24 Teams kämpfen um 10 EM-Tickets

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Für Österreich geht es in den letzten beiden Spielen der EM-Qualifikation nur noch um einen gelungenen Abschluss.

Die kommenden Qualifikations-Spiele bieten aber durchaus noch Spannung. 24 Teams kämpfen um die verbleibenden 10 EM-Tickets – vorerst aber auch um Plätze in der Relegation.

Wer kann sich neben den Gastgebern Polen und der Ukraine, sowie Spanien, Deutschland, Italien und den Niederlanden für das Groß-Ereignis qualifizieren?

LAOLA1 zeigt Gruppe für Gruppe, wer die besten Chancen hat:

Gruppe A

Deutschland ist nach acht Siegen aus acht Partien bereits jetzt fix für die EM 2012 qualifiziert. Das Team von Joachim Löw wird aber auch beim Kampf um Platz zwei ein Wörtchen mitreden. Zuerst empfängt die Türkei den WM-Dritten, während Belgien zuhause gegen Kasachstan einen Pflichtsieg anpeilt. Wenn dieser gelingt und die Deutschen den neunten Sieg einfahren, würde das Team von Georges Leekens vor dem letzten Spieltag mit einem Punkt Vorsprung von Platz zwei lachen. Doch auch in diesem Fall hätte die Türkei die besseren Karten, denn während sie im letzten Spiel zuhause auf Aserbaidschan trifft, muss Belgien in Düsseldorf gegen Deutschland bestehen – und ein Punkt würde vermutlich nicht reichen.

Gruppe B

In Gruppe B kämpfen noch vier Teams um die ersten beiden Plätze. Russland könnte mit einem Auswärtssieg gegen die Slowakei bereits für eine Vorentscheidung sorgen – im Heimspiel gegen Andorra sollte nichts mehr anbrennen. Irland (in Andorra) und Armenien (gegen Mazedonien) müssen sich mit Siegen gegen bereits chancenlose Teams in Position bringen, um am letzten Spieltag im direkten Duell den zweiten Platz zu fixieren. Sollte die Slowakei der nach unten zeigenden Formkurve trotzen und Russland ein zweites Mal bezwingen, könnte sie von einem Remis zwischen Irland und Armenien profitieren und mit einem Sieg in Mazedonien zumindest in die Relegation einziehen.

Gruppe C

Italien ist nicht mehr von der Tabellenspitze zu stoßen. Wenn der Weltmeister von 2006 das Gastspiel gegen Serbien verliert, ist auch der Kampf um die Relegation vorzeitig entschieden. Wenn Serbien aber verliert oder nur unentschieden spielt und auch am letzten Spieltag in Slowenien nicht gewinnt, kann Estland in seinem verbleibenden Spiel gegen Nordirland Platz zwei erklimmen. Slowenien hat nur noch theoretische Chancen auf die Relegation: Estland muss in Nordirland verlieren und Serbien muss sowohl gegen Italien als auch gegen das Team von Matjaz Kek leer ausgehen. Serbien hat es also selbst in der Hand. Aus den verbleibenden beiden Spielen müssen mindestens drei Punkte her.

Gruppe D

Wenn Frankreich und Bosnien-Herzegowina ihre vorletzten Spiele gegen Albanien bzw. Luxemburg gewinnen, machen sie die ersten beiden Plätze im direkten Duell untereinander aus. Auch falls die Franzosen Albanien nicht schlagen, können sie im letzten Heimspiel das EM-Ticket buchen. Rumänien muss auf Ausrutscher zumindest eines der top-platzierten Konkurrenten hoffen und seinerseits gegen Weißrussland und in Albanien gewinnen. Nur wenn Bosnien-Herzegowina sowohl zuhause gegen Luxemburg als auch in Frankreich verliert, reichen den Rumänen vier weitere Zähler für den zweiten Platz.

Gruppe E

Die Niederlande sind bereits fix qualifiziert. Selbst wenn sie durch Niederlagen gegen Moldawien und Schweden Platz eins abgeben sollten, würden sie den Direktaufstieg als bester Gruppenzweiter schaffen. Im Kampf um Platz zwei hat Schweden die besseren Karten. Ungarn muss in einem einzigen Spiel gegen Finnland mehr Punkte holen als die zweitplatzierten Skandinavier in Finnland und zuhause gegen die Holländer. Dementsprechend könnte Schweden bereits eine Runde vor Schluss mit einem Sieg im nordischen Derby alles klar machen. Ansonsten wird es noch einmal eng.

Gruppe F

In Gruppe F machen Kroatien und Griechenland die ersten beiden Plätze untereinander aus. Am vorletzten Spieltag kommt es in Griechenland zum direkten Duell. Sofern Kroatien keinen Auswärtssieg landet, kommt es am letzten Spieltag zum Fernduell: Griechenland muss in Georgien bestehen; Kroatien empfängt Lettland. Bei Punktegleichheit entscheidet das direkte Duell. Das erste Aufeinandertreffen endete torlos.

Gruppe G

Wenn England in seinem letzten Spiel in Montenegro punktet ist die EM-Teilnahme in trockenen Tüchern. Wenn nicht, können Mirko Vucinic und Co. die Sensation und Platz eins mit einem Auswärtssieg gegen die Schweiz perfekt machen. Aber auch die Eidgenossen können zumindest noch von der Relegation träumen. Während Montenegro die „Three Lions“ empfängt, kann das Team von Ottmar Hitzfeld den Abstand in der Partie gegen Wales verkürzen und im direkten Duell vorbeiziehen. Auch wenn Montenegro den Drei-Punkte-Vorsprung in die letzte Runde rettet, können die Schweizer Platz zwei mit einem Heimsieg fixieren. Allerdings muss dieser höher ausfallen als Montenegros 1:0 im Hinspiel – ansonsten entscheidet die Tordifferenz, die momentan auch gleich ist.

Gruppe H

Portugal, Dänemark und Norwegen halten allesamt bei dreizehn Punkten. Allerdings steht für Norwegen nur noch ein Spiel an – zuhause gegen Zypern. Dänemark (in Zypern) und Portugal (gegen Island) können sich am Freitag Luft verschaffen und die ersten beiden Plätze am letzten Spieltag im direkten Duell untereinander ausmachen. Wenn die beiden Teams bis dahin weiterhin punktegleich sind, würde Cristiano Ronaldo und Co. ein Remis reichen. Dänemark würde sich bei Punktegleichheit mit Norwegen wegen des direkten Vergleichs durchsetzen, zwischen Portugal und Norwegen müsste die Tordifferenz entscheiden, die momentan klar zugunsten der Iberer ist.

Gruppe I

Spanien hat Platz eins bereits sicher in der Tasche. Der Europameister wird aber auch im Kampf um den Relegations-Platz mitmischen. Momentan belegt Tschechien zwei Punkte vor Schottland den begehrten zweiten Platz. Auch bei Punktegleichheit würden die Tschechen dank des direkten Vergleichs die Nase vorne haben. Beide Teams haben noch Spiele gegen Spanien vor sich - Tschechien am Freitag zuhause und Schottland am Dienstag auswärts. Die Briten könnten – sofern der Europameister auch das siebente Spiel gewinnt – mit einem Pflichtsieg in Liechtenstein auf Platz zwei klettern und dann auf einen Ausrutscher der Tschechen in Litauen hoffen oder gegen Spanien selbst überraschen. 

Manuel Preusser

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