England feiert seine Youngsters

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England feiert Youngsters - Remis reicht zum Aufstieg

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Die jungen Angreifer haben dem angeknacksten Selbstvertrauen der englischen Fußball-Seele neue Hoffnung gegeben.

Andy Carroll, Theo Walcott und Danny Welbeck trafen am Freitag bei der EM beim dramatischen 3:2-Sieg gegen Schweden - keiner davon ist älter als 23 Jahre.

Im abschließenden Gruppenspiel am Dienstag gegen Gastgeber Ukraine reicht den Engländern bereits ein Remis zum Aufstieg. Und dann steigt mit Wayne Rooney auch der eigentliche Stürmerstar nach seiner Sperre ins Turnier ein.

Walcott dreht die Begegnung

Vor allem den Einfluss des eingewechselten Walcott bezeichnete Teamchef Roy Hodgson als "enorm".

Der Arsenal-Flügelspieler drehte die Begegnung mit einem Treffer aus 20 Metern und der Vorarbeit zum entscheidenden Traumtor von Welbeck rückwärts mit der Ferseninnenseite.

"Magischer Danny setzt den Schlusspunkt bei einem heroischen Gegenschlag", titelte die Boulevardzeitung "The Sun" am Samstag.

Carroll trifft per Kopf

Plötzlich ist auch Hodgson der Kritik erhaben. Die Spielanlage des 64-Jährigen, der die Engländer erst fünf Wochen vor dem Turnier übernommen hatte, war nach dem schmeichelhaften 1:1 zum Auftakt gegen Frankreich infrage gestellt worden.

Gegen Schweden setzte er auf den durchsetzungsstarken Carroll - und damit auf die Rückkehr zu englischen Tugenden.

Der Liverpool-Stürmer rechtfertigte seinen Einsatz mit dem Führungstreffer per Kopf.

Rooney spielt gegen Ukraine

Gegen die Ukraine könnte Carroll aber Rooney Platz machen müssen.

Der Superstar von Manchester United, den Hodgson trotz seiner Zwei-Spiele-Sperre aus der Qualifikation zum Turnier mitgenommen hat, werde definitiv spielen, versicherte Hodgson.

"Würde ich ihn draußen lassen, wäre in der Kabine die Hölle los", meinte der Teamchef. "Ein Spieler wie Rooney kann einen großen Unterschied ausmachen. Ich bin überglücklich, ihn zurück zu haben."

England bejubelt Teamgeist

Bisher hat Rooney seinen Teamkollegen nur von der Tribüne zugejubelt.

Die zweite Geige zu spielen, ist für Walcott oder Welbeck laut eigenen Angaben kein Problem.

"Das riecht nach Teamgeist", schrieb die Zeitung "Daily Mirror". Hodgson lobte zwar vor allem seine Youngsters, vergaß aber auch nicht auf die Routiniers John Terry und Joleon Lescott in der Innenverteidigung oder Kapitän Steven Gerrard im Mittelfeld.

Einsetzender Generationenwechsel

"Jedes Team muss wissen, dass jemand kommen und die Generation ersetzen wird.

Spieler, die lange da waren, werden unter Druck gesetzt", beschrieb Hodgson den Konkurrenzkampf. "Es kommt eine Zeit, wo andere Spieler anklopfen und es denjenigen schwer machen, die immer noch einen guten Job für dich machen."

Dieser einsetzende Generationswechsel ist auch in England zu beobachten.

Hodgson ortet Verebsserungspotenzial

Mit einer drohenden Niederlage gegen Schweden wären die "Three Lions" vor dem Aus gestanden. Nun träumen sie bereits von mehr als nur dem Viertelfinale.

Dort könnte es gegen Titelverteidiger Spanien gehen. Die Engländer dürften auch dem Kurzpassspiel des Welt- und Europameisters mit ihrer Physis antworten.

Hodgson sieht noch Verbesserungspotenzial in seinem jungen Team. "Ich habe erst ein Monat mit ihnen gearbeitet", erinnerte der Chefcoach. "Ich lerne immer neue Dinge über ihre Qualitäten."

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