Frankreich liegt Ribery zu Füßen

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Rechtzeitig vor der EM hat sich Franck Ribery wieder in die Herzen der Franzosen gespielt.

Beim 2:0 gegen Serbien glänzte er am Donnerstag mit seinem zweiten Tor der Vorbereitung.

Und auch die Politiker des Landes haben den nach der WM zunächst verachteten Helden zurück in den Kreis ihrer Lieblinge aufgenommen.

Indes beurteilte Teamchef Laurent Blanc die Partie als "zufriedenstellend", Sorgen macht ihm die Verletzung des defensiven Mittelfeldorganisators Yann M'Vila.

Gratulationen aus der Politik

Ribery durfte nur mit einem weißen Handtuch um die Hüfte in der Kabine die Gratulation von Sportministerin Valerie Fourneyron entgegennehmen.

"Ich habe die ganze Saison so gespielt, ich bin sehr zufrieden", sagte der Flügelflitzer am Donnerstagabend in Reims, "als ich in das französische Team zurückgekommen bin, habe ich viele Dinge ausprobiert. Heute Abend hat es funktioniert und das gibt mir noch mehr Selbstvertrauen."

Lob von Legende

Fourneyrons Vor-Vorgängerin Chantal Jouanno hatte ein Comeback Riberys nach dem Vorrundenaus bei der WM 2010 und einem beschämenden Trainingsboykott in Südafrika noch als inakzeptabel bezeichnet.

Inzwischen lassen sich Politiker in Frankreich wieder gerne mit dem 29-Jährigen fotografieren.

"Mir hat Ribery sehr gut gefallen", lobte auch die französische Fußball-Legende Just Fontaine in der "L'Equipe", "er hat ein schönes Tor geschossen, ihm sind seine Dribblings gelungen."

"auf gutem Weg"

Das Sportblatt wähnte Ribery in seiner Überschrift ebenfalls "wieder auf einem guten Weg" - dieser soll bei der Euro in Polen und der Ukraine erstmals seit der WM 2006 zumindest ins Viertelfinale führen.

20 Spiele in Serie hat die Equipe Tricolore unter Nationaltrainer Laurent Blanc nicht verloren und darf sich auch dank einer überzeugenden ersten Hälfte gegen Serbien, in der zudem Florent Malouda (16.) traf, als Geheimfavorit wähnen.

Verletzung bei M'Vila

"Insgesamt ist das zufriedenstellend", resümierte Blanc die bisherige Vorbereitung vor dem abschließenden Test gegen Estland am 5. Juni.

"Aber wir sind noch nicht bereit, nicht zuletzt körperlich." Sorgen bereitet dem Trainer M'Vila, der sich eine zunächst nicht genau definierte Blessur im rechten Sprunggelenk zuzog.

Die ersten Untersuchungen seien "relativ beruhigend" gewesen und hätten keinen Knöchelbruch ergeben, berichtete Mannschaftsarzt Fabrice Bryand. Ob der 21-jährige von Stade Rennes bei der Euro auf dem Platz steht, ist somit unklar.

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