Der singende Tormann mit den Händen in der Höhe

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Gute Erinnerungen hat Igor Akinfeev an die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Schließlich schaffte es Russland mit dem Schlussmann bis ins Halbfinale von Wien.

Nicht nur deswegen zählt der Goalie von ZSKA Moskau zu den Top-Torhütern dieser Welt. Bald wird ihn wohl auch ein absoluter Top-Klub in eine Spitzenliga locken.

„Ich bin schon viele Jahre in Russland und fühle mich bereit für eine neue Herausforderung. Wenn das richtige Angebot für mich und meinen Klub kommt, dann wird wohl nichts in meinem Weg stehen“, so der 26-Jährige.

LAOLA1 weiß zehn Dinge über Igor Akinfeev:

  • Dieser Tormann ist bislang ein echter One-Club-Player. Akinfeev spielte bislang bei keinem anderen Verein als bei ZSKA Moskau. 2003 rückte der Russe in die Kampfmannschaft, debütierte mit 17 Jahren und gewann seither drei Mal die Meisterschaft und 2005 den UEFA Cup.
  • Für den 26-Jährigen wird es in Polen und der Ukraine bereits die dritte Europameisterschaft. Bei der EM 2004 in Portugal stand er im EM-Kader, spielte allerdings nicht. 2008 stoppten ihn erst die Spanier. In der Regenschlacht von Wien setzte es ein 0:3. Der Sieger holte aber dann auch die EM.
  • Der Nationalspieler trug sich in die Geschichtsbücher ein, als er mit 18 Jahren und 20 Tagen zum jüngsten Nationalspieler Russlands wurde. Am 28. April 2004 kassierte er allerdings gleich drei Gegentore bei der 2:3-Niederlage auswärts gegen Norwegen.
  • Akinfeev ist nicht nur Fußballstar. Auch dem Musikbusiness gehört der Keeper an. Der Goalie ist großer Fan der russischen Dancegruppe „Ruki wwerch“, was auf Deutsch frei übersetzt „Hände hoch“ bedeutet. Mit der Band nahm der extrovertierte Tormann das Lied „Sommerabend“ auf.
  • Was den Marktwert betrifft, ist Akinfeev bei „transfermarkt“ als Nummer neun gereiht: Mit 17 Millionen Euro liegt der Schlussmann hinter Iker Casillas (35 Mio.), Manuel Neuer (30), Petr Cech (25), Joe Hart (21), Victor Valdes (20), Pepe Reina (19), Julio Cesar (18) und Hugo Lloris (18).
  • Sein zweiter Vorname ist Vladimirovich.
  • In seiner Karriere musste die Nummer 35 schon zwei schwere Verletzungen hinnehmen. Zwei Mal riss sich Akinfeev das Kreuzband. Zuletzt erst im November. Die Pause dauerte bis April. Am 29. Mai gab er dann auch sein Team-Comeback und hielt beim torlosen Remis in Litauen seinen Kasten leer.
  • Akinfeev hielt bislang neun Elfmeter in seiner Profi-Karriere. Einen davon in der EM-Qualifikation gegen Mazedonien. Der Pechvogel? Mattersburg-Stürmer Ilco Naumoski.
  • Gutes Omen für die EM 2012? Rinat Dasaev coachte Akinfeev in früheren Jahren. Der Goalie der Sowjetunion wurde 1988 zum besten Keeper der Europameisterschaft in Deutschland gewählt…
  • Er ist bislang ein One-Club-Player, aber das muss nicht mehr lange der Fall sein. Milan, Manchester United sollen schon mal dran gewesen sein. Chelsea hat bereits wiederholt Interesse an der Nummer eins gezeigt. Zuletzt erst im Februar, wo sich Akinfeev noch von seinem zweiten Kreuzbandriss erholte.

 

Bernhard Kastler

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