Polen wahren mit 1:1 gegen Russland Aufstiegschance

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Gastgeber Polen darf weiter auf den Einzug ins Viertelfinale der Heim-EM hoffen.

Der Co-Gastgeber der EURO 2012 erreichte am Dienstagabend in einer packenden Partie in Warschau gegen Gruppe-A-Tabellenführer Russland nach 0:1-Pausenrückstand noch ein 1:1.

Bereits das Eröffnungsspiel der Hausherren gegen Griechenland hatte dieses Resultat gebracht, während die Russen gegen Tschechien einen 4:1-Triumph gefeiert hatten.

Youngster Alan Dsagojew brachte die Gäste in Minute 37 vor 58.000 Zuschauern im ausverkauften Nationalstadion mit seinem bereits dritten EM-Treffer in Führung.

Nach dem Wechsel besorgte aber Polens Kapitän Jakub Blaszczykowski mit einem Traumtor den hochverdienten Ausgleich (57.).

Polen braucht Sieg zum Aufstieg

Im abschließenden Match am Samstagabend gegen die Tschechen, die zuvor 2:1 gegen Ex-Europameister Griechenland gewonnen hatten, müssen die Polen nun ihren ersten Sieg in einem EM-Spiel feiern, um den angepeilten Aufstieg in die Runde der letzten acht zu schaffen.

Den Russen genügt dagegen im Parallelspiel gegen Griechenland bereits ein Remis, um wie zuletzt vor vier Jahren in Österreich und der Schweiz wieder in die K.o.-Phase vorzustoßen.



Während Russland mit derselben offensiv ausgerichteten Startelf wie gegen Tschechien begann, waren die Polen nach dem mageren 1:1 zu Umstellungen gezwungen.

Der neu in die Mannschaft gekommene Dariusz Dudka unterstützte im defensiven Mittelfeld Eugen Polanski tatkräftig, dafür rückte Rafal Murawski von der Sechser-Position anstelle von Maciej Rybus ins Offensiv-Zentrum.

Und im Tor spielte diesmal Przemyslaw Tyton von Beginn an für den nach seinem Ausschluss gesperrten Arsenal-Goalie Wojciech Szczesny.

Polen dominiert, Russland geht in Führung

Die Gastgeber begannen engagiert, dominierten die Anfangsphase klar und hatten nach sechs Minuten die erste Topchance:

Nach einem Obraniak-Freistoß kam Bremen-Außenverteidiger Boenisch noch im Fall mit dem Knie zum Ball, doch der russische Torhüter Malafejew zeichnete sich mit einer Fußabwehr aus und verhinderte das 1:0 (7.).

Russland benötigte dagegen mehr als 24 Minuten für die erste Möglichkeit, die der erneut glücklose Kerschakow nach Arschawin-Maßflanke per Kopf neben das Tor setzte (25.).

Erst danach kam die "Sbornaja" gegen die gut organisierten Polen besser ins Spiel.

Die Führung resultierte allerdings nicht aus einem ihrer blitzschnellen Angriffe, sondern einer Standard-Situation: Bei einem Arschawin-Freistoß sprintete der 1,79 m große Dsagojew von der Strafraumgrenze los und erzielte per Kopf seinen dritten EM-Treffer, mit dem er die alleinige Führung in der Torschützenliste übernahm.

Blaszczykowski-Hammer ins Glück

Die Polen standen damit unter Zugzwang: Blaszczykowski prüfte noch vor der Pause Malafejew (39.).

Auch nach dem Wechsel bewahrte der Schlussmann von Meister Zenit St. Petersburg, der nur aufgrund der Knieprobleme von Stammtormann Igor Akinfejew die Einser-Position innehat, sein Team mit weiteren Glanzparaden vorerst vor einem Gegentreffer.

Doch in Minute 57 war auch er machtlos: Blaszczykowski erzielte mit einer Granate aus vollem Lauf und 20 Metern ins Kreuzeck den Ausgleich, nach dem sich phasenweise ein offener Schlagabtausch entwickelte, der aber keine weiteren Treffer brachte.

So scheiterte etwa Dsagojew nach einer Traumkombination ebenso am Schlussmann (68.) wie im Gegenstoß Polanski (69.).

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