Gomez reagiert souverän auf die Kritik

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„Mich überrascht es, dass die Frage kommt“, grinste Mario Gomez Montagmittag.

Seinen Sarkasmus hat der DFB-Teamstürmer nicht verloren.

Denn es war natürlich keine Überraschung, dass der 26-Jährige bei der Pressekonferenz auf die Kritik angesprochen werden würde.

Nämlich auf jene nach dem 1:0-Sieg gegen Portugal, bei dem der Bayern-Angreifer das entscheidende Tor erzielte.

ARD-Experte Mehmet Scholl hatte kein gutes Haar gelassen.

„Mia san mia“

"Er macht zu wenig für die Mannschaft. Ich hatte zwischendurch Angst, dass er sich wundliegt und mal gewendet werden muss“, meinte Bayerns Amateure-Trainer am Samstag.

Zwei Tage später nimmt Gomez erstmals dazu Stellung, gleich die erste Frage an seine Person richtet sich auf das Thema der vergangenen beiden Tage.

„Wir haben ein spezielles Verhältnis, 'mia san mia' und eine große Bayern-Familie. Ich sehe das nicht als Attacke“, nimmt der Halb-Spanier die Kritik gelassen und erzählt auch süffisant von einem Gespräch zwischen den beiden auf dem Oktoberfest.

„Er hat mir schon einmal gesagt, dass ich mein Potenzial nicht ausschöpfe und will das aus mir herauskitzeln. Er ist ein Trainer und von Trainern kann man viel lernen“, kann Gomez die Kritik Scholls in gewisser Weise nachvollziehen.

Gomez will sich nicht ändern

Doch ändern will sich der polarisierende Bayern-Star nicht: „Ich bin seit zwei Jahren der erfolgreichste deutsche Stürmer, habe etwa in der modernen Champions League hinter Messi die meisten Tore geschossen. Warum soll es einen Grund geben, mich zu ändern?"

Hinsichtlich des Spiels am Mittwoch gegen die Niederlande hält Gomez auf die Frage, ob er irgendwelche Zweifel an seiner Position in der Startelf hege, klipp und klar fest: „Nein.“

Sein Bundestrainer Joachim Löw, selbst zuvor Gesprächspartner der Presse vor Gomez, meinte kryptisch: „Ich bin nicht immer berechenbar.“

Gomez‘ „Feind“ im eigenen Bett, Miroslav Klose, wurde von Löw zudem gelobt: „Miro wird immer besser. Wenn er fit ist, ist er ein absoluter Weltklasse-Stürmer.“

Die Frage scheint offener zu sein, als Gomez lieb ist. Der bleibt aber ruhig und zeigt sich nach herber Kritik souverän. Also auch abseits des Feldes zielsicher.

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