Altach verliert Tabellenführung an WAC

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Tabellenführer Altach verliert in der 18. Runde der Erste Liga beim SV Grödig mit 1:2 (0:1).

Damit müssen die Vorarlberger den Platz an der Sonne an den WAC/St. Andrä abgeben. Die Kärntner trennen sich gegen den LASK daheim mit 1:1 (0:0) und liegen nun mit 35 Punkten einen Zähler vor Altach.

Austria Lustenau muss sich in St. Pölten mit 1:2 (0:0) geschlagen geben. Vienna kommt bei BW Linz mit 1:4 (1:2) unter die Räder. FC Lustenau und Hartberg trennen sich mit 2:2 (1:0).

WAC/St. Andrä - LASK 1:1 (0:0)

Der WAC/St. Andrä hat sich in der Erste Liga den Herbstmeistertitel gesichert.

Den Wolfsbergern reichte im Schlager der 18. Runde am Freitagabend gegen den LASK ein 1:1 (0:0), um den bisherigen Spitzenreiter Altach zu überholen. Stephan Stückler (69.) für den WAC und Luiz Henrique (80.) für die Linzer erzielten in der Lavanttal-Arena die Treffer.

In der Tabelle liegt der seit elf Runden ungeschlagene WAC nun einen Punkt vor Altach, die Linzer sind mit bereits fünf Zählern Rückstand Dritter.

Keine Aussprache der Trainer

Im Mittelpunkt stand vor der Partie auch das Aufeinandertreffen der beiden Trainer Nenad Bjelica und Walter Schachner, die sich beim jüngsten Vergleich verbal heftig attackiert hatten. In Wolfsberg würdigten sich die beiden Streithähne keines Blickes.

Torjäger Christian Falk vergab die erste Möglichkeit für den WAC (12.), dann blieb aber der LASK in einer erst in der zweiten Spielhälfte Fahrt aufnehmenden Partie am Drücker.

Die Athletiker bewiesen vor allem durch Hannes Aigner Torgefahr, der Tiroler traf mit einem herrlichen Fallrückzieher die Latte (67.), ehe Stückler nach einem Querpass von Sandro Zakany entgegen dem Spielverlauf zuschlug.

Zakany hat Matchball am Fuß

Doch auch nach dem 0:1 ließen sich die Linzer nicht beirren. Henrique vergab fast postwendend den Ausgleich, eher der Brasilianer mit einem perfekt gezirkelten Freistoß erfolgreich war.

Zakany fand in der Schlussminute aus ähnlicher Position die Chance auf das Kärntner Siegestor vor, sein Schuss ging aber klar über das Gehäuse.

Grödig - Altach 2:1 (1:0)

Der SV Grödig hat SCR Altach zum Abschluss der ersten Hälfte der Erste-Liga-Saison überraschend mit 2:1 (1:0) besiegt.

Lukas Schubert (6.) und Thomas Salamon (63.) erzielten die Tore für die heimschwächste Mannschaft der Liga, Altachs Torjäger Tomi (71.) gelang mit seinem elften Saisontor nur noch der Anschlusstreffer.

Nachdem Grödigs Joachim Parapatits wegen Tätlichkeit vom Platz gestellt wurde (76.), hielt Tormann Andreas Schranz in der Nachspielzeit den Sieg fest.

Die Salzburger sind damit der Angstgegner der zuvor acht Runden ungeschlagenen Vorarlberger: Bereits im ersten Saisonvergleich in Altach hatte Grödig den Spitzenreiter mit 2:1 besiegt.

Blitzstart von Grödig

Grödig erwischte einen Blitzstart - Schubert schoss die Hausherren nach einem Salamon-Stanglpass bereits in der sechsten Minute in Front. Altach übernahm in der Folge zwar die Kontrolle im Spiel, richtig gefährlich wurde die Hütter-Elf in Halbzeit eins jedoch kaum.

Die beste Ausgleichsmöglichkeit vergab der Tscheche Petr Vorisek mit einem Schuss aus zehn Metern knapp rechts neben das Tor (42.).

Gäste optisch überlegen

Nach Wiederbeginn rettete erst Grödigs Stefan Lainer bei einem Schuss von Andreas Lienhart auf der Linie. Die Gäste waren zwar weiterhin optisch überlegen, das Tor erzielte aber Grödig.

Salamon spritzte erfolgreich in einen Schuss des starken Schubert. Tomi erzielte mit einem abgefälschten Schuss zwar den Anschlusstreffer, mehr war für die im Finish in Überzahl spielenden Altacher aber nicht mehr drin.

Schranz vereitelte mit einer Glanzparade gegen Mirnel Sadovic in der Nachspielzeit die beste Vorarlberger Möglichkeit.

St. Pölten - Austria Lustenau 2:1 (0:0)

St. Pölten hat am Freitag gegen Austria Lustenau mit 2:1 (0:0) die Oberhand behalten.

Die Niederösterreicher kamen in der 18.  Runde der Ersten Liga nach Rückstand dank der Treffer von Daniel Segovia (55.) und Dominik Hofbauer (86.) zum ersten Sieg nach vier sieglosen Spielen.

