Spanien zittert sich in Viertelfinale

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Titelverteidiger Spanien hat sich am Montag ins Viertelfinale der EM gezittert.

Der Weltmeister erkämpfte mit einem 1:0 (0:0) in Danzig (Gdansk) gegen Kroatien den Sieg in Gruppe C vor den Italienern, die sich im Parallelspiel in Posen (Poznan) mit 2:0 gegen Irland durchsetzten.

Matchwinner für den Weltmeister war der eingewechselte Navas mit seinem Gold-Tor in der 88. Minute.

Strittige Situation

Der Flügelspieler musste den Ball nur noch ins leere Tor bugsieren, der ebenfalls eingetauschte Fabregas und Iniesta hatten die mustergültige Vorarbeit geleistet.

Es war dies allerdings die einzige wirklich gelungene Aktion des Titelanwärters, der einige Male in der Partie gewackelt hatte.

So versagte der deutsche Schiedsrichter Stark den Kroaten in der 27. Minute nach einer Attacke von Ramos an Mandzukic im Strafraum wohl fälschlicherweise einen Elfmeter.

In der 59. Minute scheiterte Rakitic per Kopf an Casillas und vergab damit die beste Chance der Kroaten im gesamten Spiel.

Wenig Konsequenz

Die Spanier vermochten in keiner Phase der Partie an ihre Leistung beim 4:0 gegen Irland anzuschließen.

Gegen die cleveren Kroaten gab es für die Kreativabteilung Silva-Xavi-Iniesta kein Durchkommen, dadurch hing auch Solo-Spitze Torres in der Luft und es schauten bestenfalls Halbchancen heraus.

Nach Silva-Vorlage fiel ein Schuss von Iniesta zu schwach aus (12.), Torres scheiterte mit einem Schuss aufs kurze Eck ebenso an Goalie Pletikosa (23.) wie Ramos wenige Sekunden später mit einem Versuch aus der Entfernung.

Kaum Ideen

Die Kroaten meldeten sich mit einem Pranjic-Schuss (25.) erstmals in der Offensive zu Wort und forderten zwei Minuten später vergeblich einen Elfmeter.

Ramos hatte knapp innerhalb des Sechzehners Mandzukic ungestüm attackiert und dabei Ball, aber auch Gegner getroffen.

In der zweiten Hälfte änderte sich vorläufig nichts an der Charakteristik der Partie:

Die Spanier hatten zwar deutlich mehr Ballbesitz, schoben das Spielgerät aber ideenlos in den eigenen Reihen herum und waren mit ihrer Fußballkunst zumeist schon 30 Meter vor dem gegnerischen Tor am Ende.

Riesenchance für Rakitic

Die Kroaten beschränkten sich lange darauf, das Kombinationsspiel des haushohen Favoriten nicht zur Geltung kommen zu lassen.

Konter wurden vorerst nur vereinzelt lanciert, einer hatte es aber in sich - Modric setzte sich auf der rechten Seite durch und schlug eine Maßflanke auf Rakitic.

Bei dessen zu unplatzierten Kopfball war Casillas zur Stelle (59.). In der 79. Minute musste sich der Real-Madrid-Schlussmann bei einem Volley von Perisic neuerlich auszeichnen.

Navas fixiert Sieg

Damit hatten Srna und Co. aber auch schon ihre Pulver verschossen, obwohl sie in der Schlussphase auf volle Offensive setzten.

Die Spanier, die bei einer Niederlage die Heimreise hätten antreten müssen, wirkten zwar nicht sattelfest, ließen jedoch keine große Einschussmöglichkeit mehr zu.

Dass dann auch noch zu einem Sieg reichte, lag an einer sehenswerten Aktion über Fabregas und Iniesta, die Navas in der 88. Minute abschloss.

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