Italiener trauern vergebenen Chancen nach

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Das 1:1 von Kroatiens Mario Mandzukic hat Italiens Fußballer am Donnerstag mitten ins Herz getroffen.

Nach dem zweiten Unentschieden im zweiten Match haben die Italiener ihr Schicksal bei der EM nicht mehr in den eigenen Händen.

Sollten sich Spanien und Kroatien zum Abschluss der Gruppe C am Montag auf ein 2:2 oder ein noch höheres Remis "einigen", würde Italien auch ein Erfolg gegen die von Giovanni Trapattoni betreuten Iren nichts mehr nützen.

"Eine Flanke kann alles zerstören"

Italiens Teamchef Cesare Prandelli konnte seiner Truppe nicht viel vorwerfen, denn spielerisch zeigten Torschütze Andrea Pirlo und Co. wie schon beim 1:1 gegen Spanien überraschend viel.

Die miserable Chancenauswertung wurde der "Squadra" aber zum Verhängnis. "Wir haben guten Fußball gezeigt und uns viele Chancen herausgearbeitet. Diese Chancen hätten wir verwerten müssen, um das Match endgültig zu 'killen'", meinte Prandelli.

"Aber so ist der Fußball. Eine Flanke kann alles zerstören, was du dir über ein ganzes Spiel aufgebaut hast", betonte Prandelli.

Italiener vertrauen Spanier

Teuer bezahlt haben die Italiener vor allem die zahlreichen verhauten Großchancen von Mario Balotelli, so wurde wie schon gegen Spanien eine 1:0-Führung aus der Hand gegeben.

"Wir haben uns zu weit zurückgezogen und sind dafür bestraft worden", ärgerte sich Pirlo, der per herrlichem Freistoß traf.

Italiens Tormann Gianluigi Buffon vertraut darauf, dass die Spanier als amtierender Welt- und Europameister keine miesen Tricks anwenden werden.

"Wir sprechen von dem besten Team der Welt. Das sind große Champions", sagte der Juventus-Schlussmann.

Kroatien hat "echt gute Chancen"

Bei den Kroaten ist die Euphorie weiter riesig, nach dem Auftakterfolg gegen die Iren und dem Remis gegen Italien befindet man sich nun in einer guten Ausgangsposition.

"Das hat uns wahrscheinlich niemand zugetraut. Jetzt haben wir eine echt gute Chance, das Viertelfinale zu erreichen", freute sich Teamchef Slaven Bilic.

Verteidiger Verdan Corluka hob den Teamgeist innerhalb der kroatischen Truppe hervor: "Nach einer schwachen ersten Hälfte haben wir uns zusammen aufgerafft und verdient den Ausgleich erzielt. Dieser hart erarbeitete Punkt kann am Ende sehr viel wert sein."

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