Absteiger demütigt Titelanwärter

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Hartberg macht das Aufstiegsrennen spannend

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Der Aufstiegskampf in die Bundesliga ist spannender denn je zuvor.

Erste-Liga-Spitzenreiter WAC/St. Andrä unterliegt Schlusslicht TSV Hartberg 1:4 und führt zwei Runden vor Schluss nur mehr zwei Punkte vor dem LASK.

Altach bringt sich mit einem 2:2-Remis beim FC Lustenau selbst um die Chance noch einmal in den Titelkampf einzugreifen.

Die Vienna baut mit einem 2:0-Erfolg in St. Pölten als Achter den Vorsprung auf den Relegations-Platz auf zwei Punkte aus. Blau-Weiß Linz besiegt Grödig 3:1.

WAC/St. Andrä - TSV Hartberg 1:4 (1:0)

  

Der WAC/St. Andrä hat Titelkampf Nerven gezeigt und einen Rückschlag hinnehmen müssen.

Die Kärntner verloren vor einer Rekordkulisse von fast 4.000 Zuschauern in der Lavanttal-Arena im Duell des Tabellenführers mit Schlusslicht TSV Hartberg überraschend klar mit 1:4 (1:0) und liegen damit zwei Runden vor Schluss nur mehr zwei Punkte vor dem LASK voran.

Auch Austria Lustenau ist mit vier Punkten Rückstand noch im Aufstiegsrennen, genauso wie der sechs Zähler zurückliegende SCR Altach.

Schweres Restprogramm

Auf die Wolfsberger wartet nun am Freitagabend (20.30 Uhr) das schwierige Auswärtsspiel bei der Vienna.

Der LASK empfängt zeitgleich den SV Grödig, ehe es in der letzten Runde am 18. Mai (20.30) noch zum direkten Duell der beiden ersten Titelkandidaten in der Lavanttal-Arena kommt.

Austria Lustenau empfängt noch den FC im Derby und muss in St. Pölten antreten. Altach hat Blau-Weiss Linz zu Gast und spielt zum Abschluss in Grödig.

Vergebene Chancen

Michael Huber (65.), Josip Fucek (76.) und Edmir Adilovic (88., 91.) sorgten in der letzten halben Stunde noch für den verdienten Auswärtssieg des Letzten. Stephan Stückler hatte die Kärntner in Führung geschossen (19.), für sie war es erst die zweite Heimniederlage in den jüngsten 23 Partien.

Die Hartberger stehen aus sportlicher Sicht schon seit vergangener Runde als Fixabsteiger fest, hielten aber voll dagegen. Was der Elf von Coach Walter Hörmann aber vorerst fehlte, war wie so oft im Frühjahr die nötige Effizienz.

Friedl probierte es aus kurzer Distanz mit einem "Ferserl" (8.) und stellte WAC-Tormann Dobnik damit vor keine Probleme, zudem ging ein Tauschmann-Kopfball daneben (15.).

Rindler hält TSV im Spiel

Die Kärntner machten ihre Sache nach nervösem Beginn schon deutlich besser. Hartberg-Goalie Rindler konnte einen Jacobo-Schuss zwar parieren (17.), war zwei Minuten später aber erstmals geschlagen.

Nach herrlichem Lochpass von Solano scheiterte Stückler zwar noch an Rindler, gegen den Abstauber des WAC-Stürmers war der TSV-Tormann aber machtlos. Rindler bewahrte seine Mannschaft in der Folge mit einer starken Parade bei einem Falk-Kopfball vor dem 0:2 (23.).

Sonst war aber auch von den Kärntnern nicht viel zu sehen, sie beschränkten sich darauf, das Ergebnis zu verwalten. Das wurde vor allem in der Anfangsphase der zweiten Hälfte augenscheinlich.

