Russland will gegen Polen Auftaktsieg bestätigen

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Wenn am Dienstag (20.45 Uhr) in Warschau Polen auf Russland trifft, scheint die Favoritenrolle klar verteilt.

Nach dem starken Auftritt beim 4:1 über die Tschechen am ersten Tag der EURO erwarten nicht nur Russlands Fans auch gegen den Co-Gastgeber drei Punkte.

Gastgeber droht Fehlstart

Die Hausherren stehen nach dem mageren 1:1 gegen die Griechen hingegen schon unter großen Druck - ein kapitaler Fehlstart droht.

Russlands Coach Dick Advocaat, dessen Elf als erste das Viertelfinale erreichen könnte, warnte aber vor Überheblichkeit.

Von der Favoritenrolle wollte Advocaat, dessen Team nun bereits 15 Spiele en suite ungeschlagen ist, nichts wissen.

"Gegen Polen wird es ein ganz anderes Spiel als gegen Tschechien, und ich denke, es wird ein härteres", betonte der "kleine General", der freilich von der Ernsthaftigkeit seiner Kicker überzeugt ist.

Advocaat warnt und lobt

"Kein einziges Mal wäre mir aufgefallen, dass die Spieler denken, es wäre eine einfache Partie."

Der Gastgeber steht nach dem ernüchternden 1:1 im Eröffnungsspiel unter Druck - auch wenn man gegen die Griechen zumindest eine Hälfte lang das dominante Team war.

Trainer Franciszek Smuda muss den nach seiner Roten Karte für ein Spiel gesperrten Torhüter Wojciech Szczesny ersetzen.

Tyton für Szczesny

Für ihn steht Przemyslaw Tyton zwischen den Pfosten, der gegen die Griechen einen Elfmeter parierte.

Der hohe Sieg der Russen zum EM-Auftakt lässt Smuda kalt: "Warum sollten wir Angst haben?"

Wenn schon nicht Angst, dann dürften die Polen zumindest höchsten Respekt vor den offensiven Qualitäten der Russen haben.

Arshavin und Co. überzeugten

Was Doppeltorschütze Alan Dzagoev, Wirbelwind Andrey Arshavin und Co. gegen Tschechien zeigten, erfreute auch das Auge des neutralen Beobachters.

Und Polen kann auch die Antwort auf die Frage geben, ob die "Sbornaja" so stark oder Tschechien so schwach war.

Die jüngsten Lobeshymnen für die Russen kommen Eugen Polanski gerade recht. "Die Russen sind Favorit - darin liegt unsere Chance", sagte der Mittelfeldmann.

Polnische Medien zurückhaltend

Die lokalen Medien halten sich im Gegensatz zu den Tagen vor dem Griechenland-Spiel zurück.

Auch deshalb empfindet der Dortmunder Jakub Blaszczykowski weniger Druck als vor dem Auftaktspiel.

"Für uns wird es vielleicht sogar leichter. Denn wir bekommen eventuell mehr Räume, um zu kontern", sagte er dem "kicker".

Dach wird geöffnet

Um den drohenden kompletten Fehlstart in das eigene Turnier abzuwenden, werden nicht nur auf dem Trainingsplatz Strategien erdacht.

Nach den schlechten Erfahrungen mit dem geschlossenen Stadiondach, das im ersten Spiel zum Leidwesen der Profis für stickige Luft gesorgt hatte, wird in den kommenden Partien mit "offenem" Nationalstadion gespielt.

Heimvorteil soll es richten

Diese Maßnahme soll dazu beitragen, dass der polnischen Mannschaft nicht erneut nach 45 Minuten die Luft ausgeht.

"Wir werden in den nächsten beiden Spielen so spielen wie in der ersten Hälfte gegen Griechenland", versprach Torjäger Robert Lewandowski.

Ähnlich kämpferisch äußerte sich sein Dortmunder Clubkollege Lukasz Piszczek: "Wir stehen nicht auf verlorenem Posten. Wir spielen zu Hause und haben die Fans hinter uns."

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