Vorarlberger Klubs patzen im Aufstiegskampf

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Für die Vorarlberger Spitzenklubs Austria Lustenau und Altach setzt es in der 9. Runde der Ersten Liga Rückschläge im Titelkampf.

Austria Lustenau kommt zu Hause gegen St. Pölten nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Die viertplatzierten Altacher verlieren zu Hause 1:2 gegen Grödig.

Schlusslicht Hartberg schlägt den direkten Konkurrenten FC Lustenau 2:0. Vienna und Blau-Weiß Linz trennen sich torlos.

Leader WAC/St. Andrä (3:2 beim LASK am Montag) führt vier Punkte vor Austria Lustenau.

Austria Lustenau - SKN St. Pölten 1:1

Austria Lustenau ist am Dienstagabend im Heimspiel der neunten Runde der Ersten Liga nicht über ein 1:1 (1:0) hinausgekommen. Damit büßte der Cup-Finalist und Tabellenzweite zwei Zähler auf Spitzenreiter WAC/St. Andrä, der nun vier Punkte Vorsprung hat, ein. Gerald Krajic hatte die überlegenen Hausherren in Minute neun aus einem Foulelfer - Popp hatte Honeck im Strafraum gelegt - in Führung gebracht. Doch Manuel Rödl gelang in Minute 90 per Kopf noch der überraschende Ausgleich für die Niederösterreicher.

Nach dem 1:3 im Lustenauer Derby am vergangenen Freitag musste die Austria aus dem "Ländle" damit den nächsten Dämpfer hinnehmen. Allerdings hätte die Mannschaft von Helgi Kolvidsson dieses Match gewinnen müssen, vergab sie doch Chancen in Hülle und Fülle. St. Pölten ist nun schon vier Spiele en suite gegen den Aufstiegskandidaten unbesiegt und hielt als Tabellenachter mit dem Remis Anschluss ans Tabellenmittelfeld.

Vienna - BW Linz 0:0

Die Vienna und Aufsteiger Blau Weiß Linz haben sich in der neunten Runde am Dienstagabend mit einem torlosen Remis getrennt. Die Tabellennachbarn lieferten vor 2.800 Zuschauern auf der Hohen Warte aber eine unterhaltsame Partie ab, der lediglich die Tore fehlten. Die Oberösterreicher eroberten nach drei Niederlagen in der Ferne in Wien zumindest den ersten Auswärtszähler der Saison. Die Vienna, die dieser Tage den 117-jährigen Geburtstag feiert, liegt in der Tabelle als Sechster weiter einen Zähler vor Linz.

Die Vienna, deren Trainer Alfred Tatar beim bis dato letzten Erfolg gegen den Vorgängerclub der Stahlstädter 1986 noch auf dem Platz gestanden war, erwischte den besseren Start. Die Wiener kombinierten gefällig, rannten sich aber in der gut gestaffelten Abwehr der Gäste fest. Die erste Großchance fand allerdings Blau Weiß durch Nikolow (39.) vor, praktisch im Gegenzug setzte Mair einen Volley knapp neben das Gehäuse der Linzer.

Der Aufsteiger kam nach Seitenwechsel offensiver aus der Kabine. In einem offenen Schlagabtausch suchten beide Teams den Sieg. Während Routinier Dospel per Kopfball (60.) nur knapp nicht das Ziel fand, scheiterte Huspek nach einem Konter an Viennas Schlussmann Traby (73.). Ein Tor wollte an diesem Abend dennoch nicht fallen.

SCR Altach - SV Grödig 1:2

SCR Altach befindet sich in der Ersten Liga weiter im Tief. Das Team von Trainer Adi Hütter verlor am Dienstagabend das Heimspiel der neunten Runde gegen Grödig 1:2 (1:0) und musste damit nach dem 0:2 bei BW Linz am vergangenen Freitag die zweite Niederlage in Serie hinnehmen. Die Salzburger, die in der vergangenen Saison gegen die Altacher alle vier Spiele zu null und zuletzt bei BW Linz sowie daheim gegen den LASK jeweils 0:3 verloren hatten, liegen damit nur noch einen Zähler hinter den viertplatzierten Vorarlbergern.

Die Hausherren starteten gut und gingen nach einem Erbek-Corner mit anschließendem Kopfball von Schösswendter durch Tomi, der das Luftduell mit Grödig-Schlussmann Schranz für sich entschied und per Kopf traf, verdient in Führung (23.). Danach verabsäumten es die Altacher, diesen Vorsprung auszubauen und mussten nach dem Wechsel den Ausgleich hinnehmen. Nachdem ein Parapatits-Kopfball an der Latte gelandet war, musste der Ex-Altacher Cabrera nur noch abstauben (57.). Und fünf Minuten später gab es die nächste kalte Dusche für die Gastgeber: Salamon tankte sich links durch, spielte im Strafraum in die Mitte, wo Thomas Krammer goldrichtig stand und die bereits zweite Heimniederlage der Hütter-Elf in dieser Saison perfekt machte (62.).

TSV Hartberg - FC Lustenau 2:0

Schlusslicht TSV Hartberg hat im Nachzügler-Duell der Erste Liga Boden auf den Vorletzten FC Lustenau gut gemacht. Die Oststeirer setzten sich in der 9. Runde am Dienstagabend vor heimischer Kulisse verdient 2:0 (0:0) durch. Hartberg verkürzte nach dem zweiten Saisonsieg in der Tabelle den Rückstand auf die Vorarlberger damit auf einen Zähler. Der eingewechselte Lukas Mössner (55.) sowie Rexhe Bytyci (96.) im Finish erzielten die Tore.

Nur zwei Siege in den jüngsten 15 Runden auf Hartberger bzw. zwei in den letzten 13 Runden auf Lustenauer Seite waren vor dem Aufeinandertreffen zu Buche gestanden. Vor allem die Hausherren waren bestrebt, diese Bilanz positiver zu gestalten. Hartberg erwies sich von Beginn weg als deutlich aktiveres Team, scheiterte aber allzu oft an der mangelnden Chancenauswertung. Harrer (11.) und Zivny (19.) ließen die besten Möglichkeiten ungenutzt, auf der Gegenseite zwang Rieß Hartbergs Torhüter Rindler erst in der 43. Minute zu einer Parade.

Nach Seitenwechsel mussten sich die 1.000 Zuschauer aber nicht lange gedulden. Mit einer ersten Ballberührung drückte Mössner den Ball nach idealer Vorarbeit von Adilovic aus einem Meter über die Linie. Lustenau, wo Neuverpflichtung Etienne Eto'o noch auf der Tribüne saß, kam erst nach dem Rückstand auf. Holzmann (66.) und Witteveen (74.), dessen Schuss Rindler mit einem Reflex entschärfte, ließen Chancen auf den Ausgleich aber ungenutzt. Für die Entscheidung sorgte schließlich Bytyci aus einem Konter in der Nachspielzeit.

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