WAC und Altach teilen sich Tabellenführung

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Der WAC zieht am Freitag in der 16. Runde der Erste Liga mit einem klaren 3:0-Heimsieg über Hartberg mit Tabellenführer Altach gleich.

Die Truppe von Adi Hütter kommt beim FC Lustenau nicht über ein 2:2 hinaus und hält nun wie der WAC bei 31 Punkten.

Der LASK verliert mit einer 0:3-Heimniederlage gegen die Lustenauer Austria den Anschluss an das Spitzenduo.

Die Vienna feiert einen 3:0-Erfolg in St. Pölten. Blau-Weiss Linz setzt sich beim SV Grödig mit 3:1 durch.

WAC/St. Andrä - TSV Hartberg 3:0

Aufstiegsaspirant WAC/St. Andrä hat sich gegen Schlusslicht Hartberg keine Blöße gegeben und einen ungefährdeten 3:0 (2:0)-Heimerfolg gefeiert. Ligatoptorjäger Christian Falk (1.), Nenad Jovanovic (23.) und Stephan Stückler (82.) erzielten die Tore für die nun punktegleich hinter Altach (2:2 gegen FC Lustenau) zweitplatzierten Wolfsberger. Die Hartberger bezogen die dritte Zu-Null-Niederlage in Folge und haben nun einen Zähler Rückstand auf den FC Lustenau.

Falk durfte vor 1.700 Zuschauern schon nach 41 Sekunden über seinen zwölften Saisontreffer jubeln. Der frei stehende Stürmer verwertete eine Kreuz-Flanke per Kopf problemlos. Die folgenden 20 Minuten agierten die Hartberger zwar auf Augenhöhe, fingen sich aber durch den nach einem abgelenkten Kerhe-Freistoß im Strafraum vernachlässigten Verteidiger Jovanovic das 0:2 ein. Bis zur Pause übten die Wolfsberger dann Dauerdruck aus, vergaben aber einige gute Chancen auf die Vorentscheidung.

Auch nach der Pause blieben die Hartberger zu harmlos und so hatte die Truppe von Nenad Bjelica wenig Mühe, den ersten vollen Erfolg nach zuletzt drei Remis in trockene Tücher zu bringen. In der Schlussphase erhöhte Stückler nach Falk-Vorlage sogar noch auf 3:0. Dank der gelungenen Revanche für die einzige Saisonniederlage am 12. August in Hartberg (3:4) sind die Wolfsberger nun schon seit neun Spielen ungeschlagen, vor Heimpublikum sogar bereits seit 4. März (1:2 gegen FC Lustenau).

FC Lustenau - SCR Altach 2:2

Der SCR Altach hat am Freitag einen kleinen Rückschlag hinnehmen müssen. Der Tabellenführer musste sich im Ländle-Derby beim FC Lustenau mit einem 2:2 (1:0) begnügen. Der Ausgleich gelang Lustenaus Christoph Freitag erst in der 89. Minute mit einem sehenswerten Distanzschuss ins rechte Kreuzeck. Altach führt damit nur noch aufgrund der Tordifferenz vor WAC/St. Andrä. Der FC Lustenau ist weiterhin Vorletzter.

FC-Coach Damir Canadi schickte dieselbe Startelf aufs Feld wie zuletzt beim 6:1-Sensationssieg gegen Blau-Weiß Linz - mit Erfolg. Eine starke kämpferische Leistung wurde durch einen Punkt beim Favoriten belohnt. Altach drückte von Beginn an und ging nach einem Querschläger von Schöpf durch Schick 1:0 in Führung (16.).

Zwei Minuten nach dem Ausgleich durch einen Luxbacher-Kopfball (57.) wuchtete Seeger einen Corner aus kurzer Distanz zur neuerlichen Führung über die Linie (59.). Es war der achte Saisontreffer des 25-Jährigen, der zuvor bereits von Lebedev elferreif gefoult worden war (49.). Altach ist zwar bereits seit sieben Runden ungeschlagen, spielte aber zum zweiten Mal in diesem Zeitraum nach dem 2:2 im Schlager Ende September in Wolfsberg nur Remis.

LASK Linz - Austria Lustenau 0:3

Die Ambitionen des LASK auf einen sofortigen Wiederaufstieg in die Bundesliga haben am Freitag einen erheblichen Dämpfer erhalten. Die Linzer mussten sich Austria Lustenau nach schwacher Leistung zu Hause 0:3 (0:3) geschlagen geben. Dabei hatte LASK-Trainer Walter Schachner von einem "richtungsweisendem Spiel" gesprochen. Dem Absteiger fehlen nach 16 Runden nun fünf Punkte auf das Spitzenduo Altach und WAC/St. Andrä.

