Fans fordern Torres im Sturm

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Trapattoni erinnert abermals an Chelseas Erfolg

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Nach dem 1:1 im wohl bisher besten EM-Spiel gegen Italien steht Titelverteidiger Spanien in seinem zweiten Match in der Gruppe C vor einem Pflichtsieg.

Der Welt- und Europameister ist am Donnerstagabend (20.45 Uhr) gegen Außenseiter Irland, der sein Auftaktspiel gegen Kroatien 1:3 verloren hat, haushoher Favorit.

Der irische Teamchef Giovanni Trapattoni weiß um die klare Rollenverteilung in Danzig und hofft, die Iberer mit massivem Abwehrbeton stoppen zu können.

Spanien ändert nichts an der Spielweise

"Geduld wird der Schlüssel zum Sieg sein, aber wir werden nichts an unserer Spielweise ändern", meinte Spaniens "Mittelfeldstaubsauger" Sergio Busquets zur Ausgangslage.

"Wir werden wie immer über den Ballbesitz versuchen, das Match zu kontrollieren. Ein schnelles Tor wäre natürlich ein enormer Vorteil für uns, denn dann müssten die Iren ihre Defensivausrichtung aufgeben und hinten aufmachen."

Für Trapattoni wäre ein solcher Blitzstart der Spanier natürlich der totale Alptraum. "In Italien ist es Mode, defensiv zu spielen. Auch ich bin ein Coach, der auf Defensive setzt. Spanien ist Weltmeister und hat fast nur Spieler von Real Madrid und Barcelona in der Startelf, ihnen fehlt nur Messi", meinte der italienische Trainerfuchs mit einem Lächeln.

"Trap" erinnert an Chelsea

"Wir wissen um ihre Qualität, aber ich erinnere an das Champions-League-Finale, als Chelsea die Bayern geschlagen hat mit nur einem einzigen Eckball." Davor hatte der Club aus London im Halbfinale Barcelona ausgeschaltet.

In Spaniens Medien dominierte dagegen nur ein Thema vor der Partie gegen die Iren: Stellt Weltmeister-Coach Vicente del Bosque diesmal einen echten Stürmer auf, oder probiert er es erneut mit dem gelernten Mittelfeldspieler Cesc Fabregas in der Startelf als einziger Spitze?

"Jeder glaubt, dass er sich im Fußball auskennt, aber ich muss die Entscheidungen treffen, und ich denke diese war richtig", lautete die Replik von Del Bosque auf die vielen kritischen Stimmen vonseiten der Journalisten. Er verwies zudem auf die zuletzt guten Trainings- und Match-Leistungen von Fabregas.

Umstellung im Sturm?

Gegen Irland erwarteten Experten trotzdem eine Umstellung im Angriff mit einem klassischen Mittelstürmer. Die Fans forderten in diversen Online-Umfragen zwar Chelsea-Stürmer Fernando Torres, doch Del Bosque könnte auch Sevilla-Torjäger Alvaro Negredo von Beginn an bringen.

Auch weil Trapattoni "El Nino" Torres in der spanischen Startelf gesetzt sah. "Ich glaube zu wissen, wie er gegen uns spielen wird", meinte der 73-jährige "Maestro" geheimnisvoll.

 

Mögliche Aufstellungen:

Spanien - Irland

20.45 Uhr, Danzig, Arena Gdansk, SR Pedro Proenca/POR

Spanien:

1 Casillas - 17 Arbeloa, 15 Sergio Ramos, 3 Pique, 18 Jordi
Alba - 14 Xabi Alonso, 16 Busquets - 21 David Silva, 8 Xavi, 6
Iniesta - 9 Torres

Ersatz: 12 Valdes, 23 Reina - 2 Albiol, 4 Javi Martinez, 5 Juanfran,
7 Pedro, 10 Fabregas, 11 Negredo, 13 Mata, 19 Llorente, 20 Cazorla,
22 Navas

Irland:

1 Given - 4 O'Shea, 2 St. Ledger, 5 Dunne, 3 Ward - 7
McGeady, 6 Whelan, 8 Andrews, 11 Duff - 10 Keane, 9 Doyle

Ersatz: 16 Westwood, 23 Forde - 12 Kelly, 13 McShane, 14 Walters, 15
Gibson, 17 Hunt, 18 O'Dea, 19 Long, 20 Cox, 21 Green, 22 McClean

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