Derby-Time im Ländle

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Leader und LASK remisieren, Altach holt auf

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In der elften Runde der Ersten Liga muss sich Leader WAC/St. Andrä mit einem 3:3 in Grödig zufrieden geben.

Verfolger Altach gewinnt nach 0:1 zu Hause gegen Hartberg noch 4:2. Patrick Seeger trifft nach der Pause zwei Mal. Der LASK dreht ebenfalls das Spiel gegen St. Pölten, muss aber in Minute 78 den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen. Aufsteiger Blau-Weiß gewinnt zu Hause gegen Austria Lustenau mit 2:1.

Die Vienna unterliegt beim FC Lustenau (Triplepack von Witteveen) mit 1:4.

 

SV GRÖDIG - WAC/ST. ANDRÄ 3:3

Tabellenführer WAC/St. Andrä hat am Freitagabend zum Abschluss der elften Runde der Ersten Liga nach dreimaligem Rückstand ein 3:3-(1:2) in Grödig erreicht. Damit liegen die Kärntner, die das erste Duell mit den Salzburgern in dieser Saison zu Hause 1:0 gewonnen hatten, nur noch zwei Punkte vor dem ersten Verfolger SCR Altach, der einen 4:2-(0:1)-Heimerfolg über Tabellennachzügler Hartberg feierte.

Nachdem sich zuvor in fünf Vergleichen jeweils das Heimteam durchgesetzt hatte, endete das sechste Liga-Duell zwischen Grödig und WAC nun erstmals remis. In einer flotten Partie erzielte Thomas Krammer in Minute 16 nach Vorarbeit von Lenko die Führung für die Salzburger. Ein schwerer Fehler von Schlussmann Schranz, der den Ball bei einem Ausflug genau Mihnet Topcagic servierte, führte zum Ausgleich: Der Ersatzmann für den erkrankten Stückler (Durchfall) besorgte per Heber das 1:1 (30.). Doch nicht einmal 90 Sekunden später  jubelte bereits wieder Grödig, nach Öbster-Zuspiel stellte Lukas Schubert mit einem Schuss ins lange Eck auf 2:1 (31.).

Auch in der zweiten Hälfte erlebten die 800 Zuschauer in der Untersbergarena ein unterhaltsames Match, in dem die Wolfsberger vehement auf den neuerlichen Ausgleich drängten. Doch erst ein Strafraum-Foul von Maier an Topcagic führte zum 2:2, den fälligen Elfer verwandelte Torjäger Christian Falk eiskalt (55.). Danach machten die Gäste weiter das Spiel, aber die erste Chance nach dem Wechsel für Grödig brachte die neuerliche Führung der Gastgeber durch Joachim Parapatits (63.). Falk sorgte schließlich per Kopf mit seinem bereits zehnten Saisontreffer für den verdienten ersten Punktgewinn des WAC in Grödig und führt die Torschützenliste nun überlegen an.

SKN ST. PÖLTEN - LASK LINZ 2:2

Der LASK hat am Freitag die Chance auf die Tabellenführung in der Ersten Liga vergeben. Die Linzer mussten sich in der 11. Runde in St. Pölten mit einem 2:2-Remis begnügen und rutschten sogar auf Rang drei zurück. Der LASK hat somit weiterhin noch nie ein Meisterschaftsspiel in St. Pölten gewonnen.

 St. Pölten ging gleich mit der ersten Chance in Führung. Der spanische Goalgetter Daniel Lucas Segovia verlud die LASK-Abwehr elegant und schoss wuchtig zum 1:0 ein (2.). Der LASK übernahm dann aber das Kommando und kam zum Ausgleich. Allerdings half Schiedsrichter Andreas Kollegger mit, denn der Elfmeterpfiff nach dem Eingreifen von Segovia gegen Luiz Henrique war höchst umstritten.

Hannes Aigner ließ sich die Chance nicht entgehen und verwertete den Strafstoß souverän flach ins rechte Eck (25.). Wenig später ärgerten sich die Niederösterreicher neuerlich über das Schiedsrichterteam, das einen Segovia-Treffer wegen Abseits aberkannte (29.). Der LASK zeigte sich wieder eiskalt und ging mitten in den St. Pöltner Ärger hinein durch Harald Unverdorben in Führung (33.).

Nach der Pause verwaltete die LASK-Abwehr rund um Routinier Rene Aufhauser die knappe Führung, doch St. Pölten drückte immer vehementer auf den Ausgleich. Dieser gelang durch den Mann des Abends, Segovia war nach Flanke von Markus Speiser per Kopf zur Stelle (79.). Im Finish mussten die Gäste wegen Gelb-Rot für Ulrich Winkler (83.) in Unterzahl auskommen, dennoch trafen sie durch Florian Templ noch die Latte (89.).

 

SCR ALTACH - TSV HARTBERG 4:2

   Aufstiegskandidat Altach hat den Anschluss an die Tabellenspitze der Ersten Liga gewahrt. Die Vorarlberger feierten am Freitagabend in der elften Runde dank gewaltiger Steigerung nach der Pause noch einen verdienten 4:2-(0:1)-Heimsieg über den Tabellennachzügler TSV Hartberg. Matchwinner war Patrick Seeger mit zwei Toren und zwei Assists. Damit lag das Team von Trainer Adi Hütter vor dem Abendspiel von Tabellenführer WAC/St. Andrä in Grödig nur noch einen Punkt hinter den Kärntnern auf Rang zwei.

