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Die "Elf des zweiten Spieltages"

Der zweite Spieltag der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine ist Geschichte.

Viele Spieler haben dieser Runde ihren Stempel aufgedrückt, aber wer waren die herausragenden Protagonisten?

LAOLA1 präsentiert die „Elf des 2. Spieltages“, wohl wissend, dass es noch weitere Kandidaten gegeben hätte, die eine Nominierung in diese Auswahl verdient hätten.

Aus diesem Grund haben wir zusätzlich zum „Team der Runde“ die Kategorie „Im Blickfeld“ ins Leben gerufen, um auch jenen Spielern ihren Platz einzuräumen, die nur knapp an einer Nominierung vorbeischrammten.

Tor

Manuel Neuer: Hielt was gegen die Niederlande zu halten war, spielte wie immer gut mit und strahlte viel Ruhe aus. Beim Treffer von Van Persie chancenlos. Dass Deutschland in der Hammer-Gruppe B nach den zwei Spitzenspielen erst ein Gegentor erhalten hat, ist auch ein großer Verdienst von Neuer.

Verteidigung

Olof Mellberg: Der 1:1-Ausgleich wurde ihm noch aberkannt und Johnson als Eigentor „gutgeschrieben“, das zwischenzeitliche 2:1 gehörte aber dann ganz ihm. Räumte gegen England auch hinten viel ab und hatte an der 2:3-Niederlage am wenigsten schuld.

 

Philipp Lahm: Der DFB-Kapitän nahm Bayern-Kollege Robben fast komplett aus dem Spiel und setzte auch in der Offensive immer wieder Akzente. In der Form des Niederlande-Spiels wohl der beste Linksverteidiger dieses Turniers.

 

Pepe: Sah zwar beim 2:2-Ausgleich von Bendtner nicht gut aus, hielt Portugals Abwehr aber ansonsten zusammen. Dazu gelang ihm der wichtige 1:0-Führungstreffer. Als „aggressive leader“ im Team der Künstler immens wichtig.

 

Ivan Strinic: Der 24-Jährige machte über seine linke Seite immer wieder Dampf und bereitete auch den Ausgleich durch Mandzukic vor. Im Gegensatz zum Irland-Spiel stand er dieses Mal auch defensiv sicher.

 

Mittelfeld

Bastian Schweinsteiger: Das Hirn des deutschen Mittelfelds kommt langsam wieder in WM-Form. Bereitete gegen die Niederlande beide Gomez-Treffer mustergültig vor und war auch sonst Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel.

 

David Silva: Vier Scorerpunkte beim 4:0-Kantersieg gegen Irland – noch Fragen? Der Manchester-City-Legionär stand sinnbildlich für die Spielfreude der „Seleccion“. Xavi oder Iniesta hätten sich den Platz in der „Elf der Runde“ ebenfalls verdient.

 

Franck Ribery: Der Bayern-Star steuerte beim 2:0-Sieg gegen die Ukraine zwar keinen Scorerpunkt bei, hatte aber bei jeder gefährlichen Situation seine Beine im Spiel. Wurde von der UEFA zum „Spieler des Spiels“ gewählt.

 

Andrea Pirlo: Nach seinem Assist gegen Spanien legte der Regisseur gegen Kroatien ein schönes Freistoß-Tor nach. Zeigt auch mit 33, dass er für Italien unverzichtbar ist. Seine Pässe sind teilweise eine Augenweide.

 

Sturm

Fernando Torres: Totgesagte leben bekanntlich länger. Gegen Irland zeigte der 28-Jährige, warum er einst zu den begehrtesten Stürmern zählte.  Sein Doppelpack war auch eine gute Werbung für ein spanisches Spiel mit einem richtigen Angreifer.

 

Mario Gomez: Noch größer als Torres‘ Genugtuung  ist wohl die von Gomez. Trotz seines 1:0-Siegtreffers gegen Portugal war der DFB-Stürmer viel Kritik ausgesetzt. Die beste Antwort darauf gab er am Platz gegen die Niederlande – Doppelpack und wieder Matchwinner.

 

Im Blickfeld

Jakub Blaszczykowski: Polens Kapitän legte offenbar die Hoffnungen einer ganzen Nation in den Schuss, der zum verdienten 1:1-Ausgleich führte. War in der zweiten Hälfte der Antreiber im polnischen Spiel und stetiger Unruheherd.

Theo Walcott: 30 Minuten reichten ihm, um die Partie gegen Schweden zu drehen. 120 Sekunden nach seiner Einwechslung erzielte er das 2:2, später bereitete er noch den 3:2-Siegtreffer vor. Ganz starke Vorstellung des Arsenal-Akteurs.

Nicklas Bendtner: Am „Enfant terrible“ lag es nicht, dass die Dänen gegen Portugal den Kürzeren zogen. Sorgte mit seinem Doppelpack für Spannung und war stets gefährlich.

Jeremy Menez: Bekam überraschend den Vorzug vor Malouda, rechtfertigte das Vertrauen aber vollends. Erzielte nicht nur das wichtige 1:0, sondern war wie Ribery in fast jeden Angriff eingebunden.

Kurt Vierthaler

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