Die Wende durch Standardsituation

Die Partie plätscherte dahin, da der TSV zwar gefällig spielte, aber sich kaum wirklich entscheidend in Szene setzen konnte. Wenig überraschend leitete dann aber eine Standardsituation noch einmal die Wende ein.

Nach Corner von Adilovic besorgte Huber per Kopf den nicht unverdienten Ausgleich (65.). Und die Steirer spielten sich danach in einen Rausch.

Der zur Pause eingewechselte Fucek setzte sich nach einem Konter gegen Solano auf der rechten Seite durch und traf ins kurze Eck (76.). Adilovic mit einem Doppelpack (88., 91.) sorgte noch für klare Verhältnisse und bei den Kärntnern für hängende Köpfe.

Erster Sieg im Frühjahr

Die Steirer beendeten ihre Serie von zwölf Partien ohne Sieg mit dem ersten Erfolg seit 29. November 2011 (2:1 bei der Vienna) und haben damit gleich zwei ihrer sechs Saisonsiege gegen den WAC gefeiert.

FC Lustenau - SCR Altach 2:2 (1:0)

Der FC Lustenau hat am Dienstag im Kampf um den direkten Klassenerhalt in der Erste-Liga einen Rückschlag hinnehmen müssen.

Die Lustenauer mussten sich in der 34. Runde im Derby daheim gegen Altach nach einem spektakulären Finish mit einem 2:2 (1:0) zufriedengeben.

Da der direkte Konkurrent Vienna einen 2:0-Auswärtserfolg gegen St. Pölten feierte, liegen die Vorarlberger nun zwei Runden vor Schluss zwei Punkte hinter den achtplatzierten Wienern. Der Neunte muss am 5. und 8. Juni in der Relegation gegen den GAK antreten.

Altach gibt zunächst den Ton an

Die Altacher waren in der Anfangsphase gegen die nervös wirkenden Lustenauer spielbestimmend.

Bei einer Dreifachchance trafen Andreas Lienhart und Hannes Eder jeweils die Latte, Philipp Netzer vergab dann auch noch den Nachschuss (9.).

Danach fand aber auch der FC Lustenau ins Spiel. Kurz vor der Pause bereitete Ali Osman die 1:0-Führung mustergültig vor, seinen Querpass von der rechten Seite verwertete der Kroate Enes Novinic (43.).

Zehn gegen zehn

Nach der Pause verteidigte Lustenau mit aller Kraft den knappen Vorsprung. Die Altacher schwächten sich selbst, denn Eder flog mit Gelb-Rot vom Platz (65.).

Der Vorteil der numerischen Überlegenheit dauerte für Lustenau aber nur drei Minuten, denn Goalie Andreas Lukse sah nach einem Foul gegen den heranbrausenden Patrick Seeger wegen Torraub Rot (68.).

Die Lustenauer hatten Glück, dass Referee Dieter Muckenhammer bei dem Foul an der Strafraumgrenze nicht auf Elfmeter, sondern nur auf Freistoß entschied.

Turbulente Schlussphase

Dennoch gelang den Altachern der Ausgleich, denn Netzer setzte einen wuchtigen Schuss aus 25 Metern ins linke Kreuzeck zum 1:1 (84.).

Nach Handspiel von Netzer im eigenen Strafraum sah es nach einem Last-Minute-Sieg der Lustenauer aus, denn Florian Zellhofer verwertete den Elfmeter souverän in die Tormitte (93.).

Mit dem letzten Schuss des Spiels gelang Altach aber durch Thorsten Schick noch einmal der Ausgleich (95.). Damit ist der FCL schon elf Partien gegen die Altacher sieglos (sechs Remis, fünf Niederlagen).

St. Pölten - Vienna 0:2 (0:1)

    

Die Vienna hat  beim SKN St. Pölten einen wichtigen Auswärtssieg im Abstiegskampf eingefahren.

Mit 2:0 behielt die Elf von Alfred Tatar, der während des Spiels auf die Tribüne verbannt wurde, auf dem Voithplatz die Oberhand und blieb damit auch im vierten Saisonduell mit den Niederösterreichern ungeschlagen.

