entwischte Ronaldo seinem Bewacher Gebre Selassie und war mit einem wuchtigen Hechtkopfball erfolgreich.

Cech hatte zwar noch die Fingerspitzen am Ball, vermochte den Gegentreffer aber nicht mehr zu verhindern.

Danach fehlte den Tschechen die Klasse, die drohende Niederlage noch abzuwenden. Die Portugiesen waren dem zweiten Treffer sogar näher, doch Cech fischte in der 82. Minute einen Schuss von Pereira aus der kurzen Ecke.

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