Die Vorarlberger, die Jürgen Kampel (47.) in Führung gebracht hatte, blieben hingegen nach vier Runden ohne Niederlage erstmals wieder ohne Punkte.

Matte erste Spielhälfte

Nach einer matten ersten Spielhälfte ohne große Höhepunkte - einmal schloss Hofbauer eine schöne Kombination mit einem Volley für die Hausherren ab, ein Dürr-Weitschuss war die einzige echte Chance für die Gäste - wurde die Partie munterer.

Der Weckruf kam von den Lustenauern, die mit dem ersten Torschuss durch Roth die Stange trafen. Den Abpraller verwertete Kampel zur Führung (47.). Doch die Antwort der St. Pöltener ließ nicht lange auf sich warten.

Viele Chancen auf beiden Seiten

Nach einem Eckball war Segovia zur Stelle (55.), er erzielte mit seinem elften Saisontreffer den Ausgleich. Und in dieser Tonart ging es weiter.

Zuerst vergab Gruberbauer frei stehend aus fünf Metern, dann scheiterte der eingewechselte Fröschl in aussichtsreicher Position. Doch auch die Gäste blieben gefährlich. Pöllhuber und Roth blieben aber ohne Fortune.

In der Schlussphase gelang Hofbauer der Siegtreffer. Der Mittelfeldspieler zirkelte in der 86. Minute einen Freistoß in den Strafraum. Der segelte an Freund und Feind und auch an Keeper Alexander Kofler vorbei in die Maschen.

FC Lustenau - TSV Hartberg 2:2 (1:0)

Das Duell der punktegleichen Erste-Liga-Tabellen-Nachzügler FC Lustenau und TSV Hartberg stand unter dem Motto Anschluss nicht verlieren.

Das 2:2 (1:0) am Freitagabend in einem Match auf schwachem Niveau und mit viel Krampf war letztlich eine gerechte Punkteteilung, weiter hilft das freilich keinem der beiden Abstiegskandidaten.

In der Tabelle verkürzten FC Lustenau und Hartberg zur Meisterschaftshalbzeit den Rückstand auf die Vienna (1:4-Niederlage bei Blau-Weiß Linz) um einen auf vier Zähler.

Führung wie aus dem Nichts

Nach ereignisloser Anfangsphase fiel der Treffer zur 1:0-Führung des Heimteams praktisch aus dem Nichts, der neu verpflichtete Christian Haselberger sorgte mit seinem Tor für einen perfekten Einstand im Teamdress der Vorarlberger.

Nach Seitenwechsel übernahm Hartberg das Kommando. Gremsl nützte nach einem missglückten Pass von Haselberger auf Buchner dessen Patzer zum 1:1-Ausgleich (48.), Huber legte zur 2:1-Führung nach (57.). Danach flaute die Partie wieder deutlich ab.

Nach dem Ausschluss von Freitag mit Gelb-Roter Karte (81./Kritik) schien die Partie gelaufen, doch Rieß (85.) gelang trotz numerischer Unterlegenheit noch der Ausgleich zum 2:2, was zugleich den Endstand bedeutete.

BW Linz - Vienna 4:1 (2:1)

Aufsteiger Blau-Weiß Linz hat sich am Freitag in der 18. Runde der Ersten Liga gegen die Vienna deutlich mit 4:1 (2:1) durchgesetzt und die eigenen Fans damit für die 1:6-Pleite gegen den FC Lustenau im jüngsten Heimspiel versöhnt.

David Poljanec mit drei Treffern und sein Sturmpartner Dominic Hassler sorgten für den klaren Erfolg, Christoph Mattes erzielte das zwischenzeitliche 1:2 der Gäste.

Während die Linzer mit dem fünften Heimerfolg ihre Position im Tabellenmittelfeld festigten, befinden sich die in der Fremde erst einmal erfolgreichen, achtplatzierten Wiener weiter im Abstiegskampf.

Vienna patzt in der Defensive

Die Heimischen begannen forsch und gingen nach einem schweren Fehler von Vienna-Tormann Kuru früh in Führung. Poljanec (8.) musste den Ball nur noch im verwaisten Tor unterbringen, nachdem Kuru im Herauslaufen einen langen Pass verfehlt hatte.

Auch beim 0:2 stellte sich die Hintermannschaft der Wiener nicht besonders geschickt an.

Sie vermochte weder einen Vorstoß von Huspek über links, noch das Kopftor des im Strafraum frei stehenden Hassler (41./7. Saisontor) zu verhindern.

Vienna darf nur kurz hoffen

Die Vienna kam aber noch vor der Pause zum schmeichelhaften Anschlusstreffer. Mattes (44.) schloss einen Konter, dem eine Großchance der Linzer vorausgegangen war, im Doppelpass mit Mair erfolgreich ins lange Eck ab.

Nach Wiederbeginn versuchten die Truppe von Trainer Alfred Tatar zwar nachzulegen, mit dem zweiten Treffer von Poljanec (56.) war aber die Vorentscheidung zugunsten von Blau-Weiß gefallen.

Nach einem Foul samt Ausschluss von Kerschbaumer (Gelb-Rote Karte) im Strafraum, verwertete Poljanec (74.) auch noch den verhängten Strafstoß zum 4:1.

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