Der Gast aus Wien begann engagiert, früh musste Riegler einen scharfen Djokic-Kopfball entschärfen. Kurz darauf war der St. Pöltner Keeper aber geschlagen: Nach einem Angriff über links drückte Kerschbaumer den Ball im zweiten Versuch aus nächster Nähe über die Linie - 0:1 (14.).

Vergebene Chancen

Dabei blieb es auch zur Pause, da Mair und Djokic auf der einen sowie Fröschl und Segovia auf der anderen Seite jeweils eine Doppelchance vergaben.

Auch im zweiten Durchgang blieben die Hausherren fehleranfällig, die Wiener lauerten auf Konter und waren bei diesen immer wieder brandgefährlich. Unter anderem vergab Mair alleine vor Riegler (53.).

Trainer auf der Tribüne

Für St. Pölten setzte Hofbauer einen Freistoß knapp daneben, wenig später köpfte Fröschl in Daus Hände. Zwar musste Vienna-Coach Alfred Tatar nach allzu lauter Kritik und einer Stunde auf die Tribüne, doch unten auf dem Rasen machten seine Mannen den Sack zu:

Kerschbaumer leitete einen Dau-Abschlag zu Mair weiter, der das 0:2 besorgte (72.) - die Entscheidung.

Grödig - BW Linz 1:3 (0:3)

Der FC Blau-Weiß Linz hat beim SV Grödig in der 34. Runde der Ersten Liga mit 3:1 gewonnen. Die Oberösterreicher festigten mit dem sechsten Saison-Auswärtssieg Tabellenplatz fünf und liegen vor den letzten zwei Spieltagen drei Punkte vor St. Pölten.

Für die heimschwachen Salzburger bedeute das 1:3 die siebente Heimniederlage und damit das Verfehlen des angestrebten fünften Tabellenranges.

Grödig zu Hause schwach

Die Bilanz des Tabellensiebenten gegen die Linzer ist katastrophal: In den vier Saisonduellen holte die Elf des scheidenden Trainers Heimo Pfeifenberger lediglich einen Zähler.

Die Oberösterreicher nutzten gleich ihre erste gute Möglichkeit zur Führung.

Nach einem Hartl-Zuspiel parierte Grödigs Tormann Andreas Schranz zwar den Schuss von David Poljanec, doch Thomas Höltschl staubte aus kurzer Distanz ab.

Poljanec trifft doppelt

Fünf Minuten später machte es der Linzer Torjäger besser: Nach schönem Solo und anschließendem Lochpass von Boris Arapovic schob Poljanec Schranz den Ball durch die Beine zum 0:2 ins Tor.

In der 37. Minute hebelte ein Hartl-Pass die gesamte Grödiger Viererkette aus - Poljanec ließ sich die Chance nicht entgehen und traf ins kurze Eck.

Das 19. Saisontor des 26-jährigen Slowenen bedeutete am Ende auch die Führung in der Torschützenliste.

Zwischenzeitlich hatte Lukas Schubert Blau-Weiß Tormann David Wimleitner mit einem Schuss aus spitzem Winkel geprüft, es war gleichzeitig die beste Möglichkeit der auf vielen ungewohnten Positionen aufgebotenen Grödiger Elf.

Linz verwaltet Führung

Nach dem Seitenwechsel beschränkten sich die Stahlstädter aufs Verwalten des Spielstandes, der Grödiger Angriff konnte vorerst keine entscheidenden Akzente setzen.

Zumindest in der Defensive präsentierten sich die Salzburger nach einer personellen Umstellung im Vergleich zur inferioren ersten Halbzeit verbessert.

Nachdem Hartl im Konter frei stehend vor Schranz die Chance auf einen höheren Sieg vergab, erzielte Diego Viana nach einer Krammer-Flanke per Kopf sein zehntes Saisontor.

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