   Die Gastgeber, die das bisher letzte Duell in der Steiermark klar 4:0 für sich entschieden hatten, waren in der ersten Hälfte nur körperlich auf dem Platz, die Hartberger gingen deshalb nach einer Strobl-Flanke durch einen Kopfball von Lukas Mössner verdient in Führung. In der Halbzeit dürfte Hütter dann aber den richtigen Ton getroffen haben, und auch die Wechselspieler Schöpf und Schick brachten endlich Schwung ins Spiel der Altacher, die innerhalb von acht Minuten auf 3:1 stellten.

Ein schnell abgespielter Freistoß von Lienhart auf Seeger brachte den Ausgleich durch Alexander Guem. Nur 2:16 Minuten nach dem 1:1 besorgte Tomi nach Doppelpass mit Seeger das 2:1. Und vier Minuten später krönte Seeger, der später auch noch nach Kobras-Ausschuss und Netzer-Kopfball-Verlängerung das 4:1 erzielte, seine Leistung mit dem 3:1, womit das Match entschieden war.

Im Finish gelang dem eingewechselten Michael Kölbl noch Ergebniskosmetik für die Gäste, die nun wieder Schlusslicht sind. Grund dafür ist die eklatante Auswärtsschwäche der Hartberger: Seit dem 2:1-Erfolg am 15. April in Altach sind sie in der Fremde sieglos (1 Remis, sieben Niederlagen) und in der aktuellen Saison nach fünf Auswärtsauftritten noch immer ohne Punkt (Torverhältnis 3:12).

 

FC BLAU-WEIß LINZ - SC AUSTRIA LUSTENAU 2:1

Aufsteiger Blau-Weiss Linz hat am Freitag gegen Austria Lustenau vor Heimpublikum mit 2:1 (2:1) die Oberhand behalten und ist damit bereits seit fünf Runden unbesiegt. Den Linzern fehlen dank des vierten Heimerfolges nur noch zwei Punkte auf die viertplatzierten, nunmehr bereits seit sechs Spielen sieglosen Vorarlberger. Philipp Huspek und Dominic Hassler aus einem Elfmeter bzw. Manuel Honeck mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich zeichneten vor 1.400 Zuschauern für die Tore verantwortlich.

Nach flotten ersten 20 Minuten mit allerdings wenigen Torszenen fielen binnen einer Viertelstunde gleich drei Treffer. Zunächst sorgte Huspek nach 23 Minuten für die Führung der Gastgeber. Der Flügelspieler wurde auf halblinker Position nicht energisch genug attackiert, wodurch er mit einem scharfen Distanzschuss auf 1:0 stellen konnte. Die Freude der Linzer über den ersten Saisontreffer des bisher glücklosen Huspek währte allerdings nur wenige Minuten.

Denn Lustenau-Sturmspitze Honeck verwertete nach einer halben Stunde ein glücklich zustande gekommenes Zuspiel aus kurzer Distanz zum Ausgleich. Dieser hielt aber wiederum nur fünf Minuten, weil Hassler den nach einem Foul von Torschütze Honeck an Abwehrspieler Knabel verhängten Elfmeter sicher zur neuerlichen Führung für die Linzer verwandelte.

Der Cupfinalist aus dem Ländle kam zwar mit viel Engagement aus der Kabine, brachte aber nichts Zählbares mehr zuwege. Blau-Weiss musste sich nun zumeist auf Defensivarbeit beschränken, die wenigen Konterchancen brachten aber ebenso nichts ein. Bei einem Lattenschuss von Boller in der 71. Minuten hatten die Linzer allerdings gehöriges Glück.

 

FC LUSTENAU - FIRST VIENNA FC 4:1

Der FC Lustenau ist nach der elften Runde nicht mehr Tabellenletzter in der Ersten Liga. Die Vorarlberger feierten am Freitagabend in der elften Runden dank eines Triple-Packs von David Witteveen einen 4:1-(1:0)-Heimerfolg über die Vienna. Damit liegen die Lustenauer wieder drei Punkte vor den Hartbergern, die wenige Kilometer entfernt in Altach einen 2:4-(1:0)-Niederlage bezogen und auf den letzten Platz abrutschten.

Nach einem Foul von Vienna-Tormann Traby an Witteveen gingen die Hausherren glücklich durch den verwandelten Elfer des Gefoulten in Führung. Die Vienna, bei der noch immer die verletzten Offensivkräfte Djokic und Markovic fehlten, hatte auch nach der Pause zunächst die besseren Chancen, verwertete diese aber nicht. Lustenau machte es besser, Florian Zellhofer erhöhte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze auf 2:0, nachdem die Abwehr der Döblinger den Ball nicht weggebracht hatte.

Die Gäste schöpften nach dem Anschlusstreffer von Neuerwerbung Dominik Rotter noch einmal Hoffnung, doch im Finish schlug Witteveen noch zweimal zu und hält nun bei fünf Saisontreffern. Damit beendeten die Lustenauer ihre Negativserie gegen die Vienna, gegen die sie zuletzt auswärts 2:4 (15.7.) verloren und aus fünf Partien nur einen Punkt geholt hatten. Die Wiener sind nun schon seit dem 1:0 am 15. April in Lustenau bzw. acht Spielen (drei Remis, fünf Niederlagen) in der Fremde sieglos.

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