Die acht Stadien der EURO 2012 im Überblick

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Die acht Stadien der Fußball-EM in Polen und der Ukraine im Überblick:

Warschau (Nationalstadion): Die Grundsteinlegung für den Austragungsort des Eröffnungsspiels erfolgte 2009, die Fertigstellung verschob sich von September 2011 auf Jänner 2012. Prunkstück der zweitgrößten Arena des Turniers, in der drei Gruppenspiele, ein Viertelfinale und ein Semifinale ausgetragen werden, ist das Dach. Die gesamte Dachseilkonstruktion ruht auf einer gigantischen Nadel als zentrales Stützelement. Mit Hilfe von 72 Seilen wurde die Verspannung Schritt für Schritt nach oben gezogen. Die Nadel thront nun mit dem unteren Ende rund 30 Meter über der Spielfeldmitte. Die Kosten für das Stadion betrugen 363 Mio. Euro.

Posen (Municipal-Stadion): Die Heimstätte der Clubs Lech Posen und Warta Posen wurde für die EM um rund 180 Mio. Euro komplett renoviert. Das Stadion, Schauplatz von drei Gruppenspielen, wurde am 20. September 2010 mit einem Konzert von Sting als erste aller vier polnischen Austragungsstätten eröffnet. Im März wurden Korruptionsvorwürfe rund um die Errichtung des Municipal-Stadions laut.

Breslau (Städtisches Stadion): Zur offiziellen Eröffnung des 210 Mio. Euro teuren Stadions am 17. September 2011 gab George Michael ein Konzert, eine Woche davor hatte Witali Klitschko vor 42.000 Zuschauern am gleichen Ort seinen WBC-Box-Weltmeistertitel gegen den Polen Tomasz Adamek erfolgreich verteidigt. In der Arena sind drei Gruppenspiele angesetzt. Im April musste das Stadion für vier Wochen geschlossen werden, weil die Bewässerungsanlage schafhaft war.

Danzig (Arena Gdansk): Die gekrümmte Außenseite des im Juli 2011 eröffneten Stadions besteht aus 18.000 Platten, die Bernstein, der entlang der baltischen Küste abgebaut wird, ähneln sollen. Die knapp 200 Mio. Euro teure multifunktionale Arena, an der zweieinhalb Jahre gebaut wurde, beinhaltet auch ein Hotel und eine Rollschuhbahn und ist Schauplatz von drei Gruppenspielen - alle drei mit Beteiligung von Titelverteidiger Spanien. Außerdem findet in Danzig ein Viertelfinale statt.

Kiew (Olympiastadion): Das um knapp 600 Mio. Euro generalsanierte Final-Stadion war lange Zeit das Sorgenkind der Veranstalter, diverse Bauverzögerungen sorgten immer wieder für Kritik seitens der UEFA. Schließlich gelang im Oktober 2011 doch noch die Fertigstellung. Neben dem Endspiel gehen in Kiew auch drei Partien der Gruppenphase und ein Viertelfinale in Szene.

Lemberg (Arena Lwiw): Nicht viel besser liefen die Arbeiten für die neu errichtete Arena in Lemberg. Die Kosten explodierten von ursprünglich geplanten 95 Mio. auf 210 Mio. Euro, die Fertigstellung verschob sich immer weiter nach hinten. Stunden vor dem ersten Länderspiel in der Arena Lwiw, dem 2:1 der Ukraine gegen Österreich am 15. November 2011, wurden noch hektisch Kabelsalate abgedeckt und Leitern verräumt, um den Eindruck einer Baustelle zu vermeiden. Mittlerweile ist die Arena, in der drei Gruppenspiele stattfinden, endgültig fertiggestellt.

Donezk (Donbass Arena): Keine Probleme gab es hingegen beim Heimstadion von Schachtjor Donezk, dessen Kosten von 320 Mio. Euro von Clubchef Rinat Achmetow übernommen wurden. Merkmale der im August 2009 eröffneten Arena sind unter anderem eine Infrarot-Heizung und eine beleuchtete Außenseite. Vor dem Stadion, in dem drei Gruppenspiele, ein Viertelfinale und ein Semifinale ausgetragen werden, befindet sich ein "schwimmender" Granit-Fußball, der auf einem hauchdünnen Wasserfilm gleitet und 28 Tonnen schwer ist.

Charkiw (Metalist-Stadion): Die Arena, in der Salzburg und Austria in dieser Saison schwere Europa-League-Schlappen bezogen, wurde nach einer Generalsanierung im Dezember 2009 wiedereröffnet - die Kosten von 60 Mio. Euro übernahm zum Großteil Metalist-Charkiw-Boss Olexander Jaroslawskij. Drei Partien der Gruppenphase finden in Charkiw statt, darunter auch der Schlager zwischen Deutschland und den Niederlanden.

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