Zuletzt hatte der LASK noch mit einem 4:0 gegen die Vienna und einem 2:0 gegen Hartberg überzeugt, diesmal war vor allem das Mittelfeld ein Totalausfall. Krajic brachte die Lustenauer, die auf den vierten Tabellenplatz kletterten, nach einem langen Diagonalpass von Soares verdient in Führung (22.). Peter Pöllhuber legte nach einem Corner, an dem LASK-Torhüter Mandl vorbeigesegelt war, per Kopf nach (31.). Für den Endstand sorgte der von Roth mustergültig bediente Zech noch vor der Pause (33.).

Aufbäumen war vom LASK keines zu sehen, stattdessen flog Schellander auch noch mit Gelb-Rot vom Platz (62.). Die Linzer kassierten ihre dritte Heimniederlage nach jenen gegen die beiden Topteams. Die stark in die Saison gestarteten Lustenauer fuhren erst ihren zweiten Sieg in den vergangenen elf Runden ein. Zwei Zähler liegen die Vorarlberger hinter dem LASK.

Grödig - BW Linz 1:3

Der SV Grödig bleibt in Heimspielen ein beständiger Punktelieferant. Die Salzburger verloren gegen Blau-Weiß Linz mit 1:3 (1:1) und kassierten damit bereits ihre vierte Heimniederlage. Die Linzer hingegen blieben in dieser Saison auswärts zum zweiten Mal nach dem 1:0 am 30. September in St. Pölten erfolgreich und verbesserten sich vor dem Abendspiel vorerst auf Platz vier der Tabelle.

Grödig begann energischer und war über weite Strecken der ersten Hälfte die dominierende Mannschaft. Krammer mit einem Schuss von der Strafraumgrenze (12.) und Jukic per Kopf (20.) scheiterten aber am starken Linzer Tormann Daniel Bartosch. Nachdem Grödig-Schlussmann Schranz in der 28. Minute einen Hartl-Kopfball an die Stange abgewehrt hatte, brachte Joachim Parapatits Grödig im direkten Gegenzug per 25-m-Weitschuss ins lange Eck mit 1:0 in Front (29.). Nur vier Minuten später verwertete Manuel Hartl eine Flanke von Huspek von der linken Seite aus kurzer Distanz per Kopf zum 1:1-Ausgleich.

Kurz vor dem Pausenpfiff verhinderte Schranz mit einer Glanzparade gegen Simon Piesinger (Kopfball) einen Rückstand. In einer niveauarmen zweiten Hälfte wurde erst ein Schuss von Nikolow zu Arapovic abgefälscht. Den nachfolgenden Kopfball des 25-Jährigen parierte Schranz gerade noch (60.). Gegen den Kopfball von David Poljanec nach Flanke von Rabl, der auf der linken Seite völlig unbedrängt flanken konnte, war aber auch er ohne Chance (72.). Und in der 87. Minute gelang Solospitze Poljanec das Tor des Tages: Der Slowene ließ auf der linken Seite erst Sebastian Siller stehen und überhob dann auf Höhe der Toroutlinie aus sieben Metern Grödigs Tormann Schranz zum 3:1-Endstand.

St. Pölten - Vienna 0:3

Die Vienna hat mit einem 3:0 (2:0) in St. Pölten ihren ersten Auswärtssieg in der zweithöchsten Spielklasse seit dem 1:0 am 15. April beim FC Lustenau gefeiert. Die weiter achtplatzierten Döblinger zogen damit nach Punkten mit den Niederösterreichern, die zum dritten Mal en suite ohne Punkt und Tor blieben, gleich und verschafften sich Luft nach hinten.

Vienna-Trainer Alfred Tatar wollte auf dem Voithplatz Beton anrühren und über Konter zum ersten Erfolg in der Fremde seit der Relegationspartie in Parndorf am 11. Juni kommen. Diese Taktik schien zu Beginn nicht von Erfolg gekrönt, denn die St. Pöltner schnürten den Gegner vom Start weg ein, ohne allerdings wirklich gefährlich werden zu können. Einzig ein Lattenköpfler von Segovia stand nach den ersten 15 Minuten auf der Habenseite.

Als dann Markus Lackner in der 22. Minute nach einem Eckball der Hausherren die Vienna in Führung brachte, kippte die Partie vollends. Zwar blieb der SKN optisch überlegen - Torchancen waren aber fortan Mangelware. Ganz anders die Vienna: Wieder nach einem Corner der Niederösterreicher war es Wolfgang Mair, der schon vor der Pause für die Vorentscheidung sorgte. Nach dem Wechsel legte Konstantin Kerschbaumer - nach herrlicher Vorarbeit von David Jelenko, der zum Mann der Partie avancierte - noch einen Treffer nach.

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