Zehn Dinge über... Giorgos Karagounis

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Giorgos Karagounis ist das Urgestein schlechthin in der griechischen Nationalmannschaft.

Der 35-Jährige führte die U21 im vergangenen Jahrtausend zum Vize-Weltmeistertitel und feierte 1999 sein Teamdebüt. Er war beim EM-Sieg 2004 dabei, spielte bei der WM 2006 und der EM 2008 und war beim ersten WM-Sieg eines griechischen Teams 2010 der Kapitän.

LAOLA1 weiß zehn Dinge über DEN Hellenen schlechthin.

  • Karagounis erzielte das erste Tor einer griechischen Mannschaft bei einer Europa- oder Weltmeisterschaft. Im Eröffnungsspiel der EM 2004 in Portugal traf der damals 27-Jährige nach nur sieben Minuten mit einem platzierten Distanzschuss gegen den Gastgeber. Wäre dieses Tor alleine schon der größte Erfolg einer griechischen Nationalmannschaft gewesen, läutete es mit dem EM-Titel noch einen viel größeren ein.
  • Panathinaikos Athen ist sein Klub – wie ein Bumerang kehrte er immer wieder zurück. Er begann seine Karriere dort, ging mangels Einsätzen zu Apollon Smyrnis, kam zu „Pana“ zurück und fand über Inter Mailand zu Benfica – nur um nach zwei Jahren wieder zu seinem Stammverein zu wechseln.
  • Im wichtigsten Spiel seines Lebens wurde dem Griechen seine Neigung zu Gelben Karten zum Verhängnis. Er verpasste das EM-Finale gegen Portugal aufgrund einer Gelbsperre – übrigens schon seine zweite im nur sechs Spiele umfassenden Turnier. Er sah in jedem Spiel, an dem er teilnahm, die Gelbe Karte.
  • Der Grieche musste bei einem Eckball ein Mal einen Karottenhagel über sich ergehen lassen. Im Dezember 2009 trat er bei einem Gastspiel in Saloniki zu einem Eckball an. Die Iraklis-Fans ließen daraufhin die Gemüsegeschosse los – als Anspielung auf den Spitznamen von Panathinaikos, sie werden „Die Hasen“ genannt.
  • Vielleicht lässt sich die sportliche Berufswahl des 35-Jährigen durch seinen Geburtsort erklären. Er erblickte das Licht der Welt nur 16 Kilometer weit von Olympia entfernt.
  • 2005 erregte er mit seinem Transfer zu Benfica Lissabon Aufsehen. Nur ein Jahr, nachdem er das Herzstück des griechischen Nationalteams war, das Portugal mit dem Finalsieg das Sport-Herz brach, zog er in die Hauptstadt des iberischen Landes ein – für viele unverständlich und provokant. Karagounis beschwichtigte aber: „Ich mag Benfica. Es ist ein großer Klub und es ehrt mich, dass sie an mich glauben“ – und er behielt recht. Nach einer durchwachsenen ersten Saison waren in der stärkeren zweiten Spielzeit alle Sorgen vergessen.
  • Neben dem unermüdlichen Mittelfeldmotor hat das Städtchen Pyrgos eine weiter berühmte Persönlichkeit hervorgebracht. Niemand geringerer als der Ex-Premierminister Stefanos Stefanopoulos kam in der Hauptstadt der Region Elis zur Welt.
  • Der Hellene hält einen nicht sehr begehrten Rekord bei Europameisterschaften: Er hat die meisten Gelben Karten erhalten. Auf die vier bei der EURO 2004 folgten 2008 zwei weitere, womit er Gheorge Hagi, Pavel Nedved und Gianluca Zambrotta endgültig abhängte.
  • Zieht der nur 1,72 m große Kicker das Dress des Nationalteams über, mutiert er zum Portugal-Spezialisten. Von acht Toren für die Auswahl Griechenlands erzielte er gleich drei gegen die Iberer.
  • Rekordspieler des griechischen Nationalteams zu werden, war ihm bisher nicht vergönnt. Obwohl der zentrale Mittelfeldspieler schon 115 Spiele auf dem Buckel hat, hat ihm Theodoros Zagorakis noch fünf Partien voraus. Um ihn noch bei der EM einzuholen, müssten es die Hellenen schon ins Halbfinale schaffen – und das ohne eine Sperre des Gelb-Sammlers.

Martin Schauhuber

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