Polen will Geschichte schreiben

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Polen will gegen Tschechien Geschichte schreiben

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Polens Nationalmannschaft will am Samstagabend in Breslau (Wroclaw) Historisches erreichen.

Im abschließenden Gruppe-A-Spiel gegen Tschechien soll dem Gastgeber-Team der erste EM-Endrunden-Sieg und damit der angepeilte Aufstieg ins Viertelfinale gelingen.

Während die Polen nach den 1:1-Unentschieden gegen die Griechen und Russen unter Siegzwang stehen, könnte den Tschechen bereits ein Remis zum Aufstieg reichen - vorausgesetzt Tabellenführer Russland verliert nicht im Parallelspiel in Warschau gegen Schlusslicht Griechenland.

Bangen um Rosicky

Ganz Tschechien beschäftigte vor diesem Gruppen-Endspiel nur eine Frage: Kann Arsenal-Star Tomas Rosicky spielen oder nicht? Beim 2:1-Erfolg gegen Griechenland musste der Regisseur wegen Achillessehnenbeschwerden bereits nach der ersten Hälfte vom Platz.

Ohne seinen Mittelfeldmotor kam der Europameister von 1976 dann in der zweiten Hälfte ordentlich ins Stottern und kämpfte nach dem Anschlusstreffer laut Trainer Michal Bilek "in der letzten halben Stunde nur noch ums Überleben".

Hoffnung auf Einsatz

Die jüngsten Meldungen zum Gesundheitszustand des 31-Jährigen ließen aber bei den Tschechen Hoffnung keimen, dass ihr wichtigster Spieler auch gegen die Polen von Beginn wird spielen können.

Die Schmerzen im verletzten Bein hätten stark nachgelassen, teilte die medizinischen Abteilung des Teams mit. Über Rosickys Einsatz werde aber erst am Samstag unmittelbar vor dem Match entschieden.

Auch Smuda mit Sorgen

Auch Polens Teamchef Franciszek Smuda plagten Personalsorgen. Das angeschlagene Defensiv-Duo Eugen Polanski und Damien Perquis wurde zwar rechtzeitig wieder fit, dafür ist der beim Remis gegen Russland auf der zweiten "Sechser-Position" neben Polanski stark spielende Dariusz Dudka wegen einer Bauchmuskelzerrung fraglich.

Im Tor stünde Smuda wieder Stammkeeper Wojciech Szczesny nach Ablauf seiner Sperre wegen Torraubs im Auftaktspiel gegen Griechenland zur Verfügung, doch sein Ersatzmann Przemyslaw Tyton, der gegen die Griechen den vom Arsenal-Goalie verschuldeten Elfer pariert hatte, bleibt wohl in der Startformation.

"Er hat Ruhe in unser Spiel gebracht", betonte Smuda, der aber nicht verraten wollte, wer zwischen den Pfosten stehen wird.

Kuba vor wichtigem Spiel hoffnungsvoll

Was Rosicky für Tschechien ist Jakub "Kuba" Blaszczykowski für Polen.

Er hielt mit seinem sensationellen Ausgleichstor gegen Russland die Aufstiegschance am Leben und bescherte dem EURO-Co-Gastgeber damit das "vielleicht wichtigste Spiel in der Fußball-Geschichte unseres Landes", wie es der Dortmund-Legionär selbst bezeichnete.

Sollte dieses gewonnen werden, würde bereits in der kommenden Woche mit dem Viertelfinale ein noch wichtigeres folgen. "Mit der fantastischen Unterstützung unserer Fans im Rücken ist für uns sehr viel bei dieser EM möglich", glaubt Blaszczykowski.

Mögliche Aufstellungen:

Tschechien - Polen

20.45 Uhr, Breslau (Wroclaw), Stadion Miejski, SR Craig Thomson/Schottland

Tschechien:

1 Cech - 2 Gebre Selassie, 6 Sivok, 3 M. Kadlec, 8
Limbersky - 17 Hübschmann, 13 Plasil - 19 Jiracek, 10 Rosicky, 14
Pilar - 15 Baros

Ersatz: 16 Lastuvka, 23 Drobny - 4 Suchy, 5 Hubnik, 7 Necid, 9
Rezek, 11 Petrzela, 12 Rajtoral, 18 Kolar, 20 Pekhart, 21 Lafata, 22
Darida

Fraglich: Rosicky (Achillessehnenprobleme)

Polen:

22 Tyton - 20 Piszczek, 13 Wasilewski, 15 Perquis, 2 Boenisch
- 5 Dudka, 7 Polanski - 16 Blaszczykowski, 11 Murawski, 10 Obraniak -
9 Lewandowski

Ersatz: 1 Szczesny, 12 Sandomierski - 3 Wojtkowiak, 4 Kaminski, 14
Wawrzyniak, 8 Rybus, 6 Matuschyk, 18 Mierzejewski, 19 Wolski, 21
Grosicki, 17 Sobiech, 23 Brozek

Fraglich: Dudka (Bauchmuskelprobleme)

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