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Die "Elf des dritten Spieltages"

Der dritte Spieltag der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine ist Geschichte.

Viele Spieler haben dieser Runde ihren Stempel aufgedrückt, aber wer waren die herausragenden Protagonisten?

LAOLA1 präsentiert die „Elf des 3. Spieltages“, wohl wissend, dass es noch weitere Kandidaten gegeben hätte, die eine Nominierung in diese Auswahl verdient hätten.

Aus diesem Grund haben wir zusätzlich zum „Team der Runde“ die Kategorie „Im Blickfeld“ ins Leben gerufen, um auch jenen Spielern einen Platz einzuräumen, die nur knapp an einer Nominierung vorbeischrammten.

Tor

Hugo Lloris: Prädikat: Weltklasse! Der französische Keeper schien sich als einziger gegen die rollenden Angriffe der Schweden zu wehren. Mit mehreren Glanzparaden trieb er den Gegner zur Verzweiflung, parierte schier unhaltbare Versuche aus kurzer Distanz. Beim Traumtor von Ibrahimovic war selbst er machtlos, auch bei Larssons Abstauber, der den Endstand besiegelte.

Verteidigung

Joao Pereira: Mit konstanten Leistungen hat es der Portugiese ins Team der Runde geschafft. Der Sporting-Verteidiger raubte den niederländischen Offensivspielern den Nerv und stellte zusätzlich seine Qualitäten in der Offensive unter Beweis. Sein Zuspiel vor dem 1:1 durch Cristiano Ronaldo verdient sich das Prädikat "Traumpass".

 

Vedran Corluka: Ob bei Tottenham oder Leverkusen - der kroatische Abwehrspieler hat schon oft seine Stärken unter Beweis gestellt. So auch bei der EURO 2012. Gegen Spanien bildete er zusammen mit Gordon Schildenfeld ein fast unuüberwindbares Innenverteidiger-Duo - bis zur 88. Minute, als Jesus Navas den Sieg fixierte.

 

Gordon Schildenfeld: Bei Sturm Graz mauserte sich Schildenfeld zu einem der Besten der Bundesliga, auch in Frankfurt fasste er schnell Fuß. Obwohl er im Vorfeld der EURO nicht als Fixstarter galt, zahlte er das Vertrauen in seine Person zurück. Gegen Spanien war er überall zu finden und vereitelte eine Chance nach der anderen.

 

Federico Balzaretti: Mit der Rückkehr zur italienischen Viererkette durfte Palermos Defensivspieler sein Können unter Beweis stellen. Gleich in seinem ersten Spiel von Beginn an ließ er defensiv nichts anbrennen. Zudem setzte er offensiv Akzente und spielte gute Pässe in die Spitze.

 

Mittelfeld

Sami Khedira: Sowohl defensiv als auch offensiv das Um und Auf im Spiel der Deutschen gegen Dänemark. Der Real-Madrid-Profi hätte seine Leistung mit einem Treffer krönen können, doch in punkto Torabschluss ist noch Verbesserungspotenzial zu erkennen. Scheiterte zwei Mal aus aussichtsreicher Position.

 

Rafael van der Vaart: Bei allen Negativschlagzeilen rund um die "Oranje" gönnen wir dem Tottenham-Kicker eine Nominierung ins Team der Runde. Erstmals in der Startelf brachte er die Niederländer mit seinem sehenswerten Schlenzer nicht nur auf Kurs, er war auch einer oder besser gesagt der einzige Engagierte im Team von Bert van Marwijk. Davon zeugt auch ein Stangenschuss.

 

Andriy Yarmolenko: Das Offensivfeuerwerk des Co-Gastgebers wurde vor allem durch die Flügelzange mit Evgen Konoplyanka angekurbelt. Der erst 22-jährige Spieler von Dynamo Kiew lieferte schon davor Talentproben ab. Technisch versiert, kaum zu stoppen und mit viel Dynamik - so schafft man es ins Team der Runde.

 

Luka Modric: Der Fädenzieher im kroatischen Team überzeugte gegen Spanien und ließ Fußball-Experten mit der Zunge schnalzen. Der Tottenham-Legionär war kaum vom Ball zu trennen, sorgte für Gefahr vor dem gegnerischen Tor und lieferte mit einer einzigartigen Außenrist-Flanke den vermeintlichen Matchball für Ivan Rakitic - der aber per Kopf an Casillas scheiterte.

 

Vaclav Pilar: Läuft und läuft und läuft. Unermüdlicher Flankenflitzer, der den enttäuschenden Polen ein ums andere Mal Probleme bereitete. Wolfsburg-Trainer Felix Magath darf sich darüber freuen, den Wirbelwind schon vor der EURO 2012 unter Vertrag genommen zu haben.

Sturm

Cristiano Ronaldo: Er hat es allen gezeigt. Mit seiner Leistung gegen die Niederlande ließ er alle Kritiker verstummen und stellte einmal mehr unter Beweis, warum er einer der Besten, wenn nicht der Beste, der Welt ist. Mit seinen zwei Treffern fixierte er nicht nur den Aufstieg ins Viertelfinale, er hatte auch zum ersten Mal bei diesem Turnier Spaß am Spiel. Seine Gegenspieler können ein Lied davon singen.

 

Im Blickfeld

Lukas Podolski: Der 100. Einsatz im Nationalteam ist aller Ehren wert, vor allem für Deutschland. Dass er trotz Kritik wichtig ist, bewies er mit seinem Tor im Jubiläumsspiel. Das eine oder andere Spiel wird noch folgen.

Lars Bender: Walter Schachner verhalf ihm bei 1860 zum Debüt. Mit seinen Leistungen in Leverkusen stand er jedoch meist im Schatten seines Bruders Sven, der beim deutschen Double-Sieger Borussia Dortmund unter Vertrag steht. Seinen ersten EURO-Einsatz bestätigte er mit guter Defensivarbeit und dem Siegtreffer zum 2:1.

Wayne Rooney: Der Man-United-Stürmer verpasste zwei Spiele aufgrund einer Sperre. Eine Diskussion brach los, ob er überhaupt spielen sollte. Diese Kritiker ließ er mit dem 1:0-Siegtreffer gegen die Ukraine verstummen. England ohne Rooney? Ab sofort nicht mehr vorstellbar.

Zlatan Ibrahimovic: Die Bilder seines Traumtores gegen Frankreich gehen um die Welt. Trotzdem muss sich der Stürmer mit Schweden von der EURO verabschieden. Allerdings darf er sich über einen EM-Rekord freuen: Ibrahimovic erzielte bei drei Europameisterschaften mindestens zwei Tore.

Damien Duff: So richtig fürs Team der Runde konnte sich im Verlauf des Turniers kein Ire empfehlen. Kämpferisch gab der Außenseiter alles, auch in Person von Damien Duff. Dem langjährigen England-Legionär wurde eine besondere Ehre zuteil. Robbie Keane verzichtete auf die Kapitänsschleife, um sie Duff zum 100. Länderspiel-Einsatz zu übergeben.


Alexander Karper

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