Neun Real-Spieler im Halbfinale

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Ronaldo trifft gegen Spanien auf viele Bekannte

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Cristiano Ronaldo plant den nächsten Schritt auf der Karriereleiter. Das Duell mit alten Bekannten will Portugal Superstar seinem Ziel, endlich als Größter seiner Zunft geadelt zu werden, gehörig näher rücken.

Auch wenn er es öffentlich nie zugeben würde, könnte Ronaldo die Tür zur erstmaligen Wahl als Weltfußballer des Jahres ausgerechnet gegen seine Teamkollegen bei Real Madrid weit aufstoßen.

Portugal ist nicht nur Cristiano

Sekunden nach Spaniens Aufstieg am Samstagabend war der Vergleich mit Ronaldo bereits Gesprächsthema Nummer eins. Dabei wollten die Kicker des Welt- und Europameisters das prestigeträchtige iberische Duell am Mittwoch in Donetsk nicht auf Madrids "La Maquina" (die Maschine) allein reduzieren.

"Wir spielen gegen ganz Portugal, nicht nur gegen Cristiano", meinte Sergio Busquets. Und der gegen Frankreich doppelt erfolgreiche Xabi Alonso erklärte:

"Wir kennen Cristiano sehr gut, er spielt eine hervorragende Saison. Aber wichtig ist, dass wir unser Optimum herausholen."

Portugal über Konter zum Erfolg?

Ronaldo hielt sich mit provokanten Äußerungen zurück. Vor dem Wiedersehen mit seinen spanischen Kollegen von Real Madrid wollte der 65-fache Saisontorschütze der Madrilenen das Spiel nicht noch zusätzlich anheizen.

Dafür zuständig sind andere. Die portugiesische Sport-Zeitung "O Jogo" zitierte beispielsweise Busquets an prominenter Stelle. "Wenn unsere Madrider gegen Ronaldo hart einsteigen müssen, dann werden die Portugiesen das auch tun", hatte der Barcelona-Mittelfeldspieler gesagt.

Ohnedies wird viel davon abhängen, ob Portugals erfolgreiches Konterspiel gegen Spanien aufgeht. Von schnellen Gegenstößen profitierte aufgrund seiner Schnelligkeit bisher auch der dreifache EM-Torschütze Ronaldo. 

Spanien setzt abermals auf Ballbesitz

"Der Schlüssel zum Erfolg ist, das Spiel zu kontrollieren. Wenn wir den Ball in unseren Reihen haben, dann wir er uns weniger Probleme bereiten", analysierte Spaniens Innenverteidiger Gerard Pique treffend.

Sollte Ronaldo an den Ball kommen, ist sein Klub-Kollege Alvaro Arbeloa gefragt. Dieser wirkte als rechter Verteidiger im Turnierverlauf nicht immer sattelfest.

Neben Arbeloa warten auf Ronaldo mit Torhüter Iker Casillas, Verteidiger Sergio Ramos und Mittelfeldspieler Xabi Alonso voraussichtlich drei weitere Real-Teamkollegen aufseiten der Spanier.

Statistik spricht klar für Spanien

In den Reihen der Portugiesen stehen bei Spaniens Meister neben Ronaldo auch die Verteidiger Pepe und Fabio Coentrao unter Vertrag. Mit den beiden Deutschen Sami Khedira und Mesut Özil im zweiten Halbfinale stellt Real in der Vorschlussrunde somit fast seine gesamte Elf.

Die Erwartungen in Ronaldo und Co sind in Portugal jedenfalls groß. Die Tatsache, dass Spanien von 34 Duellen 16 gewann und Portugal nur sechs, dient dabei als zusätzliche Motivation.

"Wenn jemand gezeigt hat, dass Spanien nicht unschlagbar ist, dann Portugal", schrieb die Zeitung "Publico" in Anspielung auf den 4:0-Sieg in einem Testspiel im November 2010.

Im WM-Achtelfinale setzte es einige Monate zuvor jedoch eine 0:1-Niederlage. Die Zeitung "Diario de Noticias" forderte am Montag unmissverständlich: "Portugal kann an Spanien Rache